Heuschnupfen bis Asthma

Allergiker mit Behandlung zu nachlässig

18. März 2010, 08:08
  • Artikelbild
    foto: apa/peter roggenthin

    Die Symptome einer Allergie werden häufig mit denen einer Verkühlung verwechselt.

Diagnose im Schnitt erst nach sechs bis neun Jahren - Pollen sind die häufigsten Allergie-Auslöser

Wien - Allergiker sind mit ihrer Erkrankung viel zu nachlässig und riskieren dadurch chronische Beschwerden. 45 Prozent der Betroffenen haben ihren Heuschnupfen noch nie vom Arzt beurteilen lassen, im Durchschnitt vergehen sechs bis neun Jahre bis bei einer Allergie eine endgültige Diagnose gestellt wird, kritisierte Waltraud Emminger, ärztliche Leiterin des Wiener Allergie-Ambulatoriums Rennweg am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in der Bundeshauptstadt. Eine rasche und richtige Behandlung sei aber notwendig, damit aus Heuschnupfen langfristig kein Asthma werde.

Jeder vierte Österreicher leidet unter mindestens einer Allergie, bis zu 20 Prozent der Bevölkerung kämpfen zusätzlich mit Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten. Pollen sind die häufigsten Allergie-Auslöser, die bei mehr als einer Million Menschen für laufende Nasen und gerötete Augen sorgen. Unbehandelt können sich Entzündungen auf die unteren Atemwege ausbreiten und zu chronischem Asthma führen, warnte Emminger. Allergien verursachen außerdem ein höheres Risiko einen anaphylaktischen Schock zu erleiden, ergänzte Reinhart Jarisch, Leiter des Floridsdorfer Allergiezentrums. Bei einem von tausend Allergikern sorgen verschiedene Auslöser diesbezüglich für eine erhöhte Wahrscheinlichkeit.

Online-Fragebogen

Symptome werden laut Emminger häufig mit einer Verkühlung verwechselt. Wer länger als vier Wochen unter Atembeschwerden, einer verstopften Nase oder Augenjucken leidet, sollte sich auf Allergien testen lassen. Einen ersten Anhaltspunkt für Kinder und Erwachsene liefert ein Online-Fragebogen.

Bei einer Behandlung ist die Vermeidung des Kontakts mit Allergenen die wichtigste Maßnahme. Symptome lassen sich mit Antihistaminika bekämpfen, ein geeignetes Mittel sollte man sich vom Arzt verschreiben lassen. Entzündungshemmende Medikamente und Nasensprays helfen ebenfalls. Besonders wirksam ist laut Studien eine spezifische Immuntherapie (SIT), die den Körper langsam an den Allergieauslöser gewöhnt und dagegen langfristig tolerant macht, erklärte Emminger. Symptome werden dadurch abgemildert oder bleiben im besten Fall bis zu 15 Jahre ganz aus. Laut Emminger bekommen diese Therapie derzeit nur 13 Prozent der geeigneten Zielgruppe. Punkto Gräserpollen kann die Behandlung heuer nur mehr bei einem Start in den nächsten Tagen erfolgen, da der Beginn zwei bis vier Monate vor dem Pollenflug liegen muss.

Pollen-Tagebuch

Eine Hilfe für Allergiker stellt auch das Pollen-Tagebuch des Österreichischen Pollenwarndienst dar, das im Vorjahr initiiert wurde und 4.000 Nutzer fand. Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Pollen, ihrer Konzentration und Beschwerden werden dort erfasst, ausgewertet und beurteilt. Die Daten können zu Untersuchungen mitgenommen werden. Ab Spätsommer soll an der Wiener HNO-Klinik anhand des Tagebuchs in einem eigenen Kompetenzzentrum eine persönliche Beratung angeboten werden. Solche Stellen sind in ganz Europa geplant, mehrere Länder beteiligen sich seit diesem Jahr an dem Online-Tagebuch. (APA)

Kommentar posten
19 Postings
Fred Tirol
 
00
26.3.2010, 08:27
Allergien lassen sich energetisch in 1Stunde löschen, Erfolgsquote mehr als 97%

Pollen sind nicht der Auslöser für Allergien wie in dem Artikel beschrieben wird sondern nur die"Schiene" die gelegt wird. Das bedeutet das bei dem eigentlichen auslösenden Ereignis auch Pollen anwesend waren. Der Stoff auf den die Menschen Allergisch reagieren ist der Ausdruck für was die Allergie steht. Bei Pollen sind das "befruchtende Prozesse". Das kann tatsächlich befruchtend sein (Schwangerschaft) oder auch geistig befruchtend. Beispiel >Einschulung wo eine Pollenallergie häuig auftritt. Die Seele kommt mit den Bedingungen des Lebens nicht mehr klar und veschafft sich dann darüber Ausdruck. Dieses Ereignis wird "abgespeichert". Wenn man das Energetisch harmonisiert und die Schiene auflöst ist die Allergie sofort weg. Ganz einfach...

pereswon
00
Herr Grander,

sind Sie´s?

teiga wutz
00
13.4.2010, 17:53
könnte was dran sein

kenne jemanden, der seine starke allergie mit seiner scheidung losgeworden ist und jetzt schon sieben jahre ohne allergie ist.

