Ein weiteres Hemmnis für das in Wels geplante Konzert ist aufgetaucht: Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg
Wels - Die Zeit läuft und womöglich der Stadt Wels davon. Die anfängliche Freude, für den 22. Mai mit AC/DC einen Mega-Event an Land gezogen zu haben, ist verflogen. Die 80.000 Karten für das Open-Air-Konzert der australischen Rocker sind längst verkauft, eine Veranstaltungsgenehmigung fehlt bis heute noch.
Ausgerechnet zu jenem Termin, an dem AC/DC auf dem Welser Flugplatz abheben wollen, brüten abseits der Piste vom Aussterben bedrohte Vögel. Deshalb muss ein Naturschutzgutachten erstellt werden. Nun tauchte noch ein weiteres Hemmnis auf: Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Außergewöhnlicher Schalldruck oder Bodenschwingungen, verursacht von 80.000 tobenden Fans, könnten mögliche Blindgänger zur Explosion bringen. Ein Geophysiker, der das Flugfeld abscannen soll, ist bereits kontaktiert.
Inzwischen hat Linz dem leicht ungeduldig werdenden Konzertveranstalter ein Ersatzgelände am Hafen angeboten. "Dazu äußere ich mich nicht", kommentiert der Welser Bürgermeister, Peter Koits, die Abwerbeversuche aus Linz. (ker, DER STANDARD - Printausgabe, 19. März 2010)