Frontalangriff

Billig-Konkurrenz für Nespresso

22. März 2010, 10:50

Die Schweizer Ethical Coffee Company will neue Kaffeekapseln produzieren, die Nespresso-kompatibel und billiger als die Originale sind

Paris - Nespresso, das Kapselsystem des Lebensmittelriesen Nestlé, bekommt laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Agence France Press Konkurrenz. Die französische Supermarktkette Casino plant nun einen Frontalangriff auf Nespresso, dessen Kapselsystem mit 1.700 Patenten geschützt ist.

Wie bei anderen Anbietern auch, passen in die Espresso-Maschinen von Nespresso nur die vergleichsweise teuren Kapseln, die das Unternehmen selbst vertreibt. Das Schweizer Unternehmen Ethical Coffee Company will nun neue Kaffeekapseln für Casino produzieren, die Nespresso-kompatibel sind. Vor allem der Preis könnte den Konsumenten schmackhaft erscheinen, sollen die Kapseln doch 20 Prozent weniger kosten als das Original.

Profi an der Spitze

Geführt wird Ethical Coffee von einem "Experten": Jean-Paul Gaillard stand von 1988 bis 1997 selbst an der Spitze von Nespresso. Er will bei den Nespresso-Patenten eine Lücke entdeckt haben und noch in diesem Jahr 450 Millionen Kaffeekapseln herstellen. 2011 sollen es bereits fast zwei Milliarden sein - die weltweite Nachfrage bei Nespresso-Kapseln wird auf sechs bis sieben Milliarden Stück geschätzt.

Mit den billigeren Kaffeekapseln, die Casino vertreiben will, könnte Ethical-Coffee-Chef Gaillard den Markt aufmischen. Von der Qualität her jedenfalls seien die von ihm produzierten Kapseln mindestens so gut wie die seines früheren Arbeitgebers, sagt Gaillard. Außerdem seien die aus Maisstärke gefertigten Kapseln biologisch abbaubar.

Nespresso-Chef Richard Girardot kündigt jedenfalls schon einmal in der Tageszeitung "Le Figaro"an, die Interessen von Nespresso "sehr nachdrücklich" verteidigen zu wollen. Dass die Kapsel des neuen Konkurrenten keines der 1.700 Patente von Nespresso verletzen solle, erscheine den Unternehmensjuristen jedenfalls "sehr überraschend". (red)

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Kniff
00
24.4.2010, 16:52
Wenn ich die Komments durchlese, verstehe ich warum Politklicken die Menschen so abzocken können!

Kein Mensch braucht Fischer - der kommunistisch gehauchte Antidemokrat verkürzt uns die Demokratie und meint bei Klestil weiß wählen ist eine Sünde und betet Heute das Gegenteil.

Ein Schuft ist, wer die Wahrheit kennt und trotzdem lügt.

Kein Mensch braucht Kapselkaffee. Kauft euch um 49.- € eine 15 Bar Esspressomaschine (meine funktioniert schon seit 6 Jahren) und ihr könnt euch Esspresse von extrakurz bis extralang manchen mit zwei Handgriffen.
Erstklassigen Marken-Kaffee per Kg 4.40€ anstatt 64.- € für Kapseln und Dreck.

Das duftet im ganzen Büro!

Erleuchter
00
31.3.2010, 08:52
Niemals verzichtete ich auf den Duft und das Handling mit meiner Kaffeemaschine!

Schon der Duft beim Einpressen des frisch gemahlenen Kaffees in den Kaffekorb schafft Zeit für creative Gedanken.

Werbung ist alles, aber wenn dem Clownie das Klavier einmal träfe, ich hätte keinen Schaden.

36 herrliche Mokka zu 2.59 € in bester Qualität.

Alleine bei der Preisdifferenz zu den Alukörberln wird mir heiß ums Herz und mit der Bürokollegin, die auch einen Kaffee will, kann ich nett plaudern, bei der Zubereitung.

Wer es so eilig hat, sollte eine Kaffeekapsel schlucken.

Der Chef meint immer, wenn er die Löhne drücken müsse, seien seine Mitarbeiter nicht besser als die der Konkurrenz.

Es lebe Volke hoch!

aners
21
23.3.2010, 11:10
vielleicht sollte man an dieser

stelle erwähnen dass NESTLÈ von der EU Millionen-Subventionen kassiert damit sie Europäische Milch kaufen und das trotz MILLIARDEN Gewinne!!!
Weiters wollen sie (oder nur Brabeck?) dass unser Wasser einen Wert bekommt und somit handelbar und gewinnbringend für sie wird. Und nur weil der George Cloney Nescpresso ein gutes Image beschert hat sind die noch lange nicht gut!

