Nach Wilhelm erklärten auch Beck und Hauswald Karriere-Ende
Frankfurt/Main - In Sibirien wird eine außergewöhnliche
deutsche Biathlon-Generation nächste Woche ihre letzten Rennen
bestreiten. Nachdem die dreifache Olympiasiegerin Kati Wilhelm
bereits in der Vorwoche das Ende ihrer Laufbahn verkündet hatte,
zogen am Donnerstag in Oslo Simone Hauswald und Martina Beck nach.
Auch diese zwei Staffel-Bronze-Medaillen-Gewinnerinnen von Vanvouver
ziehen in Chanty-Mansijsk einen Schlussstrich unter ihre Karrieren.
Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner und Andrea Henkel heißen
fortan die Zugpferde im deutschen Biathlon.
"Man sollte aufhören, wenn es am schönsten ist", sagte Hauswald
am
Donnerstag in Olso nach dem Sieg im Sprint, ihrem fünften
Weltcupsieg. Sie war 2009 WM-Zweite im Sprint und in Vancouver Dritte
im Massenstart. Die mit einem Österreicher verheiratete Beck (früher
Glagow), ebenfalls 30 Jahre alt, war die erste Gratulantin. Sie hatte
bei den Winterspielen 2006 Silber im Einzel, in der Verfolgung und
mit der Staffel erobert, 15 Weltcuprennen und 2003 den Gesamtweltcup
gewonnen. "Natürlich ist es schade, dass sie aufhören. Zusammen mit
Kati Wilhelm werden sie eine große Lücke im Team hinterlassen",
meinte Bundestrainer Uwe Mussiggang. (APA/dpa)