Palm sieht Schuld für schlechte Verkäufe bei Anderen

22. März 2010 11:15
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    Foto: palm

Kritik an US-amerikanischen Netzbetreibern - Sprint habe Marketing nicht ausreichend vorangetrieben, Verizon Motorola Droid bevorzugt

Vor kurzem hat Palm einen Ausblick auf die Zahlen des vierten Quartals des laufenden Geschäftsjahrs veröffentlicht, der das Attribut "verheerend" kaum übertrieben erscheinen lässt. Statt den von den Analysten zuvor prognostizierten 305 Millionen US-Dollar könnte der Umsatz unter 150 Millionen US-Dollar fallen, eine Diskrepanz, die den Börsenkurs umgehend abstürzen ließ.

EOL

Es folgten in den letzten Tagen einige Kommentare, die bereits das Ende von Palm prognostizieren. Gar so schnell will man sich bei dem Smarpthone-Hersteller allerdings nicht geschlagen geben, steht doch der Investor Elevation Partners, der bereits mehr als 400 Millionen US-Dollar in das Unternehmen eingebracht hat, weiter zu den aktuellen Plänen.

Die Schuldigen

Unterdessen beginnt aber auch die Suche nach dem Schuldigen, wenig überraschend sieht man bei Palm selbst die Verantwortung bei Dritten: So zeigt sich Firmenchef Jon Rubinstein gegenüber US-Medien vor allem von den US-amerikanischen Mobilfunkbetreibern Sprint und Verizon enttäuscht. Mit Sprint habe man ursprünglich einen Exklusivvertrag getroffen, dies allerdings unter der Voraussetzung, dass der Provider selbst auch eifrig in das Marketing investiere, was kaum passiert sei.

Droid

Zwar sei das Pre mittlerweile auch bei Verizon erhältlich, dort habe man aber zum gleichen Zeitpunkt vor allem das Motorola Droid in den Vordergrund gerückt. Wäre das Pre früher bei Verizon gewesen, wären auch die Absatzzahlen erheblich höher gewesen, zeigt sich Rubinstein überzeugt, sei das Pre doch schlicht das bessere Smartphone.

In Österreich ist das Palm Pre - wie auch das ebenfalls WebOS basierte "Pixi" - bislang bei keinem Mobilfunkbetreiber erhältlich. (red, derStandard.at, 22.03.10)

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Palm

Kommentar posten
24 Postings
abischle
22.03.2010 22:29
Das Pre ist ein überflüssiger Plastikbomber mit mieser Tastatur


Brrr.

Gerda Soros
22.03.2010 20:19
Palm ist zu 100% selbst an seinen Problemen schuld

Ich hatte selbst durch 5 Jahre hindurch eine Reihe von Palmgeräten, mit denen ich eigentlich sehr zufrieden war (z.B. Dell x51v). Der absolute Unwillen von Palm jedoch, das System weiterzuentwickeln, hat die meisten Kunden extrem gegen das System aufgebracht. Durch vier Jahre hindurch sind Kunden wie ich Jahr für Jahr damit vertröstet worden, dass bald ein neues Betriebssystem kommen wird. Es hat fast 8 Jahre gedauert, bis wirklich ein neues kam. Das ist bei weitem zu lang.
Momentan scheint Creative eine ähnliche Entwicklung mit seinen Soundcards durchzumachen. Ich wünsche niemandem, eine Creative Soundcard zu besitzen. Die Firma ist absolut unwillig, funktionierende Treiber für Windows 7 zu entwickeln.

Po Polos
22.03.2010 18:37

Es ist schon eine Gemeinheit, wie die Mitbewerber ihre Produkte besser vermarkten und die Mobilfunkanbieter dazu bringen, ihr Produkt zu verkaufen oder es gar über die eigene Marketingabteilung schaffen, aus einer Birne einen Apfel zu machen.
Da müsste die amerikanische Wettbewerbsbehörde doch einschreiten und diesem Treiben Einhalt gebieten. Wo kommen wir denn hin, wenn sich ein derart tolles Produkt wie der Pre einem freien Wettbewerb stellen muss.
Das kann den einen oder anderen CEO schon auf die Palme bringen, mein ich.

