Frauen machen Filme

19. März 2010, 07:00
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Regisseurin Aladag erzählt von "Ehrverbrechen", lateinamerikanische Frauenfilme im Admiralkino, Premiere eines spanischen Coming-out-Dramas, Comic-Kitchen, Villa Frühlingsfest und kritisches Stricken

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foto: filmladen filmverleih

Die Fremde

Nur wenige Einstellungen genügen Regisseurin Feo Aladag, die Geschichte zu etablieren und den Konflikt, der den Film durchzieht, zu umreißen: Die junge Türkin Umay ist des gewalttätigen Ehemanns überdrüssig und beschließt, mit ihrem kleinen Sohn Cem ein neues, selbstbestimmtes Leben zu beginnen. Vom tristen Vorort Istanbuls führt der Weg der beiden nach Berlin, wo Umay bei ihrer Familie eine vorübergehende Bleibe und Verständnis für ihre Entscheidung zu finden hofft. Schmerzlich muss sie erkennen, dass ihre Familie nicht dazu fähig scheint, die traditionellen Konventionen über Bord zu werfen und an der Herausforderung zu zerbrechen droht.

Sechs Jahre lang recherchierte die in Wien geborene Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin das Thema "Ehrverbrechen", darunter den Aufsehen erregenden Fall der 2005 in Berlin ermordeten Hatun Sürücü, deren Tod in Deutschland eine Debatte über Zwangsehen und Wertvorstellungen von in Deutschland lebenden muslimischen Familien auslöste. 

Links: Die Fremde; Derzeit im Votivkino, Währinger Straße 12, 1090 Wien

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