EU-Außenministerin

Ashton in Israel und Palästina

17. März 2010 09:51

Erste Nahost-Reise - Auch Besuch im Gazastreifen geplant - Israel hebt Abriegelung des Westjordanlandes auf

Jerusalem  - Im Rahmen ihrer ersten Nahost-Reise als EU-Außenministerin besucht Catherine Ashton am Mittwoch Israel. Geplant ist unter anderem ein Treffen mit Außenminister Avigdor Lieberman. Am Nachmittag besucht sie den palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas in Ramallah im Westjordanland. Die von Israel ungeachtet internationaler Kritik angekündigte Ausweitung des Siedlungsbaus im besetzten Ostteil von Jerusalem hatte Ashton am Montag in Kairo scharf kritisiert.

Ashton will auch den Gazastreifen besuchen und sich ein Bild von der Lage der palästinensischen Bevölkerung in dem von der Hamas kontrollierten Küstenstreifen am Mittelmeer machen. Bei einer dreiwöchigen israelischen Gaza-Offensive waren Anfang vorigen Jahres 1400 Palästinenser getötet und über 5000 weitere verletzt worden. An einem von der Hamas ausgerufenen "Tag des Zorns" ist es am Dienstag in Jerusalem und im Westjordanland zu schweren Unruhen gekommen. Bei Straßenkämpfen mit der israelischen Polizei wurden nach Angaben palästinensischer Sanitäter etwa 100 Palästinenser verletzt. Mehr als 60 Palästinenser wurden nach Polizeiangaben festgenommen. 14 israelische Polizisten erlitten Verletzungen. Auch im Gazastreifen gingen aus Protest gegen die Lage in Jerusalem Tausende von Palästinensern auf die Straße.

Israel hebt Abriegelung des Westjordanlandes auf

Israel hat nach fünf Tagen die Abriegelung des Westjordanlandes wieder aufgehoben. Das teilte ein Armeesprecher am Mittwoch in Tel Aviv mit. Darüber hinaus gestattete die Polizei am Mittwoch erstmals wieder Touristen einen Besuch auf dem Tempelberg (Haram al-Sharif) in der Altstadt von Jerusalem. Mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee ist dies der drittheiligste Ort im Islam.

Clinton: Friedenswillen mit Taten beweisen

Derweil hat US-Außenministerin Hillary Clinton Israel aufgefordert, seine Bereitschaft zum Frieden durch Taten unter Beweis zu stellen. Zugleich widersprach sie Berichten, dass das amerikanisch-israelische Verhältnis trotz der geplanten Erweiterung der jüdischen Siedlungen in Ostjerusalem in einer schweren Krise stecke. "Wir haben mit den Israelis sehr aktive Beratungen über Schritte, von denen wir denken, dass sie das erforderliche Engagement für den (Friedens-) Prozess demonstrieren würden", sagte sie am Dienstag vor Journalisten in Washington. Die USA seien einer Zwei-Staaten-Lösung und einer Wiederaufnahme der Nahost-Verhandlungen verpflichtet.

Die Ankündigung des Baus von 1600 zusätzlichen jüdischen Wohnungen im besetzten arabischen Ostteil von Jerusalem während des Besuchs von US-Vizepräsident Joe Biden hatte Clinton in einem Telefongespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu als ein "zutiefst negatives Signal" kritisiert. Die israelische Regierung reagierte gelassen auf Clintons Äußerungen. "Die israelische Regierung hat im vergangenen Jahr ihr Engagement für den Frieden in Worten und Taten bewiesen", sagte Regierungssprecher Mark Regev. Er wies darauf hin, dass Netanyahu die Schaffung eines palästinensischen Staates akzeptiert habe und "Hunderte von Straßensperren und Kontrollposten" im Westjordanland entfernt worden seien. (APA/AFP)

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15 Postings
aiuto
26.03.2010 11:24

Die Israelis sollen sich nur einmal an auch nur eine UNO-Resolution halten, damit man sehen könnte, dass es ihnen mit dem Frieden ernst gemeint ist.
Letztendlich war bei der Gründung von zwei Staaten für beide Völker die Rede und nicht nur von einem Staat Israel.

dr mike
17.03.2010 12:19

Ashton in Israel und wo noch ?

Dubi Schlau
17.03.2010 13:27

Ja, ja, der Standard hat die Entstehung eines neuen Staates vorweggenommen. Da sieht man wie die ticken. ;-) Zur Zeit sinds aber noch die palästinensische Autonomiegebiete.

aiuto
17.03.2010 10:38
In Wirklichkeit ist kein Friedenswillen vorhanden.