Po Polos
26.03.2010 18:54

Mir scheint, du hast nicht recht verstanden, um was es im Zusammenhang mit dem Text geht. Das Gejammere, dass andere Schuld sind kann nicht über die eigenen Marketingschwächen hinwegtäuschen. Wenn andere ihre schwächeren Produkte soviel besser vermarkten, gönne ich Ihnen auch den Erfolg.

Andreas Prucha
24.03.2010 12:56
Hm, mit solchen Aussagen wäre ich als potentieller Kunde vorsichtig.

Klar liegt es als Verbraucher in meiner eigenen Verantwortung, Werbung weitgehend zu ignorieren und tatsächlich das beste Produkt für mich rauszufinden, aber ich verstehe nicht, dass Du es also so toll und erfreulich hinstellst, dass nicht die besten Produkte, sondern die best beworbenen Produkte durchsetzen.

Freier Wettbewerb ist ja was Gutes, aber er sollte über Funktion und Preis, nicht über Image und Werbespots gehen.

4lge
22.03.2010 15:36

habe seit kurzem ein Pre (geht über ebay jedenfalls auch in .at) neben anderen Symbian/WinMo/Android Smartphones -- von der Bedienbarkeit ist es das beste was mir bisher untergekommen ist. Klar ist die Verarbeitung nicht so gut wie beim Stahlgehäuse eines E71, das G1 z.B. ist aber nix besser, andere Plastikgehäuse-Geräte zumindest in der gleichen Liga.

Was vielleicht nicht so bekannt ist, ausser bei denen die es schon haben: Man kann es über den Developermode ganz offiziell für nicht Palm-offizielle Applikationen freischalten, darunter Terminal, SSH, Patches die Zusatzfunktionen ermöglichen usw. siehe precentral.net

Es tut hier fast schon weh zusehen zu müssen, wie ein tolles Produkt durch mangelhaftes Marketing behindert wird.

larkmiller
23.03.2010 00:19

Auch hier gilt: Wer zu spaet kommt, den bestraft das Leben.

maboco
22.03.2010 14:08

Was nicht abgeboten wird, kann auch nicht gekauft werden. Wenn Palm das Pre in Oesterreich anbieten wuerde, haette ich es schon laengst gekauft.

Der Unkurze
22.03.2010 20:04

wenn man nicht nur beim mobilfunker oder geizmarkt schaut, ist es durchaus auch in österreich zu bekommen :)

Trismegisto
 
22.03.2010 15:09

nach dem es gekauft werden kann, wird es demnach auch angeboten... ;-)

Lew Ashby
22.03.2010 15:06
freund von mir hats.

alles keine hexerei ;)

AlBundyFan
 
22.03.2010 14:04
also zuallererst mal sollte man die namen ändern

"pre" ist doch keine bezeichnung für ein smartphone

und "pixi" klingt nach dem teletubbie-telefon für einjährige kinder in gelb,grün-rot-plastiklook.

Trismegisto
 
22.03.2010 14:59

mir sind die Namen eigentlich nicht wichtig, aber ich finde es trotzdem nett dass mein Smartphone "Pre" heißt, und keinen so bombastischen Namen wie "Legend", "Hero", "Storm" usw. hat. Nichts gegen die Geräte selbst.

Ich find auch dass "Pixi" nett klingt. Und wer sich ein Gerät deswegen vielleicht nicht kauft, der hat glaub ich größere Probleme als den Namen eines Smartphones...

