Viel Spiel in Rudolfsheim

Maria Sterkl, 19. März 2010, 15:04
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foto: standard/newald

Es gibt Bezirke mit einerm besseren Image als der Fünfzehnte. Rudolfsheim-Fünfhaus ist ebenso Migrantenbezirk wie Ottakring, aber auf die Trendiness des Brunnenmarkt kann der Meiselmarkt nur neidisch schielen. Und während der 16. den Arbeitsstrich hat, floriert im 15. der Sexarbeiterinnen-Strich. Der sorgt zwar für höhere Umsätze, aber auch für höheres Konfliktpotenzial.
Ist der 15. eine No-Go-Area?

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21 Postings
Senftube
00
wie wäre es mit...

...mehr echten grünflächen - so mit wiesen, gebüsch und bäumen?
statt der schicken kunstwerke aus der ansichtssache hätte ein bisschen renaturierung genauso platz und würde bestimmt mehr spaß machen.
die oben dargestellten spielplätze sehen neu bestimmt alle schick aus, aber spätestens wenn die ersten 100 leute in dunkle eckerln gelullert haben, werden die tollen einrichtungen niemanden mehr recht begeistern.

zumal es den kindern meiner ansicht nach nicht an möglichkeiten mangelt sondern an "artgerechten" auslaufstätten. und artgerecht heißt nicht beton, plastik und gummi sondern grünzeug, gebüsch und bäume.

Kleinpo
00
24.3.2010, 14:42

Ich würd aber gern durch die ganze Stadt bouncen. Huiiii!

tassen im schrank
11
21.3.2010, 18:20
bin bewohner dieser gegend...

...und freue mich über jede initiative zugunsten der kleinen. sinnvoller als kleine spielplatzangebote würde ich jedoch eine umkehrung der bestehenden verhältnisse finden:

flächendeckend spielstraßen, die diese bezeichnung auch verdienen und partiell parkzonen.

KTHXBYE
10
20.3.2010, 22:19
"Für alle Entwürfe gelte, dass sie auch ganz bewusst auf die Bedürfnisse der weiblichen Nutzerinnen eingehen, sagt Lefaivre."

Wie das? Rosa war da nichts. Bissl Lesbenlila, aber sonst ...

Madame Haram
00
21.3.2010, 15:16
Nur kein Neid. Die nette Phrase soll vermutlich nur umschreiben, dass auch ein eigener Mädchen-Auslaufplatz eingeplant ist, sodass auch Mädchen aus den immer zahlreicher werdenden frommen Bereicherungsfamilien auf die Gasse dürfen

(war ja bei dem Mädchen-Zentrum in Ottakring auch ein zentraler und offen ausgesprochener Punkt).

Dass man sich aber in unserer wunderbaren multikulturellen Zeit auch Buben mit bestimmtem Hintergrund etwas mehr widmen sollte, würde ich stark befürworten. Aber vielleicht wird ja auch eine der "dezentralen Spielflächen" ("So werde die Konkurrenz verschiedener Herkunftsgruppen um einen bestimmten Platz, wie etwa den Fußballkäfig im Park, vermieden, erklärt Lefaivre") für österr. Buben (oder auch "Minderheitsmigrantenkinder") reserviert. Wenn sie brav "Bitte" sagen.

porteño1
67
20.3.2010, 17:04

Es ist ja fein, daß für die lieben Kindlein Spielplätze am laufenden Band geschaffen werden. Gibt's für oldies auch Erholungszonen, also Bereiche, wo sie nicht dem Terror der Kindlein ausgeliefert sind und angefeindet werden, wenn sie um etwas weniger Lärm bitten? In ganz Wien gibt's keinen Park mehr, der nicht mit scheußlichen Rutschen, Ringelspielen und anderem Spielzeug zugepflastert wird. Alles für die Kinder, nichts für die Alten.
(Viele rote Stricherl erbeten!)

Senftube
00
hm

ich wohne ja weit draußen am grünen stadtrand und kenne mich daher mit den mit rutschen und ringelspielen zugepflasterten innenstadtparks nicht aus.
aber...
im stadtpark ist der spielplatz von den bankerln weit weg.
im volksgarten kenne ich keine derartige einrichtung.

oder?

und wo sollen denn die kinder im innerstädtischen bereich spielen? in den tollen mehrzweckräumen in ihren betonwohnhausanlagen, damit sie niemanden stören? oder soll man sich dort einfach nicht fortpflanzen?

Thanks for all the fish
00
20.3.2010, 12:19

So ein Bouncer-Kinder-Erwachsenen-Hüpfburg direkt neben der Straßenbahn erscheint mir höchst gefährlich. Weiß sowieso nicht was ein Straßenbahn inmitten einer Spielplatz verloren hat.

