Mörderisches Sarin-Attentat der Aum-Sekte in Tokio
Tokio - Japan hat am Samstag des mörderischen Giftgasanschlags auf
die U-Bahn in Tokio vor genau 15 Jahren gedacht. Angehörige der Opfer legten an
mehreren Stellen in der Hauptstadt Blumen nieder, Mitarbeiter der
Verkehrsbetriebe hielten am Morgen am U-Bahnhof Kasumigaseki für einen Moment
inne. Bei dem Attentat der Aum-Sekte mit Sarin starben 13 Menschen, mehr als
6000 wurden zum Teil schwer verletzt.
Sarin für Millionen Tote
Die von Shoko Asahara angeführte Endzeiterwartungssekte Aum Shinri Kyo
("Höchste Wahrheit") hatte zu diesem Zeitpunkt schätzungsweise zehntausend
Mitglieder in Japan. Das Nervengas Sarin wurde am 20. März 1995 während des
Berufsverkehrs in überfüllten U-Bahnzügen und Bahnhöfen verströmt. In ihrer
Chemiefabrik hätte die Aum-Sekte das Nervengas in solchen Mengen herstellen
können, dass Millionen von Menschen hätten getötet werden können. Sektenführer
Shoko Asahara wartet derzeit mit neun weiteren Sektenmitgliedern auf die
Vollstreckung des Todesurteils. (APA)