Konsumdenken als "Klimakiller" Nummer eins

21. März 2010, 18:15
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Report des Worldwatch Institutes: Dringend Einstellungsänderung nötig

Berlin - Das Konsumdenken nach westlichem Muster ist der Klimakiller Nummer eins, geht aus dem "State of the World Report 2010" hervor, den das unabhängige Worldwatch Institute verfasst hat. Um eine Zerstörung der weltweiten Ökosysteme zu vermeiden, seien nicht nur umweltfreundliche Technologien oder staatliche Maßnahmen erforderlich, sondern vor allem ein Wandel im Konsumverhalten, fordern die Autoren des Reports "Einfach besser leben - Nachhaltigkeit als neuer Lebensstil". 

Werde Nachhaltigkeit nicht über das Konsumverhalten gestellt, könnten keine Regierungszusicherungen und keine technologischen Fortschritte die Menschheit vor unzumutbaren gefährlichen Umwelt- und Klimarisiken retten. "Consumerism" wird in dem Bericht als Ausrichtung definiert, die Menschen dazu führt, Sinn, Zufriedenheit und Akzeptanz hauptsächlich durch das zu finden, was sie konsumieren.

Ressourcenverbrauch

Schon heute übernutze die Weltbevölkerung die natürlichen Ressourcen der Erde um ein Drittel, heißt es in dem Report. Die Hauptverantwortung dafür liege bei den Industriestaaten: Wenn alle Menschen so viele Ressourcen verbrauchen würden, wie die konsumhungrigen US-Amerikaner, könnte der Planet nur 1,4 Milliarden Menschen ernähren. Doch werden 2050 voraussichtlich rund neun Milliarden Menschen auf der Erde leben. Die 500 Millionen Menschen mit dem größten Wohlstand stellen zwar nur sieben Prozent der Weltbevölkerung, sind aber für die Hälfte der Treibhausgasemissionen verantwortlich. (APA/red)

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