AlBundyFan
 
22.03.2010 15:59
ich selbst kaufe mir sowieso kein smartphone

aber da dies ja eher/auch zum angeben verwendet wird, ist der name pixi mMn nicht wirklich gelungen.

es gibt übrigens sehr viele studien in denen markennamen eine sehr hohe wirkung zum verkaufserfolg nachgesagt wird.
oder glaubst bounty heisst jetzt einfach zum spaß plenty.

auf jeden fall wird man mit dem satz "Ich hab letzten ein Pixi gekauft" eher schief angeschaut von denen, denen man eigentlich imponieren möchte.

qu3ntin
22.03.2010 11:56

zu einem hohen grad selber schuld der herr rubinstein.

die entscheidung bei erscheinen apps nur druch web tehniken zu erstellen war ja wohl ein super topfen. als dann das pdk nachgereicht wurde, war der zug schon abgefahren. es ist halt mal so, bei aktuellen smartphones spielen die entwickler der community eine tragende rolle. diese in der entwicklung zu beschränken ist ein schuss ins knie.

was schade ist, das pre fühlt sich gut an, gechwindigkeit ist sehr ok. da multitasking ist sehr intuitiv ( so viel zu dem argument von apple, das ein task manager auf einem mobilen gerät nicht ordentlich zu machen ist, das "karten" wegschieben beim pre ist super).

das gerät selber ist vom design nicht wirklich mein fall. aber das os ist gut.

TurnhamGreen
22.03.2010 13:13

naja, "webtechnologien"... javascript ist schon eine vollwertige programmiersprache und kann auch schnell sein. dass das user interface mit html/css realisiert wird, anstatt mit einer eigenen widget library macht auch keinen unterschied, sondern ist im gegenteil vielleicht sogar leichter, weil die entwickler das schon eher kennen als ein völlig neues system.

natürlich wäre die pdk von anfang an nett gewesen, aber für die meisten anwendungen reicht die normale sdk auch.

Trismegisto
 
22.03.2010 12:51

hätten sie bei Erscheinen gleich ein PDK rausrücken können, hätten sie es sicher gemacht, aber es war wohl noch nicht soweit - bei anderen Betriebssystemen war das ja auch nicht gleich von Beginn an vorhanden. Ein bisschen realistisch sollte man schon bleiben.

Nachdem die Anwendungen die mit den Palm-Geräten ausgeliefert werden mit eben diesen Webtechnologien erstellt worden sind, wird diese Entwicklungsumgebung auch so schlecht nicht sein.

M1AU
22.03.2010 11:49

Die sollten sich auch mal den engadget Artikel durchlesen und nicht nur die Schuld bei anderen suchen.

http://www.engadget.com/2010/03/1... val-guide/

bensen
 
22.03.2010 12:41

wollte ich auch gerade kund tun!

repent
 
22.03.2010 11:28
Nebenbei:

Ich frage mich warum in Österreich die Mobilfunkbetreiber Android fast ignorieren.

Wollte letztens einer Kollegin zu einem Android Device raten aber es gibt einfach keine Auswahl.

A1 ist vlt. ne Option, deren Tarife sind aber unattratkiv. Der Rest hat entweder uralte oder unattraktive Geräte. Dafür gibt es viele wenig brauchbare Samsung- oder LG-Geräte.

Anscheinend kapiert auch nicht jeder, dass man bei einem Vertrag ohne Handy viel Geld sparen kann. Vorallem bei Smartphones.

Naja, jetz hat sie ein inheitsPhone.

Lew Ashby
22.03.2010 15:12
uralt?!

die dinger sind maximal knapp über ein jahr alt! wenn die gerätehersteller android nicht updaten ist das deren problem, aber die geräte selber sind doch deshalb nicht uralt?

savage7
22.03.2010 11:18
ooh ein runde mitleid

immer sind die andren schuld, die tun mir aber leid ...

Trismegisto
 
22.03.2010 12:36

ich nehm nicht an dass das einzige ist was der Rubinstein gesagt hat, aber es wird wohl herausgegriffen. Und wenn es stimmt, dann stimmt es halt. Marketing macht schon ziemlich viel aus... ;-)

Mathias
 
22.03.2010 11:23
nicht so zynisch...

... wie soll jetzt Firmenchef Jon Rubinstein seine Familie ernähren? Die armen Kinder können jetzt nicht auf eine Elite-Uni, sondern müssen jetzt sogar eine öffentliche Uni besuchen ;-)

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