Jürgen Egle, Philipp Bonadimann und Claudia Lösch heimsten am Samstag in Whistler die Medaillen neun bis elf ein - Hockey-Gold an USA
Whistler - Das österreichische Team hat am vorletzten Tag
der X. Paralympics in Whistler zwei Silber- und eine Bronze-Medaille
geholt. In der alpinen Super-Kombination wurden am Samstag in den
Sitzend-Bewerben Jürgen Egle und Claudia Lösch Zweite, Philipp
Bonadimann Dritter. Damit hielt Österreich vor dem Schlusstag bei je
drei Gold- und Bronze- sowie vier Silber-Medaillen. Am Sonntag waren
noch die Langläufer Michael Kurz und Manfred Lehner im 1-km-Sprint an
der Reihe.
Für Lösch war es ihre bereits vierte Medaille bei diesen
Spielen
nach Gold im Slalom und Super-G sowie Bronze in der Abfahrt. Die
21-Jährige war im Super-G der Kombination nach einem schweren Fehler
noch Dritte gewesen. "Zwei Medaillen waren das Ziel, drei habe ich
erhofft. Dass ich jetzt gleich vier habe, ist natürlich etwas
Besonderes", sagte die Niederösterreicherin. "Jetzt weiß ich, dass
sich das harte Training ausgezahlt hat."
Egle stürmte im Slalom von Platz zehn aus an die zweite Stelle,
nachdem er im Spezial-Slalom als Halbzeit-Führender ausgeschieden
war. "Die Silbermedaille entschädigt natürlich für das Missgeschick
im Slalom", erklärte der Vorarlberger. "Ich bin glücklich, dass ich
Philipp (Anm.: Bonadimann") nicht die Medaille weggenommen habe." Der
angesprochene engere Landsmann: "Ich hatte das Ziel, eine Medaille zu
machen. Dass ich jetzt zwei gewonnen habe, ist natürlich umso
schöner."
Wieder Pech hatte ein weiterer Vorarlberger, nämlich Robert
Meusburger im Stehend-Bewerb. Wie im Slalom reichte es für ihn nur zu
Rang vier, 15/100 fehlten auf Bronze. Riesentorlauf-Silber
entschädigt aber zum Karriere-Ausklang. Meusburgers Landsleute Hubert
Mandl und Markus Salcher wurden Siebenter bzw. Neunter, bei den
Sehbehinderten schied Christoph Prettner mit Guide Kurt Wastian im
Kombi-Slalom aus.
Gold im Sledge-Hockey ging durch ein 2:0 gegen Japan an die
USA,
Kanada wurde nach einem 1:2 gegen Norwegen nur Vierter. Die Kanadier
setzten sich dafür im Curling-Endspiel durch, und zwar 8:7 gegen
Südkorea. Bronze ging durch ein 7:5 über die USA an Schweden. Im
Medaillenspiegel rangierte Österreich nach 58 von 64 Entscheidungen
auf Platz sieben. Deutschland lag mit zwölf vor Russland mit elf Mal
Gold voran. (APA)