Karlsruher Forscher entwickelten 3-D-Tarnkappe

19. März 2010, 08:32
24 Postings

Strahlen von infrarotem Licht werden umgelenkt

Karlsruher Forscher haben einen winzigen "Tarnmantel" entwickelt, der unsichtbar macht. Waren bisher nur die Materialien und die Theorie bekannt, wie sich vielleicht einmal eine Art "Harry-Potter"-Mantel schneidern lässt, so haben die deutschen Wissenschafter nun zum ersten Mal Erfolg gehabt mit einem dreidimensionalen Modell. Dazu seien die Strahlen von infrarotem Licht umgelenkt worden, bestätigten Nicolas Stenger und Tolga Ergin vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) einen entsprechenden Bericht aus der jüngsten Ausgabe des US-Fachjournals "Science" (Bd. 327).

Unsichtbar

"Wir können jetzt ein dreidimensionales Objekt verstecken, indem wir es unter einem "spiegelnden Teppich" platzieren und den entstehenden Hubbel unsichtbar machen", sagte Stenger auf Anfrage. In einjähriger Forschung entwickelte das Team um den Physiker Martin Wegener die Tarnkappe, die aus Polymerstäben im Abstand von einigen hundert Nanometern besteht. Die Struktur lässt den Spiegel-Teppich wieder flach erscheinen, sagte Ergin.

Nano

Grundlage für die Untersuchungen ist die Nanotechnologie. Für den Bau einer Tarnkappe sind sogenannte Metamaterialien notwendig, mit deren Hilfe die Lichtwellen in ihrer Ausbreitung beeinflusst werden und auf neue Bahnen gelenkt werden können. In der Natur kommen diese Materialien nicht vor, sie lassen sich aber künstlich herstellen. Metamaterialien erlauben, es ihre elektrischen und magnetischen Eigenschaften maßzuschneidern. "Die Theorie der Transformationsoptik gibt hierbei die benötigten Parameter vor - in dem Fall der Teppich- Tarnkappe ein sich räumlich ändernder Brechungsindex", erklärte Ergin. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Unsichtbar, ganz ohne Magie

Share if you care.