Chelsa unterlag an der Stamford Bridge Inter 0:1 und müssen weiter auf ersten Titelgewinn warten - ZSKA Moskau überrascht in Sevilla
London/Sevilla - Die Achtelfinal-Rückspiele der
Fußball-Champions-League am Dienstag haben endeten mit Auswärtssiegen. Die leichte Überraschung: Inter Mailand setzte sich in
London gegen Chelsea durch einen Treffer von Eto'o (79.) mit 1:0 durch, kam mit dem
Gesamtscore von 3:1 weiter und bescherte seinem Trainer Jose Mourinho
damit eine triumphale Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Die krasse Überraschung: ZSKA Moskau gewannen in Sevilla mit 2:1 und hat aufgrund des 1:1 aus
dem Hinspiel das bessere Ende für sich.
Mourinho verlor in seiner Zeit bei Chelsea von 2004 bis 2007 kein
Liga-Match vor eigenem Publikum, dafür fügte er nun seinem Ex-Arbeitgeber
die erste Heimniederlage in der Champions League seit dem 22. Februar 2006
zu. Für die Londoner endete eine weiter Kampagne mit dem Ziel des erstmaligen Titelgewinns in Enttäuschung
Vor 38.000 Zuschauern an der Stamford Bridge erwischten die Hausherren den besseren Start. Die erste große
Chance hatte Michael Ballack nach elf Minuten. Sein Schuss aus 25 Metern
strich nur wenige Zentimeter am linken Pfosten vorbei. In einer intensiven und bisweilen hektischen Partie vergab
Drogba die zweite große Chance für die Blues. Der vor wenigen
Tagen zu "Afrikas Fußballer des Jahres" gekürte Ivorer kam in
Strafraum überraschend frei zum Schuss, Maicon klärte mit vollem
Körpereinsatz. Auf der Gegenseite brachte Eto'o nach einem
Stellungsfehler von John Terry den Ball per Kopf nicht im Tor unter
(33.). Kurz vor der Pause sprang dem Franzosen Nicolas Anelka der
Ball zu weit von der Brust ab, Julio Cesar im Tor der Italiener
konnte klären (42.). Inter präsentierte sich laufstark und konzentriert und kam nur in der Schlussphase der ersten 45 Minuten in Schwierigkeiten, als Chelsea den Druck erhöhen konnte. Mitten in der Drangphase der Gastgeber fiel der Pausenpfiff.
In der zweiten Hälfte setzte Chelsea-Coach Carlo Ancelotti,
der die begehrte Trophäe mit Inters Stadtrivale AC Mailand bereits
2003 und 2007 gewonnen hatte, alles auf eine Karte. In der 62.
Minute musste Ballack für den offensiv ausgerichteten Joe Cole
weichen. Inter konnte das jedoch nicht beeindrucken. Die Italiener kontrollierten die Partie, hatten deutlich mehr Ballbesitz und die besseren Torchancen. Ein Konter über Diego
Milito hätte bereits die Führung bringen können (65.). Während Chelsea das Tor von Julio Cesar kaum in Gefahr brachte, kam Inter nach einem erneut schnell vorgetragenen Gegenstoß in Führung, als Eto'o nach Idealpass von Sneijder dem
dritten Chelsea-Goalie Turnbull keine Chance ließ. In der hektischen
Schlussphase sah Didier Drogba wegen einer
Tätlichkeit die Rote Karte (87.). Ein Wermutstropfen für Inter ist der Ausfall von Lucio.
Der brasilianische Abwehrchef sah die dritte Gelbe Karte und ist im
Viertelfinal-Hinspiel gesperrt.
Auch im zweiten Dienstag-Achtelfinale scheiterte die gastgebende
Mannschaft. Dabei begann Sevilla druckvoll und hatte schon in der 3.
Minute eine Großchance, doch Luis Fabiano scheiterte aus kurzer
Distanz an Goalie Akinfejew. Die erste kalte Dusche für die Spanier
bei Temperaturen um die 20 Grad folgte in der 39. Minute, als Necid
mit einem präzisen Flachschuss von der
Strafraumgrenze erfolgreich war.
Die Antwort der Gastgeber folgte bereits zwei Minuten später. Bei
einem weiten Abschlag von Sevilla-Goalie Palop schlief die
Gäste-Abwehr und Luis Fabiano legte für Perotti ab, der aus kurzer
Distanz keine Mühe hatte, zum 1:1 auszugleichen. Knapp zehn Minuten
nach dem Seitenwechsel gelang den Russen der entscheidende Treffer -
Palop faustete einen scharf geschossenen Freistoß von Honda ins
eigene Tor. Danach rannten die Hausherren verzweifelt gegen den
russischen Abwehrriegel an, ohne jedoch die cleveren Moskauer noch entscheidend in
Bedrängnis zu bringen. (sid/rob/APA)
Chelsea: 22-Ross Turnbull; 2-Branislav Ivanovic, 33-Alex,
26-John Terry, 18-Yuri Zhirkov (21-Salomon Kalou 74); 13-Michael
Ballack (10-Joe Cole 62), 12-John Obi Mikel, 8-Frank Lampard;
39-Nicolas Anelka, 11-Didier Drogba, 15-Florent Malouda
Inter: 12-Julio Cesar; 13-Maicon, 6-Lucio, 25-Walter
Samuel, 4-Javier Zanetti; 19-Esteban Cambiasso, 10-Wesley
Sneijder (17-MacDonald Mariga 85), 8-Thiago Motta (23-Marco
Materazzi 90+2); 27-Goran Pandev (5-Dejan Stankovic 75),
9-Samuel Eto'o, 22-Diego Milito