Thema: Erneuerbare Energie

Per Sonnenkraft durch den Schnee

Maria Kapeller, 18. März 2010, 17:19
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    foto: skiwelt wilder kaiser - brixental

    Den Strom für den vor zwei Jahren errichtete Solarlift liefert eine Photovoltaik-Anlage auf der Fassade einer Talstation. Aber nur indirekt: Weil der Lift auch bei weniger Sonnenschein funktionieren muss, wird der Strom zuerst ins das Stromnetz gespeist und von dort wieder bezogen.

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    foto: skiwelt wilder kaiser - brixental

    Der rund 200 Meter lange Lift geht quer durch ein Tal und verbindet das Ende einer Skiabfahrt mit der Gondelbahn. Links unten im Bild ist die an der Talstation angebrachte Photovoltaik-Anlage zu sehen.

Im Tiroler Skiort Brixen steht der erste Solarlift der Welt - Für den Strom sorgt eine Photovoltaik-Anlage auf der Fassade einer Talstation

Er ist laut Betreibern der erste Solarlift der Welt und hat heuer seine zweite Wintersaison schon fast hinter sich gebracht: In der Tiroler Gemeinde Brixen im Thale gibt es seit 2008 einen rund 200 Meter langer Seilzug-Lift, der seinen Strom zu 100 Prozent aus einer Photovoltaik-Anlage bezieht. Der Lift verbindet das Ende der Kandleralm-Abfahrt von der Choralpe mit einer ebenfalls vor zwei Jahren errichteten Achter-Gondelbahn im Skigebiet Wilder Kaiser - Brixental. Der durch die Kraft der Sonne betriebene Lift erleichtert den Skifahrern nach der 5,5 Kilometer langen Abfahrt die Überquerung des Tales bis zur Gondelbahn.

Unansehnliche Fassade als Ideenbringer

Ausschlaggebend für die Idee des Solarliftes war die unansehnliche Fassade der Talstation der 2008 errichteten Gondelbahn. "Die Südseite der Fassade hat uns nicht gefallen und wir dachten, dass eine Photovoltaik-Anlage toll darauf passen würde", erinnert sich Rudolf Köck, Prokurist der Bergbahn Brixen. Weil ohnehin ein Lift zur Überquerung des Tales vom Ende der Abfahrt bis zur Gondelbahn nötig war, lag die Idee nahe, diesen mit dem so erzeugten Solarstrom zu speisen.

Überproduktion kommt ins Stromnetz

Die Photovoltaik-Anlage mit einer 113 Quadratmeter großen Kollektorfläche ist direkt auf der Fassade der Gondelbahn angebracht und erzeugt pro Jahr rund 12.000 Kilowattstunden Strom. Weil der Liftbetrieb aber auch funktionieren muss, wenn die Sonne einmal nicht scheint, wird der produzierte Strom zuerst ins Stromnetz geleitet und von dort auch wieder bezogen. Für den Solarlift werden pro Winter rund 9.000 Kilowattstunden benötigt werden, der verbleibende Rest wird ebenfalls ins Stromnetz eingespeist. "Natürlich ist es nur ein geringer Anteil des Verbrauchs eines großen Liftes oder gar eines ganzen Skigebietes, aber unsere Lösung zeigt einen möglichen Weg in die Zukunft auch für andere Skigebiete auf", sagt Köck.

Geringe Zuschüsse

Der "Sonnenlift", wie er auch genannt wird, kann pro Stunde rund 900 Personen transportieren. Die Investitionskosten machten rund 70.000 Euro aus. Köck betont, dass man damit "kein Geschäft" machen wolle beziehungsweise könne, sondern "der Umweltgedanke im Vordergrund" stehe. Zuschüsse habe es nämlich fast keine gegeben, dafür hätten andere Liftbetreiber durchaus Interesse am Solarlift gezeigt. Köck: "Das Projekt wird aber so lange keine Nachahmer finden, bis die finanzielle Unterstützung attraktiver wird." (mak, derStandard.at)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 36
1 2
The Flying Dutchman
00
20.3.2010, 21:47

puuhh.. gestern von dort heimkommen!! ^^

basante
30
19.3.2010, 19:05
GREENWASH

Austrianer was sonst.....
21
19.3.2010, 10:14
Nah geht doch wenn man will! Gute Sache!

ERP
 
22
19.3.2010, 08:44
70.000 Euro -

nur um etwas aufzuzeigen, das eigentlich nichts bewirkt, wie ehrlicherweise eingestanden wird, sind doch etwas viel.
Aber da ist man in bester Gesellschaft z.B. mit der Energie AG OÖ:
http://www.wirtschaftsblatt.at/home/3293... 1/index.do

Die halten allerdings die Leute für blöde und sprechen bei 1 MW Spitzenleistung von einem "wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung".
Vgl.: 1 Donaukraftwerk hat etwa 300(!) MW Dauerleistung.
Bei 6 Mio Euro Investitionshöhe sind die Stromerzeugungskosten daher weit über das 10(!) fache des Marktwertes.

Aber was tut man nicht alles, um ein grünes Mascherl zu bekommen und die Atomstromzukäufe aus dem Ausland zu kaschieren.

hcl
00
19.3.2010, 18:10

Wenn Sie 300 solcher Kraftwerke bauen, haben Sie das gleiche Ziel erreicht - das ist der berühmte "long tail" ;)
Allerdings stellt sich natürlich die Frage ob ein Solarkraftwerk inkl. aller Herstellungs- und Wartungsenergien insgesamt effizient ist.