Fred Tirol
 
00
13.4.2010, 10:42
Nein...

Kelborn
00
19.3.2010, 09:45

Heuschnupfen ist nicht soo ein Problem. Das ist meist nur ein paar Wochen im Jahr. Wenn man den Urlaub günstig legt entkommt man vieleicht sogar...
Schlimmer sind Allergene die man immer um sich hat (z.B. Hausstaubmilbe). Dort hat man chronische Entzündung in den Bronchien und steht schnell beim Asthma (eigene leidige Erfahrung).
Daher mein Tipp an alle: Beim Allergietest immer auf Milbenallergie testen lassen.

Natascha G.
20
18.3.2010, 18:56
also ich mache seit Jahren nichts,

und es wird immer schlimmer.
Dass man einer Allergie nur zusieht, damit sie vergeht...tja, das glaube ich nicht so ganz.
Man kann es zu meiden versuchen...das hilft sicherlich!

itzibitzistriezi
31
18.3.2010, 16:52

hab mich 14 jahre nicht um meine allergien gekümmert... fazit: ich bin jetzt sogar einige losgeworden :)

Kelborn
00
19.3.2010, 09:45

Nach Norwegen gezogen?

itzibitzistriezi
01
19.3.2010, 11:39

nein ignoriert ..ich kann mich errinnern das ich 8,9 jahre alt war als bei mir eine allergie ausgebrochen ist. zu der zeit hatte ich aber vorher einen schweren unfall. ich glaube hier liegt der zusammenhang.

Erwin Wolfram
21
18.3.2010, 16:23

allergiemedikamente werden meist ohne diagnose verschrieben damit sich die aerzte eine behandlung sparen, weil sie die aktien der jeweiligen unternehmen halten...

sy
00

Muss man eben zu einem Allergologen gehen, dann wirds auch genau diagnostiziert. Blöd, wenn jemand nur zum Hausarzt geht oder gehen kann, die verschreiben auch die meisten Psychopharmaka, obwohls nicht dazu ausgebildet sind.

silence
30
18.3.2010, 16:02
also...

_mein_ heuschnupfen hat erst nachgelassen, nachdem ich die behandlung abgesetzt hab (was mir außerdem in summe jährlich ein monat geschwollene einstichstellen erspart hat). praktischerweise war das asthma damit auch gleich geschichte.

Oisa i find des (ned) supa
11
18.3.2010, 17:50
Das gleiche gilt für meinen Mann

Jahrelange Behandlung, trotzdem Asthma bei Kontakt mit Katzen.
Mittel im zweiwöchtigem Urlaub vergessen - seither kein Mittel mehr genommen und überhaupt keine Symptome mehr.

Kelborn
00
19.3.2010, 09:46

ausnahmen bestätigen die regel

tubu99
11
18.3.2010, 20:49

glaube kein Wort, wie kann man sich so selber in die tasche lügen

sy
00

Doch, das sagen doch sogar Allergologen,dass sich Allergien laufend ändern und auch spontan verschwinden können, ZB Allergien bei Kindern wie die gegen Kuhmilch verschwinden ja teilweise bis ins Erwachsenenalter, auch ein Bekannter ost inzwischen gegens eine Katze nicht mehr allergisch, hat sich wohl selbst hyposensibilisiert der Körper. Nur leider wird eine Allergie in den viel häufigeren Fällen im Laufe der Zeit schlimmer und geht nicht einfach weg.

pereswon
00
19.3.2010, 11:03
Akzeptieren Sie´s einfach

Meine Pollenallergie war etwa mit 20 am schlimmsten. Mittlerweile hab ich sie (fast) nicht mehr. Akzeptieren Sie´s, dass Allergien von selbst verschwinden können. Das hat mir meine Pulmologin bestätigt. Und sie hat mich außerdem vor den therapiewütigen Allergiezentren gewarnt. Vor einer Therapie sollten immer von Fall zu Fall die Pros und Contras abgewogen werden, weil die Therapie immerhin eine ziemliche Belastung darstellt, der nur mittelmäßige Heilungsaussichten gegenüberstehen.

silence
00
18.3.2010, 23:53
was mich betrifft...

... wars so, und dem hab ich nichts hinzuzufügen - außer vielleicht, dass es jedem frei steht zu glauben was er will - aber das versteht sich ja sowieso von selbst.
wenn sie sich dann besser fühlen, nennen sie mich ruhig einen lügner :)

Milia Cherubin
00
18.3.2010, 22:39

wieso in die tasche lügen?

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.