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21. März 2010, 18:00
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Hochfeld-Magnetresonanztomographen geben nach Sportverletzungen präzise Informationen über Knorpelgewebe und garantieren so eine optimale Behandlung

Sport ist gesund. Zumindest solange nicht Verletzungen die Begeisterung einbremsen. Magnetresonanztomographen mit hoher Feldstärke ab 3 Tesla erleichtern in komplizierten Fällen eine optimale Behandlung, weil sie zeigen, wie stark ein Knorpelschaden ausgeprägt ist. Diese präzisere Diagnose kann manchem Patienten die OP ersparen. Im Exzellenzzentrum für Hochfeld MR der Med Uni Wien ist seit einem Jahr ein 7 Tesla-MR in Betrieb, der eine noch bessere Auflösung bietet. Er wird bisher nur zu Forschungszwecken genutzt. In diesem MR kann man nicht nur den Knorpel noch viel genauer sehen, sondern auch seine Qualität messen. 

Starke Leistung

Klassische Magnetresonanztomographie funktioniert durch die Anregung von Wasserstoffatomen durch elektromagnetische Felder. Die Wahl fiel auf Wasserstoff, weil der menschliche Körper zum größten Teil aus Wasser besteht. Natrium- und Phosphorkerne kommen weit seltener vor und ihre Signale sind deshalb deutlich schwächer, für den 7 Tesla-MR aber messbar. Natriumkerne finden sich im Knorpelgewebe und zwar immer in Verbindung mit Proteoglykanen, einer Substanz des Knorpels, die für die mechanischen Eigenschaften wesentlich ist. Durch die Identifizierung der Natriumkerne lässt sich die Konzentration der Proteoglykane messen, die über die Qualität des Gewebes Auskunft gibt. Wird ein Knorpel verletzt, besteht das Risiko, dass es innerhalb kurzer Zeit zu einer Arthrose des Gelenks kommt, wenn er nicht behandelt wird. Mit dem 7 Tesla-MR lässt sich eindeutig feststellen, in welchem Zustand der Knorpel ist.

  • Magnetresonanz mit höherer Feldstärke zeigt, wie stark ein Knorpelschaden ausgeprägt ist.
    foto: siemens

    Magnetresonanz mit höherer Feldstärke zeigt, wie stark ein Knorpelschaden ausgeprägt ist.

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