Stardust Mission

Sternenstaub aus fernen Regionen der Galaxis

16. März 2010, 16:35

NASA vermutet Ursprung der von der Stardust-Sonde eingesammelten Staubkörner außerhalb unseres Sonnensystems

Frankfurt -  Hundertprozentig sicher sind sich die Experten noch nicht, aber alle bisherigen Erkenntnisse deuten darauf hin: Zwei Staubkörner, die bei der Stardust Mission der NASA im Jahr 2006 zur Erde gebracht wurden, könnten tatsächlich aus entfernten Regionen unserer Milchstraße stammen.

Die beiden äußerst wertvollen Winzlinge wurden auf der "Lunar and Planetary Science Conference" in Houston, Texas, in der vergangenen Woche  präsentiert. Das Aufspüren von Material, das aus anderen Teilen der Galaxis zu uns gelangt, kommt der Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen gleich. Zwar gelangen über den interstellaren Materiestrom jährlich mehrere Tonnen Material in unser Sonnensystem, diese auch zu finden und zu bergen ist allerdings äußerst schwierig.

Bereits 1993 konnte die Raumsonde Ulysses nachweisen, dass ein Strom von interstellarem Staub aus der Richtung des Skorpion durch unser Sonnensystem hindurchströmt. Welcher Art dieser Staub ist und wie er sich zusammensetzt, konnte allerdings noch nicht eruiert werden. Daher sind diese beiden Staubteilchen von so großer Bedeutung für weitere Erkenntnisse. Die Forscher erhoffen sich unter anderem Rückschlüsse auf mögliche Veränderungen der Zusammensetzung des heutigen interstellaren Mediums im Vergleich zur Entstehungszeit des Sonnensystems.

Orion und Sirius

Die Partikel, die in dem Tennisschläger förmigen Detektor der Stardust-Sonde die Einschlagspur mit der Nummer 30 hinterließen, heißen nun Orion und Sirius. Ein Teil der Untersuchungen, die sie als Kandidaten für Sternenstaub qualifizieren, unternahm das Forschungsteam von Frank Brenker von der Goethe-University gemeinsam mit Kollegen der belgischen Gent University an der europäischen Synchrotronstrahlungsquelle ESRF in Grenoble.

Dort wurden die Staubpartikel wie in einem riesigen Röntgen-Mikroskop zerstörungsfrei auf ihre Struktur und chemische Zusammensetzung untersucht. Nach dieser Voruntersuchung ging die Probe für weitere Analysen zurück nach Berkeley.

Andew Westphal von der University of California in Berkley, der vergangene Woche die Ergebnisse verkündete, räumte zwar ein, dass der Fund auch "ein falscher Alarm" sein könnte, bemerkte aber, die Partikel seien bislang einzigartig: "fielen sie uns auf den Boden, würde es etwa 300 Millionen Dollar kosten, Neue zu erhalten". (red)

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Posting 1 bis 25 von 29
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Freie Welt
00
20.3.2010, 02:48
"Andew Westphal von der University of California in Berkley"

Diese Amerikaner verstehen es einfach immer wieder, monetäre Bewertungsskalen auf rein ideelle Bereiche anzulegen. Und schon denkt sich die Masse der Leser: "Wow, muss das wertvoll sein!"

Genial. Denn Hand aufs Herz: Welchem Leser kommt nicht wenigstens ein bisschen der Satz in den Sinn "Was wollen die mit den zwei lächerlichen Staubkörnchen eigentlich?"...

Roky Erickson
00
17.3.2010, 08:58
"The melody haunts my reverie"

... the stardust of yesterday ...

Multivac, 2010-18-42, Donnerstag
00
17.3.2010, 08:33

The Stars, Like Dust (Asimov) - nur genial

Emiliano Zapata
 
02
16.3.2010, 21:11
"fielen sie uns auf den Boden, würde es etwa 300 Millionen Dollar kosten, Neue zu erhalten"

sag das mal der putzfrau, die im labor staubwischt...
und was unterscheidet die interstellaren teilchen nun so sehr von welchen aus unserem sonnensystem? die chemie/ physik sollte doch überall gleich sein. ich denke max. radioaktive zerfallsdaten könnten anders sein.
aber fs3 wird ja hoffentlich bald dieses rätsel für uns lösen.

F S 3
96
16.3.2010, 22:46
In erster Linie zerstörten die Stardust Funde so ziemlich alles an gängigen Theorien zu KOMETEN.Wieso?Lt.Lehrmeinung wurden Kometen am ÄUSSEREN RAND der "Akkretionsscheibe vor Millionen v.Jahren gebildet",weshalb auch alle so wild darauf waren,diese…

…angeblichen "Beweise" f.die Akkretionsscheiben-Theorie untersuchen zdürfen.Der Schock war nun,daß man Materialen fand,die nur unter äußerst hoher HITZE entstanden sein konnten,u.mehrere 1000° waren eben f.die "kalte" Umgebung sehr unpassend.

Die Stardust Funde bezeugen eigentl.ganz genau das GEGENTEIL der herkömml.Theorien und Modelle.Die NASA verschwieg das aber gefliessentlich u.man konzentrierte sich auf dieses "von weit draußen komm ich her" usw.

Wie die Befürworter d.elektrischen Modells für Kometen jedoch bereits vor Jahren aufzeigten,sind die angeblichen Funde von "Wasser" auf diesen Bröckerln nur ein Resultat der Interaktion des O vom SiO mit den Helium-Ionen des Sonnen-"Windes".Oder eben Hydroxyl.

Bildung durch:Very elektrisch!

Pro Freistaat Kärnten!
 
00
18.3.2010, 15:14
Es wurde SiO

in diesen "Bföckerln" nachgewiesen?
Wie genau reagiert H mit SiO?

