Parlamentswahl in Kolumbien

Stimmen direkt im Wahllokal gekauft

15. März 2010, 16:48

Beobachter berichten von massivem Stimmenkauf - Konservatives Lager um Uribe gewinnt

Bogotá - Bei der Parlamentswahl in Kolumbien ist es laut internationalen und einheimischen Wahlbeobachtern zu zahlreichen Fällen von Stimmenkauf gekommen. Der Vorsitzende der Wahlbeobachtermission der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Enrique Correa, nannte entsprechende Hinweise "beunruhigend". In Magangue im nördlichen Departamento Bolivar sei es sogar zu Stimmenkäufen im Wahllokal gekommen.

Pedro Santana von der kolumbianischen Wahlbeobachtermission sagte, die am meisten von Stimmenkäufen betroffenen Gebiete befänden sich im Nordwesten des Landes. Dort übten die Milizen der ultrarechten Paramilitärs vor ihrer Auflösung zwischen 2003 und 2006 den größten Einfluss aus. Auch die jetzigen Stimmenkäufer handelten nach seinen Worten im Auftrag der ehemaligen Paramilitärs.

Nach Auszählung von knapp 94 Prozent der Stimmen für die Wahl zum Senat liegen die rechtsgerichteten Parteien des Regierungsbündnisses von Präsident Alvaro Uribe klar in Führung. Sie kommen nach amtlichen Angaben vom Montag auf mindestens 59 der 102 Sitze. Da die Stimmen von Hand ausgezählt werden, verzögerte sich die Bekanntgabe des Ergebnisses, insbesondere bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus mit seinen 166 Sitzen.

Im Abgeordnetenhaus verfügte allein Uribes Partei der Nationalen Einheit, die U-Partei (Partido de la U für Uribe) und ihr wichtigster Bündnispartner, die Konservative Partei, nach Auszählung von knapp einem Drittel der Stimmen über rund 37 Prozent. Sollten sich die Zahlen bestätigen, konnte die Uribe-Partei ihr Ergebnis vom letzten Mal deutlich verbessern.

Die in den 80er Jahren mit Unterstützung von Armee und Polizei, Großgrundbesitzern und Drogenhändlern gegründeten paramilitärischen Gruppen werden für die Ermordung von mindestens 20.000 Menschen verantwortlich gemacht. Die Opfer sind unter anderen Gewerkschafter, Menschenrechtsaktivisten und Mitarbeiter sozialer Bewegungen. Gegen mehr als 80 der bisherigen Senatoren und Abgeordneten sind Verfahren wegen des Vorwurfs der Zusammenarbeit mit den Todesschwadronen anhängig, zwölf Uribe nahestehende Parlamentarier wurden deswegen verurteilt. (APA/AFP)

Kommentar posten
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Schrecken der braven Landfrau
32
17.3.2010, 05:29
60% gingen nicht zur Wahl, 10% der abgegebenen Stimmzettel ungültig

http://www.amerika21.de/nachricht... 948_parla/


Die 10% hatten wohl Angst um ihr Leben, wenn sie nicht zum Wählen gegangen wären, in diesem Vorzeigemodell der Demokratie.

Nicolas Castillo
00
17.3.2010, 21:13
na wenn amerika21 es sagt ...

aber selbst wenn, was ändert das an der Tatsache. In einer Demokratie kann jeder selbst entscheiden, ob er wählt. Sie werden ja auch nicht gezwungen, oder?

Austro-Spanier0
11
17.3.2010, 20:30
Vor allem ihre Quelle ist ja sehr überzeugend:-) LOL

Sagen sie, haben sie einen Zwillingsbruder?

Horst Holger
00
18.3.2010, 00:09
die Landfrau ist die Zwillingsschwester vom A. Köstler

deren inhaltslose Postings gleichen sich doch ungemein

permobil
22
17.3.2010, 16:43

In ihrem so geliebten revolutionärem Nachbarstaat (Venezuela), war die Wahlabstinenz bei den letzten Parlamentswahlen 75 %. In einigen Gebieten lag die Wahlbeteiligung sogar nur bei 10 % !!

Das macht die Sache in Kolumbien nicht besser. Nur bei Kampfpostern wie Ihnen mal zur Erinnerung. Da Sie Venezuela (beim noch mehr geliebten Kuba klappt es nicht so wirklich) zum demokratischen Vorzeigemodell erklären möchten ;-)

Kulturkaos
22
17.3.2010, 20:43
Das haben Sie sich aus den Fingern gesaugt!

