Manchester United

Stetig steigt der Ticketpreis

18. März 2010 17:06

Unpopuläre Eigentümer wollen Saisonkarten erneut verteuern, um Schuldenberg zu bekämpfen

Seit die Glazers bei Manchester United das Zepter übernommen haben stiegen die Preise für Saisonkarten in Old Trafford jährlich - insgesamt um durchschnittlich 48 Prozent. Der Trend dürfte sich auch in der kommenden Saison fortsetzen.

Die amerikanischen Eigentümer der Red Devils befinden sich aktuell in Gesprächen mit der lokalen Vereinsführung, auch für die Saison 2010/11 den Fans etwas mehr abzuverlangen. United war in der laufenden Saison der einzige englische Erstliga-Verein der die Preise erhöhte. Die Konkurrenz senkte oder behielt die Kosten für die Fans, mit der Begründung, dass die Wirtschaftskrise auch die Situation der Zuseher erschwere.

Fragwürdige Wirksamkeit

Für eine Saisonkarte zu den 19 Premier League-Heimspielen werden bereits jetzt bis zu 931 Pfund gezahlt. Ein Pfund mehr pro Spiel bedeutete laut Klubberechnungen eine Million Mehreinnahmen im Jahr. Dass die wirtschaftlichen Probleme über die Ticketpreise in den Griff zu bekommen sind, darf bezweifelt werden. Die aktuellen Schulden von ManUnited betragen etwa 716 Millionen Pfund.

Dass die ohnehin bei Fans bereits unpopluären Eigentümer weitere Kritik der Unterstützer auf sich ziehen würden, werde bei der Entscheidung über die Ticketpreise keine Rolle spielen, verriet eine anonyme Quelle aus dem Umfeld der Amerikaner englischen Medien. Fangruppen kündigten eine Boykott an. Der "Manchester United Supporters Trust" geht davon aus, dass viele Fans ihre Abos nicht verlängern werden, um die Glazers aus Manchester zu vertreiben.

Die Red Knights-Gruppe (derStandard.at berichtete) unterstützt die Fan-Aktion. Jenem die ihre Saisonkarte nicht verlängern, werden nach der möglichen Übernahme des Vereins durch die Gruppe eine Ermäßigung bekommen. (tsc)

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Posting 1 bis 25 von 71
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jo mei so is es eben
18.04.2010 15:05

Das Problem bei ManU war, dass der Verein von Glazer übernommen wurde. Dadurch hat sich der Verein verschuldet, weil sich Glazer als Eigentümer selbst verschulden musste, um den Verein überhaupt übernehmen zu können.
Bei Abramovich und Chelsea war das zB nicht der Fall, Abramovich hatte genug liquide Mittel, um Chelsea zu kaufen.

So grotesk es klingt, aber mit ManU wurde aus einem der reichsten Vereine weltweit mit einem Schlag ein Verein mit riesem Schuldenberg.
Merkt man auch bei den Spielerkäufen, da sitzt bei ManU die Geldtasche nicht mehr so locker.
Am besten ablösefrei scheint die devise zu sein.

menf
22.03.2010 08:36
die erlöse für die saisonkarten...

..decken genau die zinsen für die komplett fremdfinanzierte übernahme des vereins...

sorry der firma...

das ist das problem, wenn es keine mitglieder-vereine mehr sind sondern sogenannte wirtschaftsunternehmen, die den heuschrecken hilflos ausgeliefert sind...

deiml
19.03.2010 14:50

ich prophezeie den wiederaufstieg der deutschen bundesliga.

solche beispiele wie das von manu sind in deutschland aufgrund der 50+1 regel unmöglich, die zahlungsmoral ist gut, die vereine relativ gesund (ausnahmen bestätigen die regel: schalke), die stadien sind voll und so schlecht wird dort auch nicht gezahlt.

irgendwann wird das kartenhaus auch in england zusammenbrechen, manchester ist ja nicht der einzige verein dem es so geht siehe liverpool, andere würden nach dem ausstieg ihres mäzens komplett vor dem nichts stehen.

