Kremsmünster

Keine Barmherzigkeit für die Peiniger

Guido Tiefenthaler, 17. März 2010 17:36

"Zombie-Anstalt" Kremsmünster: Versuch einer Selbstfindung

Gleich vorneweg: Ich hatte Glück. Ich wurde nicht sexuell missbraucht. Ein paar Ohrfeigen, Kopfnüsse, das an Ohren oder Haar Bis-zu-den-Zehenspitzen-Hinaufgezogen werden, mehrere Male verbal coram publico der Lächerlichkeit preisgegeben und als "Höhepunkt", einmal von Pater A. - weil während des Mittagsstudiums beim Reden mit dem Nachbarn ertappt - an den Haaren durch den ganzen Studiersaal geschleift und den Rest der Stunde erniedrigendes Strafknien vor der gesamten Abteilung. Mit diesem „Record" kann ich keinen einzigen Altkremsmünsterer beeindrucken. Wie gesagt: Nie das rote Sofa, nie Opfer geradezu rituell-sadistischer Gewalt, wie sie für manch andere auf der Tagesordnung stand.

Trotzdem stehe ich nun, nachdem die „Sache" aufflog, vor dem Scherbenhaufen m/einer 31 Jahre alten Lebenslüge. Es ist unfassbar - am allermeisten für mich selbst: Aber erst durch die Aussagen meines ehemaligen S. in den OÖN Klassenkollegen wurde es mir möglich, „Kremsmünster" (Internat, aber auch Schule - die Präfekte waren ja auch Lehrer) so zu sehen, wie es (für mich) wirklich war: Ein System, das Kinder brach und zum Funktionieren brachte - und barmherzig zu Sadisten war. Ein System, aus dem es für zehn bis vierzehnjährige Kinder kaum ein Ausbrechen gab: Die Präfekten waren teilweise zugleich Lehrer, Chorleiter, Jungscharleiter und Beichtväter. Und die Eltern? Manche hatten Glück und konnten zu Hause etwas erzählen, ohne befürchten zu müssen, dies könnte als kindliche Phantasie oder Übertreibung abgetan werden. Und was hätten wir auch erzählen können? Es waren ja nur Andeutungen und das Alles überstieg zumindest meine kindliche Vorstellungskraft bei Weitem.

Ich lernte daher zu schweigen - so wie ja alle anderen rundherum schwiegen: eben die Eltern, die Klosterverantwortlichen, die weltlichen Lehrer (die über die Verhältnisse natürlich Bescheid wussten; die meisten von ihnen ware ja selbst Ex-Kremsmünsterer) und auch die zwei Präfekten (von damals acht) im Internat, die ich als integer erfuhr. Ich lernte so erfolgreich schweigen, dass es 31 Jahre anhielt.

Kremsmünster war ein nach allen Regeln der Kunst konstruiertes autoritäres Regime: totale Unterordnung, Schweigen und Angst waren das Ziel des Systems, das nebenbei einen hohen Spaßfaktor für mehrere offensichtlich sadistisch veranlagte Präfekten bot. Eherne Regeln, Willkür der Herrschenden und Gewalt in zahlreichen Erscheinungsformen. Und es war in seiner Geschlossenheit ein ebenso perfides wie perfekt funktionierendes System: An wen hätten wir uns sonst wenden sollen, als an die Präfekten und Lehrer, um zumind. jenes absolute Minimum an Anerkennung und Zuneigung zu bekommen, das man gerade in diesem Alter so dringend braucht? Zuneigung, die - wenn überhaupt, dann - meist so gnädig-herablassend oder mit eine so zombiehaften Lächeln gewährt wurde, dass ich selbst als 12-Jähriger am liebsten gleich wieder darauf verzichtet hätte, wenn ich sie nicht so dringend gebraucht hätte.

Und wie es in gut funktionierenden autoritären Systemen üblich ist, war es auch in Kremsmünster: die Schüler identifizierten sich großteils mit dem System und ihren Repräsentanten. Dies geschah dadurch, dass man die Ängste in halbgaren Scherzen einzufangen suchte und das Internat generell als anspruchsvolles Survival-Training verstand - so wie eben manche Eltern und vor allem die Präfekten auch. Wer acht Jahre Kremsmünster übersteht, der wird sich in der Welt draußen (die Welt war acht Jahre lang sehr weit draußen!) bewähren, lautete das allen gemeinsame Credo. Und das Verhalten wurde ebenfalls den „Vorbildern" angepasst: Schüler vs. Schüler, das war oft wahre Brutalität. Wie eine perfekte Kopie der Präfekten lebten manche Oberstufler ihre eigenen Erfahrungen an den Erst- und Zweitklasslern aus - und wenn es nur eine schnelle Watschen auf dem Weg in den Speisesaal war.