THE MGT.
00
21.3.2010, 00:19

Die Bim fährt auf der Mariahilferstraße. Das (ehemalige) Schwendermarktareal liegt deutlich tiefer, schätzungsweise 3 od. 4 Meter. Bergauf zu "bouncen" wird eher schwer möglich sein. Wobei in der Grafik ohnehin der Gehsteig fehlt.

Datenmeer
210
20.3.2010, 10:28

>>Denn beim Spielen kommen die kleinen Leute zusammen - egal welcher Herkunft. Und niemand sei für das Projekt geeigneter als die Studierenden der Angewandten, die ja "mindestens so multikulturell wie die Bewohner des 15. Bezirkes" seien.<<

Wow, die Frau Professorin hat ja wirklich Ahnung davon, wo die "kleinen Leut" zusammen kommen und sich gegenseitig eine reinhauen. Und klar, StudentInnen des Angewandten Elfenbeinturms haben sicher echt Ahnung von der Arbeiterklasse in Rudolfsheim....(sic!)

Madame Haram
00
21.3.2010, 15:22
Wobei sich die gute Frau

offenbar selbst nicht ganz darüber im Klaren ist, ob sie gut gelaunte Phrasen dreschen soll oder lieber der Wahrheit die Ehre geben soll:

"Die Idee im Hintergrund des Masterplans war, nicht nur wenige, große, sondern viele dezentrale Spielflächen zu haben. So werde die Konkurrenz verschiedener Herkunftsgruppen um einen bestimmten Platz, wie etwa den Fußballkäfig im Park, vermieden, erklärt Lefaivre."

hast1
18
20.3.2010, 18:56
Denn beim Spielen kommen die kleinen Leute zusammen

kann man im auer-welsbach park beobachten.
da ist die migrantenwiese, und ein stückerl weiter die inländer (und hunde) wiese.
da kommt nix zusammen.

goope
00
20.3.2010, 09:39

Ich seh auf Bild 6 nur Blau und Lila.

PS: "Schwendermarkt-Bouncer" :D Wort des Monats!

goope
00
20.3.2010, 09:38

Ich seh auf Bild 5 nur Blau und Lila.

PS: "Schwendermarkt-Bouncer" :D Wort des Monats!

Simplicius Simplicissimus
10
19.3.2010, 23:59
Und wieder ...

... wird zu Tode saniert. Geschmacklosigkeit erhöht die Mieten. Und das war's dann auch schon ...

Peter Binder
00
19.3.2010, 20:06
Also...

... diesen Bouncer würd ich sofort benutzen.

Ain't got no how watchamacallit
00
19.3.2010, 19:21

ich mag den froschspielplatz.

MR L
00
19.3.2010, 18:50
@ bild9

Stadt lounge stgallen:
http://www.lostateminor.com/wp-conten... e-laem.JPG
...gar nicht so utopisch

da scheinen mir andere entwuerfe schwieriger umzusetzen...manche werden hoffentlich nie umgesetzt.

Müff
019
19.3.2010, 17:29
Der 15. hätte heute ein ebenso trendiges Zentrum wie der 16.,

wenn Mitte der 90er nicht der alte Schweglermarkt verkauft, warm abgetragen, und ersetzt worden wäre durch: ein seelenloses Einkaufszentrum und die noch trostlosere Betonwannenwelt ("Wasserwelt"), Mahnmal für die unheilige Allianz aus ahnungslosen Politikern, selbstverliebten Architekten, geförderten aber unterforderten Künstler und zuviel Steuergeld, das es für irgendwas mit Kunst zu verbraten gilt.

Was also liegt näher als einen eh schon abgetöteten Bezirk zur Spielwiese für den Nachwuchs aus der Angewandten zu machen!

THE MGT.
01
21.3.2010, 00:29
Schweglermarkt? Sie meinen vermutlich den Meiselmarkt?

Die Umsetzung des neuen Meiselmarktes im Inneren des früheren Wasserreservoirs ist allerdings mitsamt der "Wasserwelt" tatsächlich von vorn bis hinten mißlungen. Da hätte es, allein schon durch die Architektur des Reservoirs mit seinen Bögen und weiten Räumen, sehr viel interessantere Möglichkeiten gegeben. Die Idee mit dem Wasser war ja nicht schlecht. Die Brunnen sind, bis auf den vor der Kirche (der aus Stein, nicht das seltsame orange Gebilde vom ersten Foto oben), leider durchwegs unansehnlich. Die übrige Fläche zuzubetonieren statt ein paar Bäume zu pflanzen und Wiesen anzulegen war wohl die billigste Lösung. Immerhin positiv: Wenigstens wurde nicht alles komplett zugebaut und mal nicht nur an Autofahrer gedacht.

Ava Tar
05
19.3.2010, 19:20

immahin gibts noch das schutzhaus auf der schmelz

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