"Das weiße Band" erreicht 100.000er-Marke

16. März 2010 12:55

ÖFI: "Eindrucksvoll bestätigt, dass künstlerische Qualität auch ein breites Publikum haben kann"

Wien - Michael Hanekes Oscar-nominierter Schwarz-Weiß-Film "Das weiße Band", das bereits seit 25 Wochen in den heimischen Kinos läuft, hat inzwischen über 100.000 Besucher erzielt. Wie es in einer Aussendung des Österreichischen Filminstituts (ÖFI) heißt, sei damit "eindrucksvoll bestätigt, dass künstlerische Qualität auch ein breites Publikum haben kann". Neben diesem Erfolg in Österreich behaupte sich "Das weiße Band" seit elf Wochen erfolgreich am US-Kinomarkt und in über 20 Ländern weltweit.

Auch die österreichische Koproduktion "Nordwand" läuft seit nunmehr sieben Wochen in US-amerikanischen Kinos und Götz Spielmanns im Jahr 2009 für den Auslandsoscar nominierter Film "Revanche" sei derzeit erfolgreich in Russland zu sehen.

"Die starke nationale und internationale Präsenz österreichischer Filme an bedeutenden Festivals und Märkten ist umso beachtlicher, als allein in der EU jährlich weit über 1.000 Filme, über 600 Filme in den USA und rund doppelt so viele in Asien produziert werden, die auf den Markt drängen", so ÖFI-Direktor Roland Teichmann laut Aussendung. "In diesem enormen Wettbewerb nicht nur wahrgenommen zu werden, sondern zu bestehen, ist daher als großer Erfolg zu werten." (APA)

Chris_SM
16.03.2010 15:21
Super

100.000 Zuschauer für einen sperrigen SW-Film ist eine ordentlich Leistung.
Haneke versteht sich darauf sein Publikum zu fordern UND zu fesseln. So gesehen denkt er bei allen künstlerischen Anspruch durchaus auchkommerziell.

Das weiße Band ist eine sehr teure Produktion. Dieser Film braucht trotz aller Förderungen ein recht großes Publikum.

P.S.
Auch ich kann diesen Film nur empfehlen. Noch läuft er in den Kinos...

Chris_SM
16.03.2010 19:00

In den USA hält er mit 7.3. bei 1,7 Mio $. Das ist jetzt nicht soo berauschend. Cache kam auf über 4 Mio $, ein Wert den das weiße Band wohl nicht annähernd erreichen wird.(2-2,5 Mio sind realistisch)

In den USA werden keine Zuschauerzahlen sondern jene Umsätze, die an die Verleiher gehen, gemessen.
(also Ticketpreis minus dem was das Kino einbehält)

Der vierte Lemming von links hinten
16.03.2010 14:02
Traurig dabei ist nur, dass das Ö Kinopublikum so unmündig ist

und erst nachdem die halbe Welt unsere Filme auszeichnet und sie für gut empfindet, sich auch ins Kino bewegt. Siehe der Fälscher, der vor dem Oskargewinn nur geringe Zuschauerzahlen hatte.

Chris_SM
16.03.2010 19:03

Gerade bei die Fälscher trifft das zu. Vor dem Oscar hatte er so 25 T Zuschauer, und kam dann noch auf 170 T.

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