Wer das System nicht ertrug und Schwäche zeigte, war ein Verlierer. Wer durchhielt dagegen ein Held - und es sind diese Heldensagen, die sich Ex-Kremsmünsterer immer wieder gerne in Erinnerung rufen - und damit, so wie ich, auch danach noch in dem System gefangen bleiben. Sich - obwohl gebrochen und zutiefst verängstigt - als Held fühlen zu dürfen, ist eine Droge, die offensichtlich Jahrzehnte nachwirkt.

Ich hatte schon lange ein Unbehagen an diesen Heldenerzählungen, doch erst jetzt begreife ich, warum. In Wahrheit waren sie nur die ins Erträgliche verkehrte Scham darüber, so behandelt worden zu sein, sich so behandeln haben zu lassen und teils selbst (Mitschülern gegenüber) so gehandelt zu haben.

Mag sein, dass ich im Schock, den die Enthüllung nun in mir ausgelöst hat, überreagiere. Aber ich fühle, dass es für mich so ist - und mich zu spüren, wenn ich an diese Zeit denke, tut gut, auch wenn es mich sehr traurig macht. Denn Jahrzehnte hatte ich das schwer fassbare Grundgefühl, nicht bei mir zu sein. Ich bin nahezu perfekt darin, zu erahnen, was andere von mir möchten - noch bevor diese es selbst wissen. Aber ich weiß bis heute nicht, wer und was ich selbst sein will. Es fühlt sich eigenartig an, nur als Über-Ich in Körperhülle herumzulaufen.

Mein inneres Kind hat seit dem September 1979, als ich ins Internat kam, immer allen misstraut - auch mir selbst: zurecht. Zombies vertraut man nicht. Das ganze Internat war letztlich eine Zombie-Anstalt, voll femdgesteuerter, ihrer selbst entfremdeter, Untoter - vom Internatsleiter über das Gros der Präfekten bis hin zu den Zöglingen. Nicht zufällig wurde der - speziell aus mehreren regulären Internatsabteilungen "bestückte" Schlafsaal, der in einem abgelegenen Trakt neben dem Zimmer (mit Verbindungstür) von Pater A. lag, "Hades" genannt: Das griechische Pendant zum Reich der Zombies.

Ich bewundere und freue mich für alle, die - so wie Josef C. Aigner ("Standard"-Kommentar) - offenbar diese Zeit aufgearbeitet haben. Ich vermute aber, dass nicht nur ich, sondern hunderte andere Ex-Zöglinge jetzt (erstmals) vor der Entscheidung stehen, sich ihrer Internatsvergangenheit nicht nur rational, sondern mit ihrem Fühlen zu stellen. Ich jedenfalls fasse es noch immer nicht, wie ich all das und mich selbst so lange verdrängen konnte.

Wie gesagt: Mir wurde vergleichsweise wenig äußerliche Gewalt angetan. Man könnte sage, dass ich im Vergleich zu anderen überhaupt kein Opfer war. Bis vor wenigen Tagen habe ich mich selbst nicht als Opfer gesehen - und ich bin sicher, viele Ex-Kremsmünsterer sehen das auch jetzt noch so. Aber ich habe jetzt ein inneres Bild vor mir: Jenes zehnjährige Kind, das im Spetember vor 31 Jahren mit zwei Taschen und der Mutter mit einer Mischung aus Spannung, Vorfreude und Angst die Treppen zur 1. Abteilung hinaufging. Und wenn ich an dieses zehnjährige Kind in mir denke habe ich einen großen Wunsch: Es so voll Liebe, Freude und Stolz in den Arm nehmen zu können, wie ich das täglich mit meinen Söhnen mache.

PS: Es gab auch persönlich integre Menschen im cremifanensischen Umfeld, keine Frage. Und ich bin nun verleitet, hier den Stehsatz "Für sie persönlich tut es mir leid" folgen zu lassen. Aber mehr wünsche ich ihnen (so wie mir u. allen Ex-Kremsmünsterern), dass sie den peinlichen Skandal für sich als Chance nutzen können. Barmherzigkeit den Tätern gegenüber, auch wenn sie selbst als Kinder Opfer dieses Systems waren, halte ich nicht für angebracht. Denn barmherzig sein ist in diesem Kontext nur ein anderes Wort für zudecken und aufs Neue verdrängen.