Der amerikanischen Aussenministerin kann man nurzustimmen, wenn sie sagt, das die Israelis nur mit taten ihren Friedenswillen beweisen können.
Aber der unverhältnismäßige mörderische Krieg vom letzten Jahr beweist ja eindeutig, dass es da in Wirklichkeit keinen Willen dazu gibt.
Der Schlüssel zum Frieden liegt eindeutig bei den amerikanisch-israelischen Beziehungen.

Makronaut
17.03.2010 13:31

der krieg hätte sich vermeiden lassen, indem die hamas nicht unbedingt monatelang raketen auf zivilie siedlungen in isr gefeuert hätte.

merke: jeder souveräne staat der welt darf sich wehren. ausnahme: isr.

und die pal sind ja total friedenswillig: http://www.nytimes.com/2010/03/1... tbank.html

aiuto
18.03.2010 08:14
Lieber Makronaut,

Sie müssen sich nicht verstecken, Sie können Ihre Beiträge ruhig offen schreiben. Allerdings fehlt mir total das Verständnis um Ihren Ausführungen auch nur irgendwie nähertreten zu können. Es beweist mir nur, dass Sie Teil der Falken-Fraktion in Israel sind.

Makronaut schreibt:
davon abgesehen, dass ihre zahl kompletter unfug ist:
"verhältnismäßig" wäre, tausende ungelenkte raketen auf gegenerische zivilgebiete zu ballern.
seien wir froh, dass isr sich sehr zurückgehalten hat.
da sie gerne aufrechnen: syrien hat '82 hama angegriffen; lediglich 3 wochen lang.
ergebnis: ca. 30.000 tote - bei ca. 350.000 einwohnern. da zeugen ca. 1.400 tote (und nein, nicht nur zivilisten) bei 1.500.000 einwohnern von ziemlich rücksichtsvollem Vorgehen

Makronaut
18.03.2010 10:47

ich schreibe ihnen eh offen. o_O

http://derstandard.at/plink/126... 5/16049897

wie gesagt - da sie gerne aufrechnen, rechne ich halt unterstützend mit.
wenn sie gerne rechen, ihnen dafür aber "das verständnis" fehlt:

lernen. lernen, lernen popernen. 8-)


dann kapieren sie vielleicht auch, wie unsinnig ihr "falken" vorwurf ist.

aiuto
17.03.2010 21:46
es geht um die Verhältnismäßigkeit.

Meines Wissens hat Israel beim letzten Krieg weit über 1000 Zivilisten gemordet.
Wieviele Israelis haben dabei ihr Leben verloren ?

Makronaut
17.03.2010 23:22

davon abgesehen, dass ihre zahl kompletter unfug ist:

"verhältnismäßig" wäre, tausende ungelenkte raketen auf gegenerische zivilgebiete zu ballern.
seien wir froh, dass isr sich sehr zurückgehalten hat.

da sie gerne aufrechnen: syrien hat '82 hama angegriffen; lediglich 3 wochen lang.
ergebnis: ca. 30.000 tote - bei ca. 350.000 einwohnern. da zeugen ca. 1.400 tote (und nein, nicht nur zivilisten) bei 1.500.000 einwohnern von ziemlich rücksichtsvollem vorgehen.

aiuto
23.03.2010 09:26
Wann hören diese Verbrechen,

die da gegen alle UNO-Resolutionen passieren, endlich auf?

Makronaut
23.03.2010 12:22

gute frage. wenn die usa mehr druck mchen als jetzt.
und wenn das leid der pal in arabischen staaten (und iran) nicht mehr als innenpolitisches instrument eingesetzt wird.

gladio
17.03.2010 19:31

Was meinen Sie würde passieren, wenn Israel besetzt werden würde. Würden sich die Israelis das gefallen lassen?

Makronaut
17.03.2010 23:16

nein, würden sie nicht.
aber sie würden etwas gegen ihre lage unternehmen. aussichtslose kriege gegen die gegenerische zivilbevölkerung vom zaun zu brechen gehört nicht dazu.

CinnamonGirl
17.03.2010 20:55

wie bitte? sie meinen, gaza oder etwa ramallah sind von israel besetzt?

Aux Armes Citoyens!
17.03.2010 12:18
weder isralis

noch palästinenser wollen wirklich einen frieden. jeder will nur noch eine endgültige lösung. und die kann nur im krieg enden. die hamas tut alles, um frieden zu verhindern, genauso wie die radikalen juden.

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