Dr. Seltsam
 
32
23.3.2010, 10:59

Wenn sich hier alle so über die schlechte Ökobilanz von Nespresso aufregen, möchte ich schon zu bedenken geben, dass ich mir da gar nicht so sicher bin.

1.) Wer will kann die Kapseln mittels Rückholsystem zurückgeben. Die werden dann recycelt
2.) So viel Aluminium wird da auch nicht verwendet. Ich wette, dass eine Bierdose mehr Alu als 20 Nespressokapseln braucht
3.) Ich verwende Nespresso. Wenn ich in meinen Müll blicke, sehe ich dass das einen verschwindend geringen Anteil an meinem Müll darstellt. Jeder Jogourtbecher ist ein größeres Problem
4.) Nespresso produziert großteils Bio und mit einem Fairtrade ähnlichen Modell.

Fazit: So schlimm ist Nespresso auch wieder nicht.

sweetmaker
 
00
23.3.2010, 13:54
interessante frage:

hab mal kurz "nespresso" und "ökobilanz" gegoogelt:

der erste link "ökobilanz bleibt ein geheimnis"
http://www.beobachter.ch/konsum/fr... geheimnis/

der zweite "nespresso ökobilanz soll besser werden"
http://www.wiwo.de/technik-w... en-415886/

honi soit qui mal y pense...

esistnichtwasesist
00
23.3.2010, 09:05
1700 patente

ist doch etwas absurd? wieso lassen patentaemter so einen schwachsinnn zu?

bin ich froh, dass ich meinen kaffee griechisch/tuerkisch mache, bis jetzt hat das noch niemand patentieren lassen....

Erleuchter
00
31.3.2010, 08:58
Die Form in allen Ausformungen dient als Preistreiber und muß geschützt sein.

Das haben die Inkpatronen seis gedankt, nicht.

Aber auch Nestle muß man nicht haben. Ich wundere mich immer, wenn Staubtücher mit Staubweg-Eigenschaft angepriesen und anscheinend auch verkauft werden.

Meine Beste von Allen, gibt einen Spritzer Alk oder sowas aufs Wischtuch und verwendet das wieder und immer wieder.

momodeluxe
01
23.3.2010, 08:52

es wird so enden wie bei den druckern:

die kaffeekapseln kriegen einen microchip, und die kaffeemaschine wird nur funktionieren, wenn der chip die anfrage durch die maschine mit dem korrekten zertifikat verschlüsselt.

ansonst gibts eine warnung am bildschirm, und nach 3 "fehlerhaften" kapseln schaltet sich die maschine komplett ab. inbetriebnahme nur nach anruf beim kundenservice zur überprüfung der aktivierungslizenz.

die kaffeetrinker werden sich freuen, daß sie durch diese initiative vor "produktpiraterie" geschützt werden.

Michael Tropper
00
24.3.2010, 09:13
und noch mehr:

hatte einen inkjet eines grossen namhaften druckerherstellers, alle patronen mit chip - es wär ja wegen der qualität, nachteil: verfallsdatum + 1 tag und der drucker verneinte kategorisch jegliche aktion bis zum austausch auf eine "noch nicht abgelaufene" tintenpatrone ...
da heissts dann kaffee konsumieren bevor er abläuft sonst läuft da nix mehr mit der kapsel ;)

Skye's the limit!
00
23.3.2010, 09:56
rofl

pelimbert, der indiskutable
00
23.3.2010, 08:22
mich

interessiert, was man bei einem ding wie dieser kapsel 1.700 mal so einzigartig gemacht hat, dass man es schützen kann.

und wenn das wirklich soooo einzigartig ist und nachweisslich soviel dreck macht, könnte man ja eine kapselabgabe in der höhe von 1€ pro kapsel einführen, dann teilt nestle seinen gewinn mit der gebeutelten umwelt ;-)

Sabine Werner
00
23.3.2010, 08:16

Naja, so schlecht ist der Nespresso nicht, nur trinken tu ich ihn nicht jeden Tag, vielleicht 2-3x Woche ein Tässchen, sonst geht das Ganze zuviel ins Geld.
Ist doch auch ein Marketinggag, einfach soviel Exklusivität wie möglich zu vermitteln, und schon steigen die Umsätze.

