Patentschlacht: Microsoft gegen Lucent

11. April 2003, 10:29
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US-Technologiegiganten streiten um die Rechte zu 13 Erfindungen

In den USA geraten zwei Technologiegiganten in einem Patentstreit aneinander. Wie das Wall Street Journal berichtet, hat Microsoft bei dem US-Bezirksgericht in San Diego eine Klage eingebracht, um 13 Patente von Lucent für ungültig zu erklären. Bei dem Streit geht es um die Rechte auf Technologien für Video- und Audio-Coding, Displays und ein Touchscreen-System für das Ausfüllen von Formularen.

Vorgeschichte

Der Stein kam ins Rollen als Lucent die beiden PC-Hersteller Gateway und Dell wegen Patentverletzungen verklagte. Diese wiederum verteidigten sich damit, dass die fraglichen Technologien von Microsoft stammen. Lucent warnte daraufhin Microsoft, dass einige seiner Produkte gegen insgesamt 16 Patente von Lucent verstoßen.

Position

Die von Lucent mit der Verwertung seiner Technologien beauftragte Firma ThinkFire geht davon aus, dass augenblickliche und geplante Microsoft-Produkte mit einem jährlichen Marktvolumen von neun Milliarden Dollar betroffen sind. Der Softwarekonzern aus Redmond wies allerdings die Ansprüche zurück und klagte. Beobachter rechnen jetzt mit einer Gegenklage von Lucent. Der Technologiekonzern erwirtschaftet einen großen Teil seiner jährlichen Umsätze aus Lizenzgebühren auf Patente seines Forschungsarms, den Bell Laboratories. (pte)

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