Desertec

OMV steigt bei Wüstenstrom-Projekt ein

20. März 2010 12:24

Verträge für Beobachterstatus bei weltweit größtem Ökostromprojekt sollen demnächst unterzeichnet werden

Wien - Der österreichische Mineralölkonzern OMV will beim weltweit größten Ökostromprojekt Desertec an Bord gehen. "In Kürze werden Verträge unterzeichnet, die der OMV Beobachterstatus bei Desertec zusichern", sagt Werner Auli, OMV-Vorstand für den Bereich Gas und Strom, in der am Montag erscheinenden Ausgabe das Nachrichtenmagazin "profil".

Bis 2050 will das internationale Konsortium 400 Milliarden Euro in alternative Energien investieren und rund 15 Prozent des europäischen Strombedarfs decken. Der Großteil soll in solarthermischen Kraftwerken in Wüsten Nordafrikas produziert werden. (APA)

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Gregor Mieling
 
21.03.2010 23:02
Auch wenn es einige negative Aspekte gibt...

... so ist es doch ein Schritt in die richtige Richtung, oder will mir hier jemand ernsthaft erzählen, dass wir uns noch lange auf fossile Brennstoffe verlassen sollen?
Es mag sein, dass die Verfahren noch nicht ausgereift sind, aber das werden sie auch niemals sein, wenn Unternehmen wie Desertec keine Investoren findet.

Nomade
21.03.2010 22:33
Betriebsblinde Ökonomen

Sind denn unsere studierten Wirtschaftler so dumm, sich in eine Abhängigkeit von unberrechenbaren Arabern zu begeben? Warum nicht in die Halbwüsten Spaniens investieren ?

HookMind
22.03.2010 12:58
sind wir das nicht schon?

nach Ihrer 'Definition' sind wir das nicht schon seit wir Oel nutzen?

mitte
22.03.2010 03:05
Spanien

Such einmal in google nach "andasol". das sind solarthermische Kraftwerke die beispielsweise in Spaninen installiert sind. Aber Nord-Afrika ist halt von der klimatischen gegebenheit noch um einiges besser als spanien

Alex79
21.03.2010 23:00
Unberechenbare Araber?

Na, verallgemeinern Sie da nicht ein klein bisschen? Die afrikanischen Mittelmeerlaender sind doch viel diverser als Sie hier schreiben.

In Laender wie Marokko, Tunesien, usw. gibt es nur sehr wenig Probleme. Ausserdem werden die Laender ja selber von sauberem Strom profitieren.

yomellamo
21.03.2010 22:42

... wir sind bereits abhängig von noch viel unberechenbareren Arabern. Oder woher glauben sie kommt ein großteil unseres Öls.

living reef
21.03.2010 19:19
und wie werden diese großflächigen anlagen vor terrorakte geschützt?

dort was "bombiges" hineinwerfen und halb europa ist lahmgelegt!

mitte
22.03.2010 03:08
lustiges argument

du glaubst wohl nicht, dass die energieversorgung von einem oder zwei krafwerken abhängig ist. üblicherweise wird eine reserve von ca. 8% an kraftwerksleistung installiert, denn es können kraftwerke auch ohne terroranschlag einmal ausfallen.
also zukünftig bitte sinnvollere argumente bringen

platz, hirsch!
21.03.2010 19:50
nun, das gleiche gilt ja auch für alle anderen kws

da sehe ich also keinen nachteil.

al vvi
21.03.2010 20:50

Irrtum, aber dann ist das Ganze fuer die OemV nur halb so interessant.

Peter_23
21.03.2010 18:39
Allerdings ist dieses Projekt, genauer eine Vision, nicht viel mehr als Phantasie.

Mit dabei ist auch dieser sagenumwobene "Club of Rome". Dieser zeichnete sich unter anderem in den 1970 Jahre durch eine Reihe von Prognosen und "ZUkunftsvisionen" aus, welche allesamt nicht eintrafen bzw. Prognosen die gänzlich falsch sind.

platz, hirsch!
21.03.2010 19:52
mit dabei sind auch so nischenproduzenten wie siemens.

in der tat ein "fantasie"-produkt, weil ein paar leute die (naheliegende) fantasie hatten, strom aus der sonne dort zu produzieren, wo es massenhaft gibt und es niemanden stört.

und im vergleich zu den diversen pipelines ist die überbrückung des meeres in die EU wahrscheinlich handlebar.

reden wir in 10 jahren weiter.

per sonne
21.03.2010 18:17

Zum Thema

- erneuerbare Energie: Es gibt ein gutes Online-Buch: David MacKay: "Sustainable Energy - without the hot air" (http://www.withouthotair.com/).