Sarang He
02
17.3.2010, 14:03
und weshalb genau sollen

die Materialien, die nur unter äusserst hoher Hitze enstanden sein konnten, die gängigen Theorien zu Kometen widersprechen?

Meines Wissens ist das sogar ein wichtiges Indiz zur Betätigung der gängigen Theorien!

Da ich nicht ganz auf dem Laufenden bin, gibt es hierzu entsprechende Fachartikel?

F S 3
03
17.3.2010, 18:36
Nach dem Standardglauben sollen Kometen irgendwo am Rande dieser mysteriösen "Akkretionsscheibe" entstanden sein - dort wo es am kältesten ist/war. Dazu die (jedoch niemals nachgewiesene,also HYPOTHETISCHE) Oortsche Wolke,woher all diese Trümmer…

…angeblich stammen sollen.

Projekt Stardust fand NICHTS, was diesen Glauben bestätigte, ja eben ganz das Gegenteil (Anorthit, Diopsid, mit Schmelztemperaturen weit über 1000°C und entsprechend hohen Bildungstemperaturen).

Aber auch kein Kalziumkarbonat, was wiederum ein Hinweis für primordiales Wasser gewesen wäre, oder sonstige Karbonate. Nachweis von primord.Wasser wäre jedoche "überlebenswichtig" für die vorherrschenden Kometenentstehungstheorien…

http://www.netzeitung.de/spezial/w... 86926.html
http://www.si-journal.de/index2.ph... j81-5.html

Greyarea
 
04
17.3.2010, 11:53
bitte um eine genaue erklärung

dieses satzes:
Interaktion des O vom SiO mit den Helium-Ionen des Sonnen-"Windes".Oder eben Hydroxyl.

was soll denn das bittte bedeuten?

O des SiO interagiert mit He+ zu OH? oder es sieht so aus als ob es OH wäre?

bitte um NACHVOLLZIEHBARE erklärung

Nick Tameer
00
18.3.2010, 02:47

Es bedeutet:

Zwischen den Ohren eines gewissen Fernsehprogramms (dem sich noch eine Redaktion zugesellt hat, wie heute verlautbart wurde) weht der Sonnenwind - und zwar zur anodischen Sonne hin - und erzeugt Staubteufel.

F S 3
20
17.3.2010, 12:22
Danke. Soll natürlich Wasserstoff heißen…

…Wasserstoff, wie "H" und nicht Helium.

sterngucker
 
01
17.3.2010, 15:57
Wasserstoff, Helium - Jacke wie Hose

Ist doch ohnehin alles elektrisch.

Raubkopierer
01
17.3.2010, 08:16

hier war doch gar kein reizwort zu lesen...

o+
01
18.3.2010, 08:14
Doch: "NASA vermutet"

Raubkopierer
00
18.3.2010, 16:44

dann hätte schon "NASA" reichen müssen.

joergipoergi
00
17.3.2010, 07:43
off-topic

schon mal überlegt Poweruser zu werden (oder wie man das hier im standard nennt) da hat man dann mehr Platz und kann mehr Zeichen unterbringen pro Posting ;)

mfg

F S 3
40
17.3.2010, 10:29
:) Danke für die Anregung! Das FS3 glaubt aber nicht, daß…

…sich DerStandard so einen Schritt finanziell leisten könnte.

DownTheLine
00
17.3.2010, 12:40

Was ist "das FS3"?

Pro Freistaat Kärnten!
 
01
17.3.2010, 11:36
ich glaube,

da spendet die comunity gerne.

wo hat man sonst so ein vielfältiges unterhaltungsprogramm....

mad as hell
00
17.3.2010, 02:49
Mr(s). F S 3

Ich las viele Ihrer Postings auf derstandard.at ... teilweise fand ich es belustigend, teilweise machte ich mir schon Gedanken darüber, ihre Aussagen als wohlmöglich evident zu betrachten. Mit Quantenphysik und Teilchenphysik maturierte ich sogar, positiv, bei einer Physiklehrerin als Vorsitzender, einem Direktor als Vorsitzendem und eben einem Physiklehrer, der mir die Fragen stelllte. Denen taugte das absolut.

Sie, das FS3, kommen mir ständig unter, das ist bemerkenswert. Sie werfen ständig mit scheinbaren Fakten umsich, kennen evtl. keine Beweise, die zu ihren Thesen passsen.

Mir würde es gefallen, eine Top10-List zu sehen, mit Studien, wissenschaftlichen Argumentationen, oder einfach einer FS3-Top10-der-Wissenschaft!!

Pro Freistaat Kärnten!
 
25
17.3.2010, 11:38
Ich will hier nicht vorgreifen, aber die Liste würde in etwa so aussehen:

1. Birkeland
2. Alven
3. Birkeland
4. Alven
5. F S 3
6. F S 3
7. F S 3
8. F S §
9. Birkeland
10. Alven

yomellamo
00
17.3.2010, 15:16

nummer 1 sollte dann doch der Blitzgott hoechstselbst sein denke ich...

metbaron
02
17.3.2010, 13:26

jetzt hast du aber Platz 1 und 3 vertauscht :)

Martin Müller10
 
01
16.3.2010, 21:43
Das Zeug ist Basis unserer Existenz

Alles auf der Erde ausser H und He kommt aus solchen Quellen. Bis Si aus roten Riesen und alles weitere aus Supernovas. Dieser Staub war in die H He Gaswolke aus der das Sonnensystem entstand eingebettet und ermöglichte erst die Bildung fester Planeten

KTHXBYE
00
16.3.2010, 17:35

Warum fällt mir da The Andromeda Strain von Michael Crichton ein ;-)

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