Die Wahlbeteiligung bei den Präsidentschaftswahlen 2006 lag bei 62% und bei den Regionalwahlen 2008, als die Opposition deutliche Gewinne verbuchen konnte, lag sie mit über 65% sogar auf "absolutem Rekordniveau" (Quelle: www.welt.de). Ergoogeln Sie sich die Widerlegung Ihrer falschen Behauptungen meinetwegen selbst.

Bleiben Sie fair!

permobil
01
18.3.2010, 08:20
Nein, das stimmt schon ....

Erstens steht >> Parlamentswahlen !!! und zweitens stimmt die Zahl.

Lesen und googeln Sie selber besser
und bleiben fair ;-)

Für den Anfang ....

"Wie die Wahlkommission in der Nacht zum Montag mitteilte, lag die Wahlbeteiligung lag bei 25 Prozent."

http://www.wiwo.de/politik-w... la-122785/

Schrecken der braven Landfrau
22
17.3.2010, 19:58

Die Wahlbeteiligung bei den Präsidentschaftswahlen im Dezember 2006 lag bei 75%.

Die Wahlbeteiligung bei den Kommunalwahlen im November 2008 lag bei 65%.

Mir ist nicht bekannt, dass eine nennenswerte Anzahl von Stimmberechtigten die Stimmzettel in blanko oder ungültig abgegeben hätte.

Frage:
Warum haben die das wohl in Kolumbien gemacht?

Antwort: Da mussten Leute zur Wahl gehen, ob sie wollten oder nicht.

a stranger in a strange land
00
18.6.2010, 10:13

ja kleines, lesen scheint nicht deine stärke zu sein, muss es aber auch nicht, denn du kannst ja die buchstaben der dich verblendenden propaganda einfach abtippen.

oder es ist so, das es für autoritäre obrigkeitshörige wie du eine bist egal ist, um was für eine geschobene scheinwahl es sich handelt. parlamentswahl, präsidentenwahl, etc egal wie mans nennt, es dient doch nur zum machterhalt deines geliebten führers.

permobil
21
18.3.2010, 08:24

Es geht um die Parlamentswahlen. Da lag die Wahlbeteiligung bei 25 % in Venezuela.
Es zeichnete sich ein Wahlbetrug ab und es wurde zum Boykott der Wahlen aufgerufen. 75 % gingen dann eben nicht zur Wahl.

Schrecken der braven Landfrau
22
18.3.2010, 09:26
"Es zeichnete sich Wahlbetrug ab..."

Nein! Es waren die Umfragen, die die Opposition die Wahlen boikottieren liessen.

Die beiden ehemaligen Staatsparteien COPEI und AD, die 4 Jahrzehnte das Land regierten wurden in Umfragen taxiert mit:
AD < 4%
COPEI < 1%

Deshalb hatte die Opposition die Wahlen boikottiert um
a) sie nicht anerkennen zu müssen
b) um ihren Anhängern und möglichst dem Ausland, über die von den reichen Familien kontrollierten Medien, die Illusion zu bewahren, sie hättten die Mehrheit.

Deshalb trat die "Opposition" nicht zur Wahl an.

a stranger in a strange land
00
18.6.2010, 10:14

schöne geschichte, die dir zum abtippen vorgelegt wurde. dass diese völlig unglaubwürdig ist, kannst du mit deinem armseligen und verblendeten verstand leider nicht erkennen.

permobil
23
18.3.2010, 12:16


.... und 75 % der Bevölkerung ging nicht zur Wahl.

Aber nach Ihnen ist die "Opposition" ja nur eine kleine Minderheit von maximal 5 % ....

Warum dann die anderen 70 % dem Boykottaufruf auch gefolgt ist, bleibt ein Rätsel ....

Nicolas Castillo
11
17.3.2010, 21:14
die wurden alle an den Haaren herbeigeschleift ...

Nicolas Castillo
83
16.3.2010, 12:16
Auf die wirklich interessanten Fakten dieser Wahlen ...

wird gar nicht eingegangen. Viel spannender als die Wahlen zum Kongress sind die Vorwahlen des konservativen Präsidentschaftskandidaten. Und da ist es so eng, dass ein endgültiges Ergebnis nicht vor Samstag feststehen wird.

