Kanton Genf will Gaddafi-Sohn entschädigen

17. März 2010 17:35

EUsieht Schengen-Zusammenhalt wegen Streits um Visa-Sperre in Gefahr

Bern - Die Genfer Behörden sind offenbar bereit, den libyschen Präsidentensohn Hannibal Gaddafi zu entschädigen. Der hatte eine Wiedergutmachung von 100.000 Franken (69.000 Euro) gefordert, weil die Tribune de Genève Polizeifotos veröffentlicht hatte, die ihn in Polizeigewahrsam zeigen. Hannibal war im Sommer 2008 in Genf vorübergehend festgenommen worden, weil er zwei Bedienstete misshandelt haben soll.

Doch ob eine Zahlung reicht, um die Gaddafi-Familie zu besänftigen, ist fraglich. Libyen hatte nach der kurzzeitigen Verhaftung zwei Schweizer Geschäftsleute in Tripolis festgenommen; der eine von ihnen sitzt immer noch im Gefängnis. Seither läuft zudem ein veritabler Visa-Kleinkrieg zwischen den Ländern: Die Schweiz verhängte eine Einreisesperre gegen den Gaddafi-Clan und führende libysche Bürger, Libyen erschwerte dagegen sämtlichen Schengen-Bürgern die Einreise.
Diese Einreisesperre wiederum sorgt vor allem in Italien für Ärger. Deshalb will Italiens Außenminister Franco Frattini am Montag in Brüssel seine Amtskollegen dazu auffordern, die Visarestriktionen zu lockern und Libyern trotz Einreisesperre in die Schweiz die Einreise in den Schengenraum mit einem Visum zu ermöglichen.

Am Mittwoch verlangte die EU, den Konflikt um die Einreise von Libyern rasch zu beenden. „Die Schweiz muss rasch und so wirksam wie möglich handeln, um diese bilaterale Frage zu lösen, die den gesamten Zusammenhalt in der Schengen-Zone infrage stellen könnte", sagte ein Sprecher. Gaddafi - der am Dienstag auch eine Teilung Nigerias vorschlug - fordert von der EU eine Entschuldigung für das Einreiseverbot. (kbo, DER STANDARD, Printausgabe, 18.3.2010)

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kalunde
 
18.03.2010 16:04
jetzt werden wir ja alle sehen

wieviel die vielgepriesene Solidarität der EU wert ist.

Nicht sehr viel, schätze ich mal. Warten wir ab bis zum 6.April.

Schaumer moi, no sengmas scho

Sägnüt
 
18.03.2010 20:58
Die Möglichkeit, nationale Visa (D-Visum) auszustellen, gibt es allerdings bereits jetzt schon, wenn man dies aus Rücksicht auf die Idee des Schengenraumes auch nur begrenzt macht:

http://www.help.gv.at/Content.N... 20600.html

http://bazonline.ch/schweiz/s... 1510?track

Die "Drohungen" Italiens beziehen sich letztlich nur auf eine Möglichkeit, multinationale Visa für mehrere ausgewählte Länder des Schengenraumes auszustellen:

http://www.drs.ch/www/de/dr... frage.html

Die Italiener wedeln zwar schon mit dem Schwanz, angesichts der Knochen, die ihnen ihr Herrchen hinwirft (Tessin, Bankenbeteiligung,...), aber erst mal muss die Beute gerissen sein...

Julian m. aus c.
18.03.2010 15:54

die schweiz sollte österreich und slowenien um eine überflug-genehmigung für die FA/18 Staffel anfragen!

italien hat, europäisch gesehen, wiedermal versagt. das nächste mal sollte man berlusconi etwas grösseres um die ohren hauen!

Ceteris paribus
 
18.03.2010 17:01

Schweizer F-18
Whuahauahua .... da werden sich dann die Libyer fürchten whuahua ...

Walther von der Vogelweide, der 1.
18.03.2010 12:39
bin schon weg ...

Auf in die Schweiz zum Bediensteten misshandeln (mit Fotograf) zum anschließenden Abkassieren.

Empfehlung: Vorher mit den "Bediensteten" absprechen
und die Entschädigung 50 : 50 aufteilen.

Die Pein
18.03.2010 14:30

Brauchst keinen fotograf und niemanden prügeln, einwenig randale reicht schon. Hauptsache man verhaftet dich und die polizeifotos kommen in die presse (datenschutz (schau das die fotos auf papier sind und nicht auf CD)). Tipp: Nimm dir einen fähigen anwalt.
thats it!!

Innowa fährt - Anni muss
18.03.2010 13:42

ach so, Ihr Vater ist Diktator in einem erdölexportierenden Wüstenstaat. Meiner selbstverständlich auch.

helge schneider
18.03.2010 11:21
ob der "zusammenhalt der schengen zone"

wirklich soooo gefährdet ist glaub ich ja nicht.
gaddaffi ist ein psycho, jeder weiß das. und vor solchen narren in die knie zu gehen wäre ein feines zeichen für die zukunft.lol

Gerhard Müller
18.03.2010 10:59
Also, ich steh auf den Gaddafi

er hat irgendwie sowas unmittelbares an sich. Da weiß man gleich, woran man ist.

Er ist nicht schlechter als irgendwelche europäischen Beamtenpolitiker, wahrscheinlich sogar deutlich intelligenter.