ERP
 
00
19.3.2010, 19:01

Sie müssen die Rechnung detailiert durchführen:
Bei nur 1 MW Spitzenleistung brauchen Sie nicht 300 sondern über 1000 (!) solcher Kraftwerke, um die Gesamtenergie eines Donaukraftwerkes zu ersetzen, weil ja die Sonne nur etwa 2500 Stunden scheint, die Donau aber über 8000 Stunden pro Jahr fließt.
Die Kosten: 6 Milliarden Euro ! Von den Problemen der Grundlastversorgung ganz abgesehen ...

Franz Kneissl
00
23.3.2010, 09:27
Weniger Aufgeregtheit

wäre ganz gut. Solarstrom ist ein Teil der vielfältigen Lösung. Neben radikalem Strom-Sparen sind verschiedene umweltverträgliche Technologien notwendig. Alle haben aber gewissen Probleme - auch die Wasserkraft.
Gas, Kohle und Atom sind auf jeden Fall nicht zukunftsfähig.
Das wichtigste wird wohl sein, von allem viel weniger zu ge- und verbrauchen. Anders gehts halt nicht.
Heilsversprechnungen von Ökostromerzeugern sind nicht sinnvoll.
Dennoch muß zu 100% auf Ökostrom umgestellt werden. Da führt kein Weg daran vorbei.

hotzenplotz1001
236
18.3.2010, 21:28
„Im Tiroler Skiort Brixen…“

Brixen ist nicht Tirol. Der Solarausbau hat im rückwärtsgewandten Österreich mit seinen dubiosen Landesenergiegesellschaften kaum eine Chance. Brixen ist die drittgrößte Stadt Südtirols, eines Teiles von Italien. Ansonsten sind die SüdtirolerInnen ohnehin die besseren TirolerInnen.

ösi1
 
00
22.3.2010, 18:24
Brixen

Der tiroler Brixen im Thale liegt südseitig der Hohen Salve Schigebiet Wilder Kaiser, nahe Kitzbühel, also eindeutig Nordtirol und nicht Südtirol.
Ausserdem dient die Solaranlage als Vorreiter und ist, wie auch zugegeben, derzeit nicht rentabel. Aber: Mit fortschreitender Technik und Massenproduktion werden die Erzeugerpanele in naher Zukunft auf ein Zehntel der derzeitigen Kosten fallen, und dann ist eine Wirtschaftlichkeitsrechnung durchaus angebracht.
Die Gesamtkosten von € 70000,- für den Verbindungsschleiflift sind nicht wirklich hoch und zu beachten ist DARIN sind auch die Votovoltaikanlagekosten enthalten

The Flying Dutchman
10
20.3.2010, 21:52

maahhh... wie wenig kennen Sie sich aus!! pfff...

1000 Kopfläuse können nicht irren
11
19.3.2010, 14:18
Da haben Sie sich irgendwie vertan.

Sie meinten offensichtlich Brixen in Südtirol. Ihre Aussage dazu ist überhaupt nicht schlüssig:

"Brixen ist nicht Tirol" und
"Ansonsten sind die SüdtirolerInnen ohnehin die besseren TirolerInnen."



hotzenplotz1001
00
19.3.2010, 15:59
Na gut, da bin ich wohl daneben gelegen.

1000 Kopfläuse können nicht irren
00
21.3.2010, 15:15
Verstehe.

Passiert mir aber auch öfters!
(C;

Kon01
03
19.3.2010, 11:14
HAHAHA

selten schafft es hier jemand, sich so zu blamieren wie sie mit diesem dummen Posting.

hcl
00
19.3.2010, 18:15

Dieser Aussage muß ich entschieden widersprechen. So selten ist das nun wieder nicht.

Death 'n' Roll
01
19.3.2010, 09:53
Ungebildet und auch noch stolz darauf.

Na servas ...

der müde Joe...
02
19.3.2010, 08:14

selfowned!

ministry of silly walks
00
18.3.2010, 23:21

Ich kenn kein Brixen im Tale in Südtirol.

Österreicher_im_Kriesengebiet
03
18.3.2010, 22:55
Nicht in Tirol...

...und woher sind Sie bitte?
Es gibt nicht nur ein Brixen - Brixen im Thale, Brixen in Südtirol...
Tirol sind beide... die Frage ob Italien oder Österreich. Ausserdem geht es wenn man genauer liest darum Strom zu sparen, nicht die Energie zu ersetzen. Wie sie in einem trüben Monat wie oft im Dezember auf Solarstrom bauen wollen würd ich mir gern anhören. Ergo kann es nur ein plus sein um Strom zu SPAREN. Da wird keiner was dagegen haben.

Bei diesem IQ erfinden Sie sicher bald ein Schneekraftwerk?

haphazardly
01
21.3.2010, 13:19
wobei der header durchaus irreführend ist

wenn man von brixen schreibt, meint man normalerweise den ort in südtirol und nicht brixen im thale.
wenn man von frankfurt spricht meint man auch die stadt am main und nicht die an der oder..

und solang in österreich (verständlicherweise) das wort "tirol" synonym für nordtirol verwendet wird, muss man sehr wohl drauf hinweisen, dass südtirol nicht teil von österreich ist..

Gary Grantscherbn
00
18.3.2010, 22:25

Klugsch....

Kahuna
01
18.3.2010, 22:10
Das im Artikel erwaehnte Brixen ist sehr wohl in (Nord) Tirol

ca. 10 km vor Kitzbuehel.
Ihr Brixen (Bressanone ital.) ist ganz woanders.

Hausverstand
00
19.3.2010, 10:19
oder nach

wenn man aus der anderen Richtung kommt ;)

tehdime
12
18.3.2010, 21:41

"Brixen ist nicht Tirol"
"Brixen ist die drittgrößte Stadt Südtirols"

Entscheiden sie sich bitte!

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