Dermatophytose

Lauert Fußpilz auch im Wäschekorb?

19. März 2010, 10:52
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    foto: apa/jens büttner

    Niedere Waschtemperaturen reichen nicht aus, um die Hautpilze sicher und effektiv zu beseitigen.

Infizierte Kleidungsstücke sind potentielle Ansteckungsquellen - Anti-Fußpilz-Socke soll das Volksleiden lindern

Rund zehn Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Fußpilz. Als Schutz vor Infektionen wird das Tragen von Schuhen in besonders gefährdeten Bereichen wie im Schwimmbad, in der Sauna oder in Hotelzimmern empfohlen. Doch vielfach unbeachtet bleibt die Ansteckungsgefahr im eigenen Haushalt. Was passiert, wenn ein Familienmitglied unter Fußpilz leidet und getragene Socken zusammen mit der restlichen Wäsche im Wäschekorb und der Waschmaschine landen?

Dieser Frage sind Forscher am Institut für Hygiene und Biotechnologie an den Hohenstein Instituten in Bönnigheim nachgegangen. Das Ergebnis: Werden infizierte Kleidungsstücke zusammen mit anderen gelagert, ist eine Übertragung der Pilzsporen auf andere Textilien möglich. Niedere Waschtemperaturen in der Haushaltswaschmaschine reichen nicht aus, um die Hautpilze sicher und effektiv zu beseitigen. Erst nach einer 60°-Wäsche konnten die Wissenschaftler keine Fußpilz-Sporen mehr auf dem getesteten Textilgut nachweisen.

Anti-Fußpilz-Socke als Lösung

Für ihre Versuche setzten die Hohensteiner Forscher eine äußerst sensible Messmethode für Keime ein, bei der die Fußpilze radioaktiv markiert werden. Dies erlaubt es, einzelne Fußpilz-Sporen innerhalb weniger Minuten nachzuweisen. Nach Durchlaufen der Waschversuche war es nun möglich, Pilzsporen präzise auf einzelnen Textilien oder in der Waschflotte zu detektieren. Die Forscher nutzen das neue Verfahren derzeit, um in Zusammenarbeit mit der Industrie eine Anti-Fußpilz-Socke zu entwickeln, die in naher Zukunft das Volksleiden Fußpilz lindern könnte.

Die bei Fußpilz auftretenden roten, schuppenden Stellen auf der Haut, die mit starkem Jucken oder Brennen einhergehen, sind äußerst unangenehm und schmerzhaft. Verursacht wird die Infektion durch spezielle Hautpilze, so genannte Dermatophyten, in den meisten Fällen durch den Pilz Trichophyton rubrum, der zu seiner Vermehrung widerstandsfähige Sporen bilden kann. Die Sporen fühlen sich im warmen und feuchten Milieu der Füße wohl und breiten sich bei ausbleibender Behandlung über den Fuß aus. Dabei schilfern sie von der Haut ab und lagern sich an den Fasern der Socken ab.

Übertragung auf unbelastete Wäsche

Um die Ansteckungsmöglichkeit über infizierte Textilien zu beurteilen, kultivierten die Wissenschaftler zunächst Fußpilz-Erreger auf künstlichen Nährmedien. Anschließend simulierten sie die Wäscheaufbewahrung in einem typischen Haushalt, um zu prüfen, ob es im Wäschekorb zu einer Übertragung von Pilzsporen durch belastete Socken auf unbelastete Wäsche kommt. Hierfür wurden Baumwoll-Läppchen mit Fußpilz-Sporen versehen und zusammen mit sauberen Textilien in einem "Waschkorb"-Behälter für eine Stunde bei Raumtemperatur vorsichtig hin und her bewegt. Anschließend wurde untersucht, ob an den zuvor sauberen Textilien der Fußpilz-Erreger nachzuweisen war. Eindeutiges Resultat: Bei allen Proben hatte eine Übertragung der Keime auf die zunächst unbelastete Wäsche stattgefunden. Menschen mit Fußpilz sollten ihre Socken daher stets getrennt von anderen Textilien aufbewahren.

Entwarnung erst bei 60°C Wäsche

Doch werden die Fußpilz-Sporen beim anschließenden Waschen nicht ohnehin abgetötet? Um diese Frage zu beantworten, unterzogen die Hohensteiner Forscher mit Fußpilz-Sporen beimpfte Baumwoll-Läppchen mehreren Waschversuchen mit einer handelsüblichen Haushaltswaschmaschine. Zunächst wurde bei 30° C mit einem Vollwaschmittel gewaschen. Ergebnis: Ein Teil der Pilzsporen überlebte die Prozedur nahezu unbeschadet und war weiterhin infektiös. Die Ansteckungsgefahr vor Fußpilz in den eigenen vier Wänden ist offensichtlich mit Niedertemperaturverfahren noch nicht gebannt. Deshalb wurden weitere Waschgänge bei 60°C durchgeführt und Pilzkulturen der gewaschenen Textilproben angelegt. Nun konnten die Wissenschaftler Entwarnung geben: Sämtliche Wäschestücke waren frei von Fußpilz-Keimen. (red)