Guido Tiefenthaler, Journalist in Wien, von 1979 bis -87 in Kremsmünster

Kommentar posten
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Killa vomBilla
23.03.2010 00:00
Wow

In Wien leben doch die irren nicht am Land wo nur anständige gläubige unterwegs sind.

Oder doch nicht sind am Land die Perversen an der macht!!

Lustiger brd4020 hatten die Lehrer bzw Erzieher nicht
die Aufgabe zu schützen zu fördern zu formen??
Kann jeder Perverse in so einem Internat
unterrichten,für was gibts noch a Studium??

brd4020
21.03.2010 23:53
wer von euch ohne sünde ist, werfe den ersten stein.

unter den ganzen postern befinden sich einige, die auf eine gruppe einschlagen, die zweifelsfrei aus dem verkehr gezogen hätte werden sollen, ehest, als die vorgänge bekannt wurden (das alles weiss man ja schon länger). man sollte aber all jene nicht vergessen, die zum beispiel zuhause die eigenen kinder (oder frauen) missbrauchen und unterdrücken, auch heute noch. die machen sich ebenso schuldig. jeder sollte den mund aufmachen, der etwas erfährt. mit allen möglichen gewaltfantasien gegen die täter wird die welt jedoch nicht schöner. ich vermisse in den postings etwas differenziertes vorgehen. aber womöglich haben sich die werten schreiber ja von einer anderen, nicht so qualitätsvollen zeitung, hierher verirrt.

jumpingjack flash
22.03.2010 10:40

die kirche wird also ab nun niemanden mehr kritisieren - auch die frauen dien abtreiben nicht - nur keine steine wefen!
derzeit geht es NUR um die kathol. kirche - während familie nicht vermeidbar ist, sind es kinderschändende geistliche schon. als christ habe ich gehofft dass der papstbrief etwas bewirkt - seit der gestrigen "im zentrum" diskussion und statements wie dem ihren bin ich skeptisch.

brd4020
23.03.2010 02:02

habe ich mich so missverständlich ausgedrückt? alle, die jemand anderen missbrauchen, gehören sofort aus dem verkehr gezogen und nicht erst 40 jahre später! sowohl die 1% abwegigen geistlichen, als auch alle anderen, die ihre sexualität nicht unter kontrolle haben. den missbrauch in der familie als nicht vermeidbar einzustufen, finde ich eine eigenartige einstellung. deswegen auf die kirche pauschal einzuprügeln, ist nicht differenziert. dass die hohen funktionsträger der kirche allesamt kein einziges klares wort finden und nicht spätestens jetzt angemessen reagieren, ist allerdings sehr wohl erschreckend. die täter gehören therapiert und von den opfern ferngehalten. erschießen, wie in einem andern statement gewünscht, ist keine lösung

jumpingjack flash
23.03.2010 09:36
forttsetzung

http://diepresse.com/home/pano... ect=544836

der hirtenbrief bezog sich ausschliesslich auf irland.
wann wird für österreich etwas gesagt? wann gibt es hier konsequenzen. wie ist es möglich dass so ein depp bischof wird? wie ist es möglich dass er es bleibt??? wir sind dabei gewalt und missbrauch aufzuarbeiten und dieser arme mensch setzt ein deutliches signal dass schläge in der erziehung gut sein können? als privatmeinung schlimm, als aussage eines bischofs untragbar!
in manchen fragen (zölibat) sind wir peinlichst auf bibeltreue bedacht, steht wo was, dass jesus die kinder die zu ihm kamen geohrfeigt hat?

jumpingjack flash
23.03.2010 09:17

wenn die kirche/hohe vertreter in der jetzigen situation auf andere hinweist tut sie das, was man nicht darf: steine werfen!
wenn d. eigene aufarbeitung, die entschädigung v. opfern, heilung d. täter perfekt gelingt werden sich andere beispiel nehmen.
jetzt ist der balken im eigenen auge angesagt!
zynisch: schusters aussage dass in Ö jeder täter selbst verantwortlich ist. missbraucht v. besitzlosem ordensbruder? - pech gehabt.
warten wir ab wie schnell die vorwürfe wegen vertuschung (auch gegen ratzinger) geklärt werden, wie lange bischöfe die 2010 die "gesunde" ohrfeige rechtfertigen ect. noch im amt sind.
haben wir als kirche immer differenziert? waren nicht "böse" mächte wie kommunismus, parteien, sexuelle revolution usw. schuld?

paff1
18.03.2010 20:59

Lasst die Kinder South Park schauen!

