Arktis-Expedition führt ForscherInnen 500 Kilometer übers Packeis

16. März 2010, 14:20
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Wissenschafter untersuchen Ursache für Übersäuerung der Meere

Montreal - Drei britische ForscherInnen haben am Montag in Kanada eine Arktis-Expedition begonnen, die sie auf Skiern 500 Kilometer übers Packeis führen wird. Hauptziel ist die Erforschung der Ursachen für die Belastung der Meere. "Unsere Arbeit besteht darin, Daten zu sammeln, die die Wissenschafter nicht anders bekommen können", erklärte Expeditionsleiterin Ann Daniels.

Sie und ihre zwei Kollegen werden mit Temperaturen von bis zu minus 45 Grad und starkem Wind zu kämpfen haben. Am Montag sollte ein zweites Forscherteam sich in der Nähe für 45 Tage in einer Messstation einrichten, um die von einem Versicherungskonzern finanzierte Expedition zu unterstützen.

Übersäuerung der Meere

Das britische Forscherteam will Daten sammeln, die Aufschluss über die Auswirkungen des wachsenden Kohlendioxidausstoßes auf die Ozeane und besonders auf seine Artenvielfalt haben. Von den gesammelten Daten sollen Forschungszentren in Europa, den USA und Kanada profitieren. Einige Wissenschaftler befürchten, dass sich in den kommenden Jahrzehnten der pH-Wert des Meeres drastisch verändert, so dass Tierarten wie Hummer, Krabben und Austern darunter leiden könnten. Kalte Gewässer nehmen mehr Kohlendioxid auf als warme, so dass der arktische Ozean besonders anfällig für die drohenden Veränderungen ist.

Der Säuregrad der Meere hat seit dem Beginn der industriellen Revolution um 30 Prozent zugenommen. Wenn der CO2-Ausstoß weiter wie bisher zunimmt, könnte sich der Säuregrad nach Einschätzung von Experten bis 2100 verdreifachen. (red/APA)

  • Während die drei WissenschafterInnen sich auf den Weg machten, hat sich ein zweites Team auf dem Eis vor Ellef Ringnes Island häuslich eingerichtet.
Foto: www.martinhartley.com
    foto: catlin arctic survey/www.martinhartley.com

    Während die drei WissenschafterInnen sich auf den Weg machten, hat sich ein zweites Team auf dem Eis vor Ellef Ringnes Island häuslich eingerichtet.

    Foto: www.martinhartley.com

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