Der Unterschied ist doch nur, dass er bunt ist. Aber eines ist er sicher: Er ist ein ausnehmend kluger Kopf, sonst hätte er sich nicht seit 40 Jahren an der Spitze gehalten. Und das funktioniert - wenn man sich andere islamische Länder anschaut - offenbar recht gut.

Wir ärgern uns doch nur, dass er seinen eigenen Geheimdienst hat und nicht einen, der Vom CIA oder vom Mossad unterwandert ist.

Den Leuten in Ägypten jedenfalls gehts schlechter.

friedrich wilhelm voigt
03.04.2010 14:04

richtig.

Die Pein
18.03.2010 10:50
Wer weiss mehr?

jetzt-will-er-auch-die-eu-auf-knien-sehen

http://www.blick.ch/news/ausl... hen-142832

habe sonst noch keine anderen berichte gefunden.

Pestalozzi
18.03.2010 10:33

Die Genfer Behörden haben eine Entschädigung beschlossen: aber nicht für die Verhaftung, sondern für die Veröffentlichung von Polizeifotos in der Tribune Geneve. Wenn wegen der Art der Berichterstattung am Ende eine Ganze Nation in Geiselhaft von Tyrannen gerät - wie auch z.B. in Dänemark - sollten sich Polizisten ernste Gedanken über ihre Amtsverschwiegenheit und Journalisten über ihre Verantwortung in der Art ihrer Arbeit machen. Opfer solcher Sensationsgier werden jene, die ohne ihr Wissen und Wollen hineingezogen werden.

NONE
18.03.2010 10:25

Das Problem ist das die EU die Schweiz im Stich lassen.

Peinlich EU. Wieder einmal zeigt sich das Geschäfte wichtiger sind als Menschenrechte.

Wieso ist man Diktatoren so lasch gegenüber bitte?

Innowa fährt - Anni muss
18.03.2010 10:31

ähm... Bankgeheimnis... Steuer-CD... Klingelt da vielleicht etwas?

Eine Hand wäscht die andere (und nicht das Geld)

geniusgenitalis
18.03.2010 10:15
na und?

was haben die lybier schon was wir brauchen? öl gibts woanders auch...

die schweiz und der schengen raum muss ihr gesicht wahren und gerechtigkeit siegen lassen!!

Besondere Kennzeichen: keine
18.03.2010 09:52
Was mir an der ganzen Sache so gefällt:


Bei jedem Pups, den der Irre in der Wüste in dieser Sache fahren lässt, werden die fraglichen Bilder in der einschlägigen Boulevardpresse erneut veröffentlicht. Zur dokumentation natürlich...

Karl Labruni
18.03.2010 08:01
Die liebe EU zeigt ihr Gesicht!

"Am Mittwoch verlangte die EU, den Konflikt um die Einreise von Libyern rasch zu beenden. „Die Schweiz muss rasch und so wirksam wie möglich handeln...""

Die Schweizer sind doch die einzigen die in dieser Angelegenheit überhaupt handeln (müssen)!!!

stormy andy
 
18.03.2010 07:31
was lernen wir daraus?

wer in der schweiz jemanden misshandelt bekommt entschädigung - stark verkürzt.
oder ist das nicht immer so?

nodiesop
18.03.2010 07:55
eigentlich nicht

er bekommt die Entschädigung für die Veröffentlichung der Bilder von seiner Verhaftung...

mich würde interessieren, ob das jetzt jeder bekommt wenn Fotos von ihm/ihr ungefragt veröffentlicht werden...

da drängt man sich 1mal im Jahr irgendwo ins Bild und kassiert rund 70.000 Euro dafür...

das wär ein schöner Job...

jo eh
18.03.2010 01:01
appeasement

hat eben viele facetten

insertnamehere
 
18.03.2010 00:18
Die Krätzn soll samt dem italienischen Außenminister schei**en gehn!

Wie tief sind wir als Eu überhaupt gesunken, dass wir mit solchen Figuren überhaupt reden?

Worüber?

Wenn der seine Sklaven prügeln will, soll er das daheim tun - idealerweise ohne IRGEND ein westliches Produkt auch nur in Hörweite.

JAAAA, auch die pinke Packung Tempos gehört diesem Raubritter-Clan gestrichen.
(Ich weiss, "Raubritter" passt nicht wirklich, klingt aber immer noch besser als "Wegelagerergesindel")

Gerhard1967
18.03.2010 12:15
Ihre Ansicht tut mir aber auch sehr weh ...

... "soll er sie daheim schlagen" -> er soll gar niemanden schlagen, so einfach ist das ...

Liebe Grüße

dieDritteGeneration
17.03.2010 21:03

Je mehr man ihm gibt, bzw entgegenkommt, desto mehr neue Forderungen werden ihm einfallen.

Als Tripolis noch ein klassisches Piratenloch war, hat man einfach Kriegsschiffe davor plaziert und die vollständige Kapitulation gefordert, andernfalls würde die Stadt in Schutt und Asche gebombt. Damals hat das ausgezeichnet funktioniert.

tramezzino
18.03.2010 09:50

aber jetzt haben die piraten öl, stahlwerke, zementfabriken und anderes...

Atlas Shrugged
 
18.03.2010 10:11

z. B. die Bank Austria :)

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