- solarthermische vs. photovoltaische Stromerzeugung: Erstere kann dzt. realisierbar ~50% Wirkungsgrad erreichen, letztere ~15% (http://de.wikipedia.org/wiki/Sonn... raftwerk).

- Energie sparen: Ja, auch!

Meine Meinung zum Thema

- "Neokolonialismus": Das positive Ziel wäre, solche Projekte zum Vorteil beider Seiten zu gestalten. Es liegt an uns allen, unsere Regierungen dazu zu bringen.

- "Terrorgefahr": Wenn es den Leuten gut geht, sind sie sicher keine Terroristen - s.o.

Mehr Mut, Leute, das ist eines der sinnvollsten Energieprojekte!

ich benni
21.03.2010 12:09

guido nixx

felice navidad
21.03.2010 10:07
neokolonialismus

ein klarer fall von neokolonialismus. nicht nur, dass der westen die rohöl besitzenden länder in den griff nimmt, jetzt kommen auch die wüstenstaaten unter die herrschaft einer auf ausbeutung ausgerichteten shareholder ökonomie. demnächst werden europäische und amerikanische soldaten die wüstenregionen besetzen. in marokko beginnt es mit der unterdrückung der sahauris. und wer hat die ökologischen folgen bedacht? ich sage, finger weg von den wüsten!

Alex79
21.03.2010 23:03
Unterschied

Der wesentliche Unterschied ist hier wohl dass es sich nicht um einen finiten Rohstoff handelt, den wir diesen Laendern wegnehmen, nur um Sie dann Ihrem Schicksal zu ueberlasseen wenn die Quellen versiegen.

Die bekommen davon sauberen Strom, viel technisches Knowhow, hoch-qualifizierte Arbeitsplaetze, die mittelfristig sicher zu einem grossen Teil von Einheimischen ausgefuellt werden, und durch die staerkere Einbindung in die europaeische Energiepolitik auch Stabilitaet.

platz, hirsch!
21.03.2010 19:53
die afrikaner könnten es ja auch selbst bauen.

machen sie aber nicht.

außerdem kann man denen das ja nicht in den sand bauen, ohne dass die was davon haben. also kriegen sie sich wieder ein. durchatmen hilft.

oder andere literatur lesen.

lionel1
21.03.2010 08:46
Weil ja bis zum Jahr 2050

noch eine gewisse Zeit zur Verfügung steht, könnte ich mir da schon einige Schmankerl vorstellen. Wenn man z.B. für E-Autos Batterien entwickelt, die relativ schnell Energie aufnehmen bzw. abgeben, dann könnte man am Tag Millionen Fahrzeuge (Akkus) aufladen, am Abend geben diese Batterien Strom ins Netz ab, am Morgen werden sie wieder aufgeladen. Das Transportproblem kann nicht so groß sein, weil es für längere Distanzen Gleichstrom gibt und eventuell wird noch was entdeckt, was eine kabellose Energieübertragung ermöglicht.

cho
21.03.2010 15:23
Jawoll, "Wireless Strom"

..."kabellose Energieübertragung" wär eh cool, fürchte nur, die Physik hat was dagegen...

dieter van teese
21.03.2010 13:44

Am Abend gibt es eh schon ein Überangebot an Strom, deshalb ist Nachtstrom ja auch billiger.

;)

org azmo
21.03.2010 10:11
ich kann mir nur net vorstellen, dass der standort dieses projekts so toll ist

vielleicht kriegt man bis dahin den terrorismus unter kontrolle, doch aus heutiger sicht tauscht man nur eine abhängigkeit von instabilen ländern gegen die andere ein...
genauso wie aktuell mit nabucco.

Konrad Richter
 
21.03.2010 11:46

... finde den Standort auch nicht gut - Solarstrom im politisch stabilen Skandinavien würde bei weitem mehr Sinn machen ;-)

W.Hammerl
21.03.2010 17:42

und vor allem sollte man ihn in der Nacht produzieren.

DschiEm
22.03.2010 08:27

und dann in Batterien speichern.....

Herzerzog Johann
21.03.2010 11:00
Eine große Abhängigkeit ...

... durch mehrere kleine zu ersetzen ist aber auch nicht unvernünftig.

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