joseba beloki
19.03.2010 16:05

wer hat eigentlich den seltsamen sager "ausnahmen bestätigen die regel" erfunden?
das ist zum einen grob unlogisch und ermöglicht zum anderen jedem schwafler, anders lautende evidenz mit einem obergescheiten spruch zu ignorieren.

politisch verfolgt
19.03.2010 16:53
der spruch ist sogar sehr intelligent

denn erst dadurch, daß etwas dezidiert als ausnahme bezeichnet werden kann, verfestigt sich der rest umso mehr zur regel.

joseba beloki
19.03.2010 17:42

was sie da schreiben ist aber, dass eine regel dann gilt, wenn so wenige andere fälle gibt, dass diese als ausnahmen gesehen werden können (und am besten gibt es gar keine anderen fälle - immerhin wäre die aussage "die deutsche liga ist finanziell gesund" ohne schalke noch deutlicher gültig).
die existenz von anderen fällen (ausnahmen) spricht immer gegen die gültigkeit des als regelfall angenommenen szenarios. und wenn es zu viele ausnahmen werden (nur dass sie das dann nicht mehr als ausnahmen bezeichnen würden) ist die regel als falsch zu sehen.
wenn ich ihnen jetzt sage, dass die italienische liga finanziell gut dasteht, dann nennen sie ein halbes duzend gegenbeispiele und die aussage ist profund widerlegt, oder?

deiml
19.03.2010 21:13
geht eher darum, dass man ohne die ausnahmen nicht sehen kann was die regel ist.


spielte schalke in der seria wäre der schuldenberg nicht sonderlich erwähnenswert und würde folglich auch nicht als bestätigender ausnahmefall der regel auftreten.

anderes beispiel: die österreichische buli ist kein sonderlicher zuschauermagnet, die ausnahme rapid bestätigt die regel.
um die regel zu bestätigen müssen sie die implikationen kennen. so z.b. dass rapid einen zuschauerschnitt von ~15000 hat. da in dem fall rapid aber ausgenommen aus der masse ist wird deutlich dass der zuschauerschnitt der restlichen bulivereine noch weit unter dem -eigentlich international erbärmlichen- zuschauerandrang bei der rapid ist.

wenn sie mal eine sprache gelernt haben werden sie auch erst anhand irregulärer verben merken was die normalität ist.

Haushälterin Steffi Oberholzenberger
19.03.2010 14:12
...

Eigentlich stehen die "..." für "Ohne Kommentar" - aber hier. Die kaufen sich einen Fussballverein mit Schulden, geben diese an den Verein weiter und der kann diese dann abstottern. 800 Millionen Pfund. Und, wer bezahlts? Der "gemeine" Fan.

Joerg A.
19.03.2010 22:57

Da ist allerdings "der gemeine Fan" selbst Schuld, wenn er sein Geld dort ausgibt. "Fan" von einem Wirtschaftsunternehmen zu sein ist allerdings ohnehin eine Sache, die sich mir noch nicht erschlossen hat.

Freibeuter
19.03.2010 14:00

Egal,

Hauptsache Bayern verliert gegen ManU.

Silvio Lackner
19.03.2010 13:05
lang wirds eh nimmer dauern und die Fußball - bubble wird platzen.

Dann darf zB. der Staat Spanien für Real aufkommen, weil die ja "systemrelevant" sind, mit ihrem enormen Schuldenberg.

Wer ein gscheiter Gauner ist, der baut so eine enorme Pleite, dass sie "systemrelevant" ist.

Interista81
19.03.2010 11:12
Ein Pfund mehr pro Spiel bedeutete laut Klubberechnungen eine Million Mehreinnahmen im Jahr.

Nadann, liegt die Lösung der Probleme wohl auf der Hand, oder? 716 Pfund pro Spiel mehr und alles ist in Ordnung ;-)

Ui, jetzt bin ich in die ÖBB-Preiskalkulation eingetreten, ob das gut ist ...

zkk
 
19.03.2010 11:07
kann mir bitte wer sagen, warum die united-fans gelb-grüne schals haben?

auf dem foto sieht man ein transparent "mufc" auch in diesen farben? warum?

ZOLAISGOD
19.03.2010 14:35

das sind die farben von newton heath, dem vorgaengerklub von united. als der dann vorm bankrott stand haben 4 businessleute aus manchester den klub gerettet und eine namenswechsel vorgeschlagen.....