Setzt sich Sanin gegen Arias durch, besteht die Möglichkeit Santos zu verhindern, setzt sich Arias durch, befürchte ich ein Anbiedern der Konservativen. Der wird ja nicht umsonst "Uribito" genannt.

Also, die Stimmenkläufe sind nicht sehr schön, aber für die politische Zukunft des Landes nicht unbedingt erheblich.

dr. kokos
 
12
16.3.2010, 21:33

nikolausi/reto: pinochet war ja auch für chile gut, nicht wahr?

Nicolas Castillo
01
16.3.2010, 21:52
Na Koksi ...

auch mal wieder da? Aber nix an Ihrer Sinnlosigkeit verloren, Hut ab!

Im Gegensatz zu Ihnen beschäftige ich mich mit Realitäten, nicht mit Wunschvorstellungen. Sollten Sie gelegentlich auch mal versuchen. Und Sanin wäre nun mal das kleinere Übel gemessen an Santos oder Arias.

Ihren Bezug zu Pinochet kann ich allerdings nicht ganz folgen, was auch immer Sie damit sagen wollen, ich hoffe es geht Ihnen gut dabei.

Gute Nacht!

napfiatgott
22
16.3.2010, 16:08
...für den letzten Satz...

...bekommen Sie das rote Stricherl!

Nicolas Castillo
00
16.3.2010, 19:44
Es sei Ihnen gegönnt ...

pepitant
00
16.3.2010, 15:43
Ja, da gibt wer

völlig unsinniger Weise Geld aus. Müssen wirklich Vollidioten sein.

soseies
43
16.3.2010, 10:50

"Beobachter berichten von massivem Stimmenkauf "

das hat man noch nicht einmal bei den wahlen...aus dem iran berichtet...

und diese wahlen waren doch sowas von undemokratische...ja, ein betrug, wenn ich den westlichen konzernmedien folge...

diamant
21
16.3.2010, 15:36
Falsch!

Erstens gibts Iran keine 'Wahlen', sondern nur Scheinwahlen, und da braucht man keinen Stimmenkauf!!
Beim letzten Mal waren die Faelschungen eben nur noch dreister als bisher, was natuerlich den Unmut der Bevoelkerung stimuliert!

Mike Müller
 
00
18.3.2010, 11:28
wo habe sie denn das her? Im Iran werden vordergründig die demokratischen Richtlinien eingehalten wie in Kolumbien auch

Es gab viele Parteien und Kandidaten. Wieso meinen sie das es in Iran keine "Wahlen" gab?
wegen dem Stimmenkauf auf dem Land
wegen Druck auf Arbeiter und Angestellte
wegen Wahlzetteln von toten und erfundenen
Mir kommt das sehr bekannt in Bezug auf Kol. Ihnen nicht?
OK die Wertevorstellungen sich grundlegend anders, aber im Iran ist die Motivation Ansehen, Geld und relig. Einfluss in Kolumbien nur Geld und Ansehen.
Unterschiede:
Im Iran gibt es keine Opposition und religionsfreie Kandidaten wie in Kol.
Paras heissen dort anders.
Für mich ist das Wort Demokratie/faire Wahlen mit beiden Machthabern und Systemen nicht zu verbinden. Demo. wird zum Schein inzeniert mehr oder weniger gut. Das wurde unter sogar Uribe schlimmer

Jabon
11
16.3.2010, 04:41
Seltsam, Kolumbien ist naemlich die aelteste Demokratie in LA!

Kolumbien ist nur formal die aelteste Demokratie weil
1866 zur Republik erklaert,wie wir aber wissen
gibt es seit diesem Datum und gab es auch davor blutige Konflikte die bis heute nicht beigelegt sind
wie es sich eigentlich fuer eine Demokratie gehoert.
Chile oder Argentinien sind trotz Militaerdiktaturen
demokratischer weil man hat aus den Fehlern gelernt
in Kolumbien sieht man das noch nicht.

dr. kokos
 
23
16.3.2010, 01:19
für ein paar silberlinge...


familien, die uribes partei gewählt haben, sollen 200.000 pesos (= ca. 77 euro) erhalten haben, wurde mir soeben aus cali berichtet.

soviel zur vorbildlichen demokratie in kolumbien.

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