Super-Kombi: Drei Medaillen für Österreich

20. März 2010, 23:43
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    foto: -epa/makarewicz

    Jürgen Egle am Weg zu seiner Silbermedaille

Jürgen Egle, Philipp Bonadimann und Claudia Lösch heimsten am Samstag in Whistler die Medaillen neun bis elf ein - Hockey-Gold an USA

Whistler - Das österreichische Team hat am vorletzten Tag der X. Paralympics in Whistler zwei Silber- und eine Bronze-Medaille geholt. In der alpinen Super-Kombination wurden am Samstag in den Sitzend-Bewerben Jürgen Egle und Claudia Lösch Zweite, Philipp Bonadimann Dritter. Damit hielt Österreich vor dem Schlusstag bei je drei Gold- und Bronze- sowie vier Silber-Medaillen. Am Sonntag waren noch die Langläufer Michael Kurz und Manfred Lehner im 1-km-Sprint an der Reihe.

Für Lösch war es ihre bereits vierte Medaille bei diesen Spielen nach Gold im Slalom und Super-G sowie Bronze in der Abfahrt. Die 21-Jährige war im Super-G der Kombination nach einem schweren Fehler noch Dritte gewesen. "Zwei Medaillen waren das Ziel, drei habe ich erhofft. Dass ich jetzt gleich vier habe, ist natürlich etwas Besonderes", sagte die Niederösterreicherin. "Jetzt weiß ich, dass sich das harte Training ausgezahlt hat."

Egle stürmte im Slalom von Platz zehn aus an die zweite Stelle, nachdem er im Spezial-Slalom als Halbzeit-Führender ausgeschieden war. "Die Silbermedaille entschädigt natürlich für das Missgeschick im Slalom", erklärte der Vorarlberger. "Ich bin glücklich, dass ich Philipp (Anm.: Bonadimann") nicht die Medaille weggenommen habe." Der angesprochene engere Landsmann: "Ich hatte das Ziel, eine Medaille zu machen. Dass ich jetzt zwei gewonnen habe, ist natürlich umso schöner."

Wieder Pech hatte ein weiterer Vorarlberger, nämlich Robert Meusburger im Stehend-Bewerb. Wie im Slalom reichte es für ihn nur zu Rang vier, 15/100 fehlten auf Bronze. Riesentorlauf-Silber entschädigt aber zum Karriere-Ausklang. Meusburgers Landsleute Hubert Mandl und Markus Salcher wurden Siebenter bzw. Neunter, bei den Sehbehinderten schied Christoph Prettner mit Guide Kurt Wastian im Kombi-Slalom aus.

Gold im Sledge-Hockey ging durch ein 2:0 gegen Japan an die USA, Kanada wurde nach einem 1:2 gegen Norwegen nur Vierter. Die Kanadier setzten sich dafür im Curling-Endspiel durch, und zwar 8:7 gegen Südkorea. Bronze ging durch ein 7:5 über die USA an Schweden. Im Medaillenspiegel rangierte Österreich nach 58 von 64 Entscheidungen auf Platz sieben. Deutschland lag mit zwölf vor Russland mit elf Mal Gold voran. (APA)

Nathaniel Winerib
00
21.3.2010, 13:53

Interessante Leistungen, keine Frage! Mehr würde mich interessieren, wie sich Behinderte im Leben zurechtfinden, wie sie an der Gesellschaft teilhaben, ob sie eine Arbeit haben, ob sie sich selbstverwirklichen können, ob sie einen Partner haben.

Ob sie sich auch auf zwei Brettern einen Hang runterrutschen oder auf einem Rad den Berg hinaufahren können, interessiert mich eher weniger.

Andy82
 
00
21.3.2010, 18:03

interessante fragen...

glauben sie nicht, dass es selbstverwirklichung ist, an olympischen spielen teilzunehmen, und dabei,wie in diesen fällen, super leistungen zu erbringen und medailllien zu sammeln?
der unterschied ist sicher die behinderung, aber sie machen das göeiche wie andere sportler. sie trainieren und messen ihr leistungen.

KBW
21
21.3.2010, 10:23

Tolle Leistungen, leider in den Medien viel zu unterrepräsentiert. Mein 10jähriger Sohn stellte so nebenbei die Frage, warum die getrennt von den "Anderen" ihre Olympischen Spiele abhalten müssen - warum nicht ein großes Sportfest mit Allen?
Tja - gute Frage.

sdfad sdfaf
00
21.3.2010, 16:49

Mir wurde erst durch die Übertragungen klar, WIE groß der Leistungsunterschied ist, vor allem bei den Damen. Absolut kein Vergleich, es fehlt auch komplett die Spannung bei Sekundenabständen wie bei den Alpinen zu sehen war und einem Starterfeld von unter 10 Leuten. Sicher ist das teilweise auch durch die geringe Leistungsdichte auf Grund der viel schlechteren finanziellen Möglichkeiten bedingt, aber so wie sich jetzt darstellt, würde ich trotz großem Interesse am Skisport nicht im Traum daran denken, mir so etwas regelmäßig anzuschauen.

Gary Grantscherbn
00
21.3.2010, 14:27

Vielleicht können Sie Ihrem Sohn ja die Frage beantworten. Weil eben ein Blinder nicht so schnell skifährt wie ein Sehender.

KBW
00
21.3.2010, 15:01

naja - natürlich nicht in einem Bewerb :-)

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