Neben Friedrich Cerha im Mittelpunkt des Festivals für zeitgenössische Musik und Literatur
O mezruk tim churps! Dank Christian Muthspiel wissen wir um die inhärente "slawische" Klangqualität der Gedichte Ernst Jandls - die sich dann einstellt, sobald man diese rückwärts laufen lässt. Selbiges hat der Posaunist und Pianist mit dem Spruch mit kurzem O im Rahmen seines grandiosen Soloprogramms für und mit ernst getan, das kommenden Sonntag im Rahmen der Loisiarte zu hören ist. Muthspiel steht - neben Grandseigneur Friedrich Cerha - im Mittelpunkt des von Christian Altenburger kuratierten Festivals für zeitgenössische Musik und Literatur - und das in dreierlei Funktion: Noch vor dem Interpreten tritt am Samstag der Komponist Muthspiel in Erscheinung, und zwar mit den nach Texten von Marcel Beyer gesetzten Reisekadermelodien für Mezzosopran (Anna Hauf), Viola und Klavier. Am Donnerstag, zeigt sich Muthspiel nicht als Choreograf der Klänge, sondern als einer der Farben: Da wird im Loisium eine Ausstellung seiner auf Fensterrahmen und -glas gemalten Fenster.Bilder eröffnet. (felb/DER STANDARD, Printausgabe, 17. 3. 2010
>> 18. bis 21. 3., Langenlois, Loisium, 02734/32 24 00, jeweils ab 19.00