China: Google arbeitet für US-Geheimdienste

20. März 2010, 12:21

Chinesischen Staatsmedien haben Kampagne gegen den Internetriesen gestartet

Die chinesischen Staatsmedien haben eine stark nationalistisch gefärbte Kampagne gegen den US-Internetriesen Google in Gang gesetzt und ihn beschuldigt, im Dienste amerikanischer Geheimdienste zu stehen. Google sei ein "politisches Instrument der USA" und deren Geheimdienste, heißt es in einem Kommentar der zentralen Nachrichtenagentur Xinhua (Neues China), der am Samstag von sämtlichen offiziellen Medien des Landes verbreitet wurde. "China empfängt weder ein politisches Google noch akzeptiert es die Politik des Google", hieß es in dem Artikel.

"Größte Freiheit"

Zu der Erklärung des Internetkonzerns, sich nicht länger der chinesischen Zensur beugen zu wollen, schrieb die englischsprachige Zeitung "China Daily", die Chinesen erfreuten sich der größten Freiheit in ihrer 5000-jährigen Geschichte. Den chinesischen Staat der Internetzensur zu beschuldigen, sei eine "bösartige Lüge". Google werde davon nicht profitieren. Google hatte im Jänner nach mutmaßlichen Hackerangriffen aus China damit gedroht, sich vom chinesischen Markt zurückzuziehen und seine chinesische Suchmaschine nicht mehr den Zensurbestimmungen der Volksrepublik zu unterwerfen.

Massive Kritik

Beim Start seiner chinesischen Suchmaschine hatte Google im Westen massive Kritik einstecken müssen, weil es sich - wie andere Internet-Unternehmen - bereiterklärt hatte, seine Ergebnisse selbst zu filtern. Suchergebnisse zu politisch heiklen Themen wie die blutige Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989, Taiwan oder Tibet werden gefiltert. Google hatte eine chinesische Website gestartet, die sich an die Zensurbestimmungen des Regimes hielt, und ist an der chinesischen Suchmaschine Baidu beteiligt. Um die Genehmigung für eine chinesische Website mit der Adresse ".cn", zu erhalten, verpflichtete sich Google, für diesen Dienst Adressen aus seiner Datenbank zu entfernen, die von der kommunistischen Führung als anstößig betrachtet werden. Einen rasanten Anstieg der Festnahmen von Cyber-Dissidenten in China hatte die Menschenrechts-und Gefangenenhilfe-Organisation Amnesty International verzeichnet. Die Inhaftierungen erfolgen laut AI-Bericht überwiegend wegen "Subversion" oder "Gefährdung der Staatssicherheit". (APA/AFP)

 

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Google

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13 Postings
dmos
00
21.3.2010, 13:03

ceiberweiber.at: Ceiberweiber werden u.a. über Inktomi aus den USA angesurft, eine Firma, die mit der CIA Firma In-Q-Tel zusammenarbeitet. Auch Google.com in Mountain View darf nicht fehlen. Wir
werden wie deutsche Politikforen über Inktomi/Yahoo/Slurp beobachtet. Mann kann es auch so
sagen: CIA will search web with Inktomi Engine, so vor der Zusammenarbeit mit In-Q-Tel.

manto bamminger
00
21.3.2010, 11:10
Wo sie Recht haben, haben sie Recht

generell mache ich mir um die Zustände vor Ort viel größere Sorgen.

Anyuser
 
01
21.3.2010, 10:22
"Google sei ein "politisches Instrument der USA" und deren Geheimdienste"

Und um ehrlich zu sein: Vermutlich ja, jedenfalls bedarfsweise...

maboco
00
21.3.2010, 10:38

Jeder Geheimdienst arbeitet mit Google! Eine bessere offene Informationsquelle gibt es gar nicht. ;-)

Claus_W
11
21.3.2010, 00:15
Die Antwort zu Google

Forestle

DerMitÜ
01
20.3.2010, 19:04

o0 ;-)

Comical Ali wäre sicher stolz auf das chinesische Regime :D

Diversion
01
20.3.2010, 17:44
"Den chinesischen Staat der Internetzensur zu beschuldigen, sei eine "bösartige Lüge"."

LOL na das ist ganz sicher eine ernstzunehmende Aussage!

joko_pat
00
20.3.2010, 17:34

Da wird mir Google gleich sympatischer.

max 1231
 
02
20.3.2010, 17:16
da habens wahrscheinlich recht

jedoch ist dies falsch formuliert, google arbeitet mit sicherheit nicht für die us diese, aber MIT denen, da ist ein unterschied !

bensen
 
00
20.3.2010, 14:00
China: Wie ein kleines, gemeines, gekränktes Kind

"... aber die haben mir den Lutscher geklaut!!" *wähwähwäh*

Anti-mens
00
20.3.2010, 13:11
dabei könnte sich google so toll rächen:

alle internetsuchanfragen mit dem wort "china" im suchkontext auf die seite von menschrechtsbewegungen mit china-bezug umleiten.

da würden sie hupfen, die roten genossen.

Herzerzog Johann
00
21.3.2010, 09:34

"da würden sie hupfen, die roten genossen."

Ja. Du aber auch, wennst was suchst ....

und ewig hirschet dem troll
00
22.3.2010, 08:31
und eventuell feststellen,

dass es ohne (china, internet, ..) auch irgendwie geht, oder ? oder dass man ja seine informationen auch anders bekommen kann.

hüpfen kann die durchblutung / sauerstoffversorgung im gehirn anregen !

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