Attentat auf Präsidenten von Ecuador vereitelt

10. April 2003, 21:13
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Ecuadorianisch- kolumbianische Verschwörung aufgedeckt

Quito - Die Polizei in Ecuador hat nach Angaben von Polizeichef Edgar Vaca im Februar ein Attentat auf Präsident Lucio Gutierrez vereitelt. Das Mordkomplott sei in der kolumbianischen Stadt Cali von zwei ecuardorianischen und neun kolumbianischen Verschwörern geplant worden, sagte Vaca am Donnerstag vor einem Parlamentsausschuss in Quito. Aufgedeckt worden sei der Attentatsplan in Zusammenarbeit mit Beamten von Interpol.

Die Attentäter hätten von ihren Auftraggebern 60 Tage Zeit bekommen, den Mordanschlag auszuführen. Vaca sagte nicht, ob in Zusammenhang mit dem Komplott Festnahmen erfolgt seien. Präsident Gutierrez ist seit dem 15. Jänner im Amt. Er hatte den Wahlkampf mit einer Anti-Korruptions-Kampagne geführt.

Im Jänner 2000 hatte Gutierrez zusammen mit einer Gruppe von Militärs und indianischen Ureinwohnern den damaligen Staatschef Jamil Mahuad gestürzt. Nur Stunden nach dem Putsch ernannte das Militär jedoch Gustavo Noboa zum Staatsoberhaupt. (APA/AP)

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