Internetbetrüger "entdecken" Australiens Bankkunden

11. April 2003, 09:39
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Bereits der dritte Fall in vier Wochen aufgeflogen

Internetbetrüger versuchen derzeit in Australien mit Massen-E-Mails an die persönlichen Daten von Bankkunden heranzukommen. Wie die ANZ-Bank auf ihrer Webseite mitgeteilt hat, ist ein entsprechendes HTML-Mail im Umlauf. Bisher wurden an die 50 Bankkunden durch das Mail getäuscht und gaben ihre Daten preis. Nach Angaben des australischen IT-Dienstes Australien IT ist es der dritte Fall in vier Wochen. Die Betrüger versuchten bereits mit derselben Methode bereits an die Kundendaten der Commonwealth-Bank sowie der Westpac-Bank heranzukommen.

Aufgefordert

Die Internetbetrüger versandten jedes Mal ein HTML-Mail mit der Aufforderung an die Bankkunden, ihre Kontoinformationen nochmals zu bestätigen. Dazu wurden sie auf eine Seite verlinkt, die der Webseite der Bank gleicht. In Wirklichkeit wurden die Bankkunden allerdings auf eine US-Seite umgeleitet, die von Hackern übernommen wurde. ANZ hat inzwischen die Passwörter der betroffenen Kunden geändert und überwacht ihre Konten auf verdächtige Abbuchungen.

Verbreitung hilft

Australien ist für die Betrüger im Internet besonders attraktiv. Internetbanking ist sehr weit verbreitet. Gleichzeitig halten vier Großbanken rund 80 Prozent des gesamten Marktes, womit die Internetbetrüger mit ihren Massenmails eine hohe Trefferrate erzielen. (pte)

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