Ziegen Käse
19.03.2010 11:41

das sind die gründungsfarben von manu - rot kam erst mit beginn des 20.jhdt. dass ist ein "stiller" protest gegen glazer. damit soll gezeigt werden, dass es den verein - und vor allem den support- schon länger gibt, und auch länger geben wird, als irgendwelche konzerne.

bananee
19.03.2010 13:40

naja, allzu still ist der protest nicht :)

Austrianer was sonst.....
19.03.2010 10:23
Tickets PREMIER LEAGUE

PREMIER LEAGUE ADULT / SENIOR/ JUNIOR TICKET PRICES
Stand Adult Senior Junior One United Members
North/South Stand Centre £49.00 £20.00 All Stands £10**
North Stand Upper Wings £46.00 £20.00
South Stand Wings £46.00 £20.00
North Stand Tier 2 Centre £43.00 £20.00
North Stand Tier 2 Wings £41.00 £20.00
North/ South Lower Wings £41.00 £20.00
North and South Lower Centre £43.00 £20.00
North East Quadrants Tier 2 £41.00 £20.00
North West Quadrants Tier 2 £41.00 £20.00
North East Quadrants Tier 1 £37.00 £18.50
North West Quadrants Tier 1 £37.00 £18.50
East Stand Upper £36.00 £18.00
West Stand Upper £36.00 £18.00
East Stand Tier 2 £36.00 £18.00
West Stand Tier 2 £36.00 £18.00
Family St

The Stig
19.03.2010 11:40

"This is aber very happig!"
(Louis des Funes)

The Man With the Plan
19.03.2010 10:12

Also erstens steht da "bis zu" 931 Pfund. Das heißt es gibt bedeutend günstigere Saisonkarten...?

Und außerdem kann man mit dem Verkauf von ein paar Karten (natürlich nicht um den Einkaufspreis) sich einen Großteil des Preises refinanzieren.

btr
20.03.2010 08:31
es spricht ein echter fan

The Man With the Plan
22.03.2010 09:32

Sie sind wohl auch einer der "es muss alle Karten zu leistbaren Preisen geben, nur wehe, wenn wir nicht 99% aller Spiele gewinnen, dann müssen Köpfe rollen"-Fans?

Das Problem ist, dass guter Fußball auf Dauer Geld kostet, und irgendwoher muss es kommen.

Abdur1892LFC
19.03.2010 07:44
Umsatz

manu is das 3 umsatzstärkste team ca 350 mio im jahr

ravenna
19.03.2010 09:52
Ja, und?

Eine Firma die doppelt soviele Schulden wie Umsatz hat, wäre schon längst in Konkurs.

Geronimo 02
19.03.2010 08:26
toll

und was wollen sie damit sagen?
dass 49 pf für ein spiel (spich € 55 oder für alle, dies noch immer nicht kappiert haben ös 750) ein pappensiel ist?
zumindest für die glazers.
aber man muss schon sehr viel humor (besonders britischen) haben, um sich das an zu tun.
trotzdem hab ich noch nicht verstanden, was sie mit dem vergleich meinten:
manu hat einen umsatz von 350 mio und einen schuldenstand von 716 mio?
gibt es da für sie einen zusammenhang?
wenn ja, welchen?
oder wollten sie damit die derzeitigen irren verhältnisse im fußball aufzeigen?!?

LL MM
19.03.2010 09:53

Es gibt nur ein Faktum: 2005 wurde United von Glazer übernommen. Damals hatte United KEINE Schulden, sondern war höchst profitabel. Glazer nahm ein Riesen-Darlehen auf, um den Klub kaufen zu können. Das Darlehen muss jetzt der Klub abstottern, daher die irren Schulden.

Also kein Klub, der über die Jahre hinweg nicht mit seinem Budget haushalten konnte, so wie es bei vielen anderen europäischen Topklubs der Fall ist.

Manchester United galt wie die Bayern als eine der ganz wenigen positiven Beispiele, was das Wirtschaften bei Fußbballklubs anlangt.
Daher ist das ganze doppelt traurig.

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