Carnap
04
23.3.2010, 08:12

Die Aussage, dass jede billige Filtermaschine besseren Kafee macht, stimmt einfach nicht.

Carnap
00
23.3.2010, 08:11

Die Kapseln sind teuer und eine Umweltsünde, zugegeben.
Aber der Kaffee schmeckt anfangs ausgesprochen gut, und nach zwei Jahren immer noch nicht schlecht.

Mittlerweile hätte ich aber schon gerne eine echte Espresso-Maschine. Aber da beginnt das Problem: Erstz der dritte schmeckt einigermaßen gut, und es ist und bleibt eine Herumpatzerei.

Skye's the limit!
00
23.3.2010, 09:59
Vollautomat

da hält sich die Patzerei in Grenzen (bis auf das Kaffesatz-Abfallwasser-Wegleeren) und die Qualität ist - je nach Gerät - sehr gut. Und dann können Sie auch einen Spitzenespresso um 20 - 30 € pro kg vs. 70 € pro kg bei Nespresso geniessen...

stuffy
52
23.3.2010, 06:28
Nespresso - Nein Danke!

Damit produziert man Müll der sich gewaschen hat!
Umweltschonend ist so eine Maschine überhaupt nicht.
Die Kapseln kosten ein Vermögen, und sind im normalen Lebensmittelhandel kaum erhältlich.
Der Kaffee schmeckt irgendwie "künstlich".
Jede billige Filtermaschine kann's besser!

Da lob' ich mir meine Maschine - die braucht nur Bohnen, mahlt selber, und der Kaffee schmeckt auch nach Kaffee und produziert obend'rein nur "Bioabfall" - sprich Sud.

Julian m. aus c.
01
23.3.2010, 14:22

....jaa, deine maschine ist besser *tätschel*

sss3
00
23.3.2010, 08:11

passens aber auf dass Ihre Maschine nicht verschimmelt! kommt anscheinend nicht sehr selten.

Pedro Hofmann
01
23.3.2010, 09:51
guter Einwurf

das mit dem Schimmel stimmt bei Kaffeeautomaten. Die schimmeln ALLE. Egal welche Marke - schon nach sehr kurzer Zeit ab 1 Woche! Nur wenn man die Brüheinheit rausnehmen kann und gut reinigt, kann man hier optimieren. Deshalb sage ich gerne danke, wenn mir so ein Kaffee angeboten wird, seit ich den Bericht im TV gesehen habe. brrrrr

Bei meiner Nespresso Citiz hab ich gecheckt und wüsste nicht, wo sich der Schimmel verstecken könnte. Es gibt ja keine "Kaffeebewegung" und alles wird nur "durchgespült" - direkt durch die Kapsel.
Ich lass jedes mal vorher 2-3 Portionen Wasser durchlaufen (am Tag).

Paolo64
00
23.3.2010, 07:37
ist doch egal, haupstache Geld fliesst in deren Kassen...

Höhenangst
12
23.3.2010, 06:21

ich könnte mir den Nespresso gar nicht leisten...

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10
23.3.2010, 04:59


kauft's euch ordentlichen café aus spanien und ihr könnts das abwaschwasser in unseren breiten nicht mehr trinken, egal wie zubereitet.

||||||||||||||||||||||||||||||||||
12
23.3.2010, 04:46



ich würd gerne wissen wieviel denen 1.700 patente weltweit kosteten?

außerdem bieten patente einen wettbewerbsvorteil und den wettbewerb, wie immer gefordert, obsolet machen. eine karikatur der marktwirtschaft. es gibt KEINEN freien markt!
nur einen regulierten zugunsten von unternehmen.

Carnap
00
23.3.2010, 08:15

Patente bedeuten zunächst einmal Geld für die Patentämter und dann eine gewisse (relative) Sicherheit, dass sich die Konkurrenz nicht traut, das eigene Produkt nachzumachen und billiger zu verkaufen. Und drittens für Startups eine Marketingwaffe: Seht her, wie viele Patente wir haben, wie haben zwar noch kein Produkt (und werden auch nie eines haben), aber immens viekl Know-how.
Also der Schmäh, um Investoren ein paar Jahre lang Geld aus der Tasche zu ziehen ...

Sonst sehe ich wenig Sinn in einem Patent.

www10002
00
23.3.2010, 07:31
Trübe Brühe

Diese 1700 Patente kosteten Nestle vergleichsweise n Ei und n Appel.
So schaut der vielgepriesene freie Markt heute aus.

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