Musikbranche bereitet sich auf Cloud-Zukunft vor

15. März 2010, 08:21
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Songs kommen aus dem Netz auf unterschiedliche Endgeräte - Konsumenten zunehmend an Pauschaltarifen interssiert

Wenn es darum geht, wie Menschen zukünftig Musik konsumieren sollen, sind sich Brancheninsider einig: Songs sollen nicht mehr auf den MP3-Player oder das Handy kopiert werden, sondern aus dem Netz gestreamt und damit auf unterschiedlichen Endgeräten genutzt werden können. Was für den Konsumenten viele neue Möglichkeiten bietet, stellt jedoch erneut große Herausforderungen an die Musikindustrie.

Zwar soll die neue Technik die Lust der Kunden auf Musik neu entfachen, in Bezug auf Copyright und Lizenzen ergeben sich jedoch neue Probleme. Dennoch soll mit der Musik aus der Cloud das Konzept des tatsächlichen, persönlichen Besitzes von Musik überholt sein, berichtet die New York Times. Eine neue Generation von Konsumenten sei eher bereit, eine Gebühr für unbeschränkten Zugang zu einer virtuellen Jukebox zu bezahlen, als einzelne Songs zu kaufen.

Streaming schon im Jahr 2000

Für die Musikindustrie stellt das alte Modell des Einzelverkaufs von Musik jedoch die weitaus profitablere Variante dar und soll an Wegen arbeiten, das Konzept dennoch aufrechtzuerhalten. Michael Robertson, Online-Musik-Unternehmer, glaubt jedoch nicht, dass solche Vereinbarungen möglich sein werden. Sein ehemaliges Unternehmen MP3.com bot schon im Jahr 2000 die Möglichkeit an, Musik zu streamen, solang man belegen konnte, die Songs auch tatsächlich zu besitzen.

Robertson ist mittlerweile Betreiber der Seite MP3tunes , die Konsumenten die Möglichkeit gibt Musik hochzuladen und danach auf unterschiedlichen Endgeräte wie Mobiltelefonen, Internet-Radios oder Spielkonsolen wiederzugeben. Auch in diesem Fall gibt es offene Fragen bezüglich des Copyrights der Musik, die gerade vor Gericht geklärt werden.

Letztendlich müssen sich die Musiklabels jedoch auf den Umstieg auf Cloud-Service vorbereiten und haben bereits angekündigt, angemessene Angebotspakete zu schnüren. "Wir halten definitiv Ausschau nach der nächsten Innovationswelle um die Qualität des Musikkonsums für die Kunden zu verbessern", so ein Brancheninsider. (pte)

 

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