Löwinski
18.03.2010 19:14
danke

danke für ihren text. meine internatsvergangenheit liegt noch nicht so lange zurück (1986 bis 1993) und ich hatte, wie sie, das glück, nicht zu den primäropfern sexuellen missbrauchs zu gehören. die seltsame ansicht jedoch, etwas heldenhaftes überstanden und überlebt zu haben, durchgekommen zu sein; und das alles nur, um von eigener demütigung abzulenken, ist eine beobachtung, wie sie treffsicherer nicht sein könnte. man konnte gar zu sich finden, da man immer damit beschäftigt war, nur nicht aufzufallen, wegzusehen, seine rolle zu erfüllen. in einem system ohne privatsphäre. 24 stunden am tag, mit einem freien tag in 2 wochen. wer von sich erzählte, lieferte sich aus: der körperlichen und physischen gewalt von präfekten und mitschülern.

mika33
18.03.2010 15:13
Sie beschreiben die Erziehungsmethoden, die bis in die 60er-Jahre

ganz normal waren. In manchen isolierten Einrichtungen eben bis in die 80 Jahre.

Heute nicht mehr vorstellbar, heute werden die Lehrer geschlagen ....

barbarutta
18.03.2010 18:02
normal?

ich kenne niemanden in meiner bekanntschaft, der so erzogen wurde.

Johannes St.
 
18.03.2010 22:02
und in den öffentlichen Schulen war es bei manchen Lehreren auch üblich

Ohrenreiberl, Kopfnuss, Haareinzwirbeln u.a.
Einer dieser tollen Lehrer ist dann sogar zum Direktor befördert worden.
Dass er Gemeinderat war, ist ohnehin selbstverständlich

Johannes St.
 
18.03.2010 21:58
dann haben Sie Glück gehabt.

je streng gläubiger, desto eher wird diese Erziehungsmethode nach wie vor gelebt. Die Anhänger von Opus-Dei, Piusbruderschaft und ähnliche Sekten innerhalb der katholischen Kirche leben weltanschauungsmäßig bestenfalls noch im 19. Jahrhundert oder noch weiter zurück.

In den 70iger & 80iger Jahren musste ich immer wieder zwecks Lebensmittelanlieferung in eine nahegelegenes Kinderheim der Stadt Wien (in NÖ). Die Erzieher haben die Kinder sogar vor "Fremden" bzw. Besucher geschlagen - so normal ist das für sie gewesen.

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
20.03.2010 13:29

Und in welchem Zusammenhang steht jetzt das Kinderheim der Stadt Wien mit dem opus dei ???

Johannes St.
 
20.03.2010 18:36
gar nicht, das sind lediglich Beispiele wo auch Gewalt angewandt wird bzw. wurde

barbarutta
18.03.2010 23:24

ja, das sind schreckliche dinge... iin heimen, besonders, wenn sie unter religiöser führung standen (stehen?),sind offensichtlich schreckliche dinge passiert. ich kann nur von wien volksschule und gymnasioum in öfftetlichen schulen) sprechen - da wäre es zum skandal gekommen, wenn lehrer/innen die hand gegen kinder erhoben hätten.

pago1
18.03.2010 15:58
andere länder

sie vergessen dass die kirche auf der ganzen welt vor allem aber in den drite welt ländern aktiv ist und dort noch andere regeln gelten als bei uns

Der Mann im Fass
 
18.03.2010 15:48
NA UND?!!

Das macht es nicht besser, im Gegenteil!

Körperliche Züchtigung ist in Ö seit 1974!!! verboten!
Wer sich nicht daran hält ist ein Verbrecher. PUNKT!

Was irgendwo üblich war oder ist, und wie lange, ist eine lahme, verar$chende Ausrede aber kein Grund für irgendwas. Außer für noch mehr Aufdeckung.

Die "Gsunde Watschn" hat es nie gegeben. Die war niemals gesund. Zu keiner Zeit. Körperliche Züchtigung schafft Duckmäuser, Kriecher und Popoerkunder. Und wenn aufrecht, dann mit ebenso harter Knute wie selbst erlebt. Gewalt zeugt immer Gewalt!

Heute wüssten wir es, nur bringen tut das oftmals auch nichts. Wie Sie wunderbar beweisen.

