
Als eine Art "sicherer Hafen" für die Veröffentlichung von geheimen Dokumenten hat sich in den letzten Jahren Wikileaks etabliert, immer wieder sind dort Informationen gelandet, die die ursprünglichen AutorInnen lieber vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen hätten. Darunter auch einige Dokumente, die das US-Militär behandeln - und deren Auftauchen offenbar bei den Zuständigen für einige Verärgerung gesorgt haben.
Geheimdienst
Wie nun ein - passenderweise auf Wikileaks selbst veröffentlichtes - internes Papier des US-Militärgeheimdiensts zeigt, hat sich dieser bereits seit 2008 mit konkreten Maßnahmen gegen die Seite beschäftigt. Denn in dem 32-seitigen Dokument beschäftigt sich das Counterintelligence Center der US-Armee (ACIC) nicht nur mit der Frage, welche reale Gefährdung die Veröffentlichung der geheimen Informationen über Guantanamo und den Irak-Krieg bei Wikileaks zur Folge hätte, sondern macht auch gleich einige konkrete Vorschläge, wie man gegen die Webpage vorgehen könne.
Schwierigkeiten
So analysiert man etwa die Chancen, die Seite vollständig abzudrehen, kommt allerdings zu dem Schluss, dass diese eher schlecht stünden. Die technische Realisierung zeige ein hohes Maß an Kompetenz bei der Nutzung von freier Software sowie das Vorhandensein der notwendigen Ressourcen, zusätzlich werde der Auftritt laufend verbessert.
Diskreditierung
Entsprechend rät man zu anderen Schritten gegen Wikileaks, mit diversen Maßnahmen soll das Vertrauen in die Veröffentlichungsplattform erschüttert werden. Konkret denkt man dabei über die Publikation von gefälschten Dokumenten auf der Seite nach, auch Gerüchte über eine leichte Identifizierung der InformantInnen sollten gestreut werden. Bei Wikileaks weist man allerdings darauf hin, dass diese Pläne offenbar bis dato noch nicht umgesetzt wurden, zumindest wurde noch kein entsprechender Vorfall bekannt. (apo, derStandard.at, 16.03.10)
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Wen wundert's? Geheimdienste haben eben auch die Aufgabe, geheime Informationen zu beschützen. Hätten die Geheimdienste der Welt keine Lösungsvorschläge zum Wikileaks-"Problem" (aus ihrer nicht illegitimen Sicht ist es ja ein Problem), würde ich mir Sorgen machen. (Nein, Geheimdienste sind nicht ganz grundsätzlich böse und schlecht.)
Schade, dass hier niemand Notiz daran nimmt, dass die Vorschläge nicht nicht umgesetzt wurden (Aussage Wikileaks), sondern wieder mal primär die Gelegenheit wahrgenommen wird, gegen irgend etwas amerikanisches zu motzen.
Es geht doch nicht um geheime Sache, es geht um geheime Sachen, die gegen einen großteil der Bevölkerung gehen und diese Informationen sollten an die Oberfläche kommen.
Im weitesten Sinne sind auch Sie selbst ein Opfer.
Aufregung gibt es nun, weil der Staat solche Seiten auslöschen möchte, das nennt sich Internetzensur.
Internetzensur ist immer mehr im kommen, es fehlt quasi nur noch ein 9/11 übers Internet und dann hamma die Zensur.
Ja und warum ist die Zensur so wichtig?
Weil sich die Zeiten geändert haben und die Leute Dinge erfahren, die sie früher nicht erfahren haben, da die Medien alle gekauft sind und das bereitet der Elite Probleme.
Darum gilt: AD ACTA mit ACTA
yep!
ISPs sollen als Hilfsschnüffler für die Content-industrie eingesetzt werden, alle Innenminister dieser Erde versuchen die vollkommene Zensur im netz einzuführen... einzig gut ist, dass das dann doch nicht ganz so leicht ist wie sich das die politiker wünschen.
Ich denke die zukunft ist friend2friend bei dem man direkt nur mit freunden verbunden ist (wenns um wichtige dokumente geht), man aber über diese freunde auch in den freigegebenen dokumenten derer freunde und deren freunden suchen kann.
würden sie schweigen und gar nichts tun, wäre der Grad an Zweifel gegenüber Wikileaks deutlich höher.
Aber die Hellsten sind's in der Hinsicht anscheinend noch nie gewesen. (Eigentlich logisch, wenn man sieht, wie sich das Militär brav und ohne Zögern den idiotischen Befehlen der Politik unterwirft und Kritik, wenn überhaupt, immer erst HINTERHER erfolgt.)
Fritz Meyer.
"Die technische Realisierung zeige ein hohes Maß an Kompetenz bei der Nutzung von freier Software...", sprich freie Software ist eine Art Bedrohung für die Geheimdienste.
Umkehrschluss zulässig: Geheimdienste mögen Microsoft? - Und wenn, warum? Sind da die "Hintertürchen" vielleicht schon eingebaut?
Ach das liebe Militär und seine "Geheimnisse" oder zumindest das von dem sie hoffen dass es geheim bleibt.
Schon sehr witzig den irgendwie ist so etwas wie WikiLeaks die gegenbewegung zum Überwachungstaat.
Wenn der Staat den Bürger überwacht soll die Masse darüber froh sein weil man dadurch ja "beschützt" wird, wenn der Bürger wissen will was der Staat macht nennt man es "Gefährdung durch Veröffentlichung geheimer Informationen"
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