Garagen-Bier

22. März 2010, 09:18
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Conrad Seidl über die Heimbrauer und die Impulse, die sie der Bierkultur geben

Den 23. April haben Bierfreunde sowieso dick in ihren Kalendern angestrichen: Es ist der "Tag des Bieres", weil das bayerische Reinheitsgebot von 1516 dieses Datum trägt. An diesem Tag wird weltweit das Bier gefeiert - und die Bier-Bücher, denn es ist zufällig auch Tag des Buches.

Das macht Sinn: Es gibt nämlich eine beachtliche Zahl von Büchern, die sich der Biervielfalt widmen - und einige davon haben experimentierfreudige Biertrinker dazu angeregt, sich selber jene Biere zu brauen, die normalerweise schwer zu bekommen sind. In Vaters Garage oder Mutters Waschküche werden dann große Gefäße aufgestellt, das Malz selber geschrotet und nach den Rezepten von Charlie Papazien (The Complete Joy of Homebrewing) oder Hubert Hanghofer (Gutes Bier selbst brauen) wird alles gebraut, was es jenseits des Märzen-Einerleis gibt.

Der 23. April ist der Tag, an dem man dann vergleicht: Für den 23. bis 25. April ist im steirischen Pöllau die Staatsmeisterschaft der Haus- und Kleinbrauer ausgeschrieben: Hier können Hobbybrauer und Betreiber von kommerziellen Brauereien, deren Ausschlagmenge nicht mehr als 20 Hektoliter pro Sud beträgt, ihre Produkte einer Jury geschulter Verkoster präsentieren. Und schauen, ob es zu mehr reicht: Mancher Hobbybrauer hat aus seinem Steckenpferd ein Geschäft gemacht - einige renommierte amerikanische Craft Breweries starteten in einer Garage.(Der Standard/rondo/19/03/2010)

  • Conrad Seidl: Den 23. April im Kalender markieren.

    Conrad Seidl: Den 23. April im Kalender markieren.

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