Wer seine Kinder vom Fernseher erziehen lässt, braucht sich nicht wundern.

jumpingjack flash
19.03.2010 09:56

wie reagiert man nun richtig wenn einem als friedliebenden menschen von kindern/jugendlichen geschlagen wird. das hat mich beim erziehen immer interessiert. wobei das hier vom thema wegführt.

am thema eher die probleme der sozialarbeit ob man kinder von problematischen eltern entfernen soll, muss oder ob es besser ist sie in der family zu lassen.

Der Mann im Fass
 
21.03.2010 10:00
Das weiß ich leider auch nicht.

Es ist denke ich von der Situation abhängig. Ich glaube nicht, dass es ein allgemein gültiges Rezept dafür gibt.

andreas lamers
 
18.03.2010 18:05
was ihenen entgangen ist

ist das aber genau diese art von menschen ja gewuenscht wurden und werden. aufrechte selbstdenkende menschen sind nun mal eine gefahr. die benutzen den kopf, und koennten eine meinung haben die den herrschaften die das system am laufen halten missfaellt.
das galt zu allen zeitern, wer die wahrheit sagt braucht ein schnelles pferd, auch heute noch. waffen sind nicht so gefaerhlich wie worte oder gedanken, das beweisen fast alle staaten dieser welt denn sonst wuerden sie sich nicht so sehr davor fuerchten.

Der Mann im Fass
 
19.03.2010 09:41
Das habe ich nicht übersehen.

Im Gegenteil. Ich rufe jede und jeden auf, aufrecht zu stehen und jenen, die sich an der Macht wähnen die Stirn zu bieten. Sie ihre Meinung nicht verbieten zu lassen. Diese Macht nicht anzuerkennen.

Macht haben jene, denen wir macht geben. Daher können wir sie ihnen auch wieder wegnehmen.
Wer die Wahrheit sagt braucht viele Freunde. Dann können die Lügner nichts mehr machen.
Angst ist die Waffe der Lügner und Betrüger, der Gierigen und Überheblichen. Nehmen wir ihnen diese Waffen. Zeigen wir keine Angst!

Ich rufen nicht zur Revolution auf, auch nicht zum zivilen Ungehorsam. Ich rufe dazu auf, selbst zu denken und nicht alles nachzukauen, was einem vorgekaut wurde. Wir alle können denken. Wir alle könenn NEIN sagen. TUN WIR ES AUCH!

andreas lamers
 
21.03.2010 01:34
macht geben?

sehen sie sich die wahlen an, menschen weaehlen kein programm oder eine vision, nichts was den menschen eine richtung oder eine zukunft geben wird. aber was wichtiger ist, menschen werden gemacht, gerade durch ihre erziehung, und gerade die erziehung hat die kinder zu kuenftigen jasagern und duckmaeusern gemacht. aber nicht nur kremsmuenster.

Der Mann im Fass
 
21.03.2010 09:57
Leider haben Sie zu einem guten Teil Recht.

Denn wer wie so viele heute seine Kinder vom Fernseher erziehen lässt, der braucht sich nicht wundern. Wer die Augen verschließt und lieber in der Großen Grauen Masse der Ignoranz versinkt, der braucht sich nicht wundern. Wer aufhört Mensch zu sein und durch Verweigerung des Denkens zum Leut wird, braucht sich nicht wundern.

Wir könnten selbst denken und unseren Kinder das auch beibringen. Wenn wir wollten.

Wollen wir?

Wenn ja, tun wir?

andreas lamers
 
21.03.2010 11:09
leider

sind gerade die selbstdenkenden und die aufrechten diejenigen denen man die kinder nicht anvertrauen will. kinder werden im gehorsam unterreichtet, im stillsitzen und im wiederstandslos zuhoeren, aber nicht im selbstdenken, in ethnik, moral, die richtigen dinge zu tun, aufzustehen gegen ungerechtigkeit, ist nichts was man den kindern beibringt, viele weil es unbequem ist, andere weil sie es selbst nie gelernt haben und andere weil sie die anderen fuerchten. weil es normal ist, so zu sein, aber wer will schon als mensch in einer norm sein? nur die die am meisten zu geben haben werden dann meistens auch ausgeschlossen, und das nicht nur seit kurzem.

mika33
18.03.2010 16:02
Ja, Sie haben eh recht. Trotzdem war die Züchtigung früher normal.

Hab ich was anderes gesagt?

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