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Posting 1 bis 25 von 38
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jumpingjack flash
11
19.8.2010, 09:23

und jetzt das horrorszenario für frauen - wird der pilz auch beim probieren von schuhen im geschäft übertragen? :-))

jumpingjack flash
10
19.8.2010, 09:16
furcht:

wie gefährlich ist fusspilz in einer unterhose?

solandre
 
00
30.3.2010, 18:48

in solchen sockenschlapfen lauert er ganz bestimmt.

standardabweichung
11
21.3.2010, 16:10
knifflige diagnose

meine lieblings dr. house folge: jemand kriegt fußpilz in der nase weil er sich die nasenhaare mit dem nagelklippser schnitt

Lucasz
20
21.3.2010, 00:29

Da ich fast immer barfuß unterwegs bin, brauch ich auch keine socken..

Stinkefinger für Pröll
10
20.3.2010, 21:03
kann man fußpilz essen

jumpingjack flash
00
19.8.2010, 09:17
ja

sie müsen warten bis sich grössere pilzkörper ausbilden - kann jahre dauern

öblarner postbote
10
20.3.2010, 15:30
Fußpilz lauert auch in der Unterhose

wenn man diese auszieht, z.B. in der Sauna und irgend ein Ungsust drauf tritt, kann man sich so einen Fußpilzam allerwertesten einfangen.

Alpha-Wolf
14
21.3.2010, 09:46
Da kriegt man dann ...

... die allseits gefürchteten Eierschwammerl. ;-)

A Voice
00
21.3.2010, 22:48
Sind ja

auch Leistenpilze

Herzerzog Johann
13
20.3.2010, 13:54
"Wozu Socken? Sie schaffen nur Löcher!"


[Albert Einstein]

Irma la Douce
10
20.3.2010, 12:01
30° reichen offenbar nicht, um den Oxidationsprozess des Perborats im Vollwaschmittel zu aktivieren.

tiggerle
00
20.3.2010, 23:27

keine großé neuigkeit, das lernt man alles eh im chemie-unterricht in der schule, wenn man brav aufpasst und einen vernünftigen lehrer hat oder mal sich die "mühe" macht und das buch aufschlägt und reinliest

jumpingjack flash
00
19.8.2010, 09:20

nur die ak/konsument sagt immer dass 30° ausreichen für saubere wäsche - nebenbei vertragen viele textilien haute gar keine 60° mehr.

Topfenpalatschinke Esterhazy
11
20.3.2010, 06:46
EINFACH KEINE SOCKEN IN DEN WAESCHEKORB WERFEN!

Ava Tar
12
19.3.2010, 19:00
na danke

jeder achte deutsche Migrant bringt also Fußpilz mit, wuah
Wir sollten die z'sammfangen und ausheilen, vor der Badesaison!

gärtner
30
19.3.2010, 18:16

wieder so ein blödsinnsartikel für bakterienhysterische hausfrauen und monkartige neurotiker.
wenn man keine schweissfüss hat hält sich so ein pilz keinen monat, problem löst sich von selbst.

gaisbock
13
19.3.2010, 14:24
vielleicht sollte man sich über das "Plastikschuhwerk" Gedanken machen??

KhalilG
 
10
20.3.2010, 15:17

trage nur baumwollsocken und schuhe mit ledersohle.
schweißfuß ist mir ein fremdwort!

ritter sperber1
00
21.3.2010, 14:32

auch beim sport ?
also ich schwitz überlicherweise beim sport , und nicht in lederschuhen ...

Miss Spock
10
20.3.2010, 10:21
Vorallem das " billig produzierte " aus Länder ...

... die den Trend nach noch mehr billig produzierte Waren vorgeben...

So Nina
20
19.3.2010, 14:20
Gegen Fußpilz...

...hilft vor allem gründliche, aber nicht übertriebene Hygiene: Nach jedem Duschen die (gesunden) Füße ordentlich abtrocknen und mindestens 3 mal pro Woche mit Fettcreme eincremen.
Im Schwimmbad wenn möglich Badeschlapfen tragen.

Erkrankte Füße müssen sowieso mit Pilzmittel behandelt werden.

Wir gehen mindesten 2mal pro Woche zum Schwimmen, aber mit guter Fußhygiene haben wir seit Jahren keinen Pilz mehr gehabt.

www.luventas.at
10
20.3.2010, 08:24
ihr fußpilz benötigt feuchtigkeit um zu überleben!

denn die fettcreme verstopft ihre poren und sie haben eine kleine sauna zwischen ihrer haut und creme.
ein schaumspray mit feuchtigkeitsgehalt zieht gleich in die haut ein.

Topfenpalatschinke Esterhazy
11
20.3.2010, 06:51

too much detail!

Sabine Werner
10
19.3.2010, 15:03

Ja, und bloß nicht im Hotel barfuß gehen, Bähh. Immer Socken oder Schlapfen tragen, ausser man ist im eigenen Garten unterwegs.

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