Abbas

Teheran verhindere Aussöhnung mit der Hamas

13. März 2010 14:25

Iranische Führung sei gegen von Ägypten ausgearbeiteten Plan

Tunis - Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas (Abu Mazen) macht den Iran für die bisher gescheiterte Versöhnung der verfeindeten Palästinenser-Parteien Hamas und Fatah verantwortlich. Die Führung in Teheran wolle nicht, dass die radikale Hamas den von Ägypten ausgearbeiteten Plan zur Aussöhnung unterzeichne, sagte Fatah-Chef Abbas bei einem am Samstag zu Ende gehenden Besuch in Tunesien. Die Führung der Hamas habe dem Abkommen zunächst zugestimmt, nun berufe sie sich aber auf Vorwände, um es doch nicht zu unterzeichnen.

Erst im Februar hatte es von palästinensischen Exilpolitikern in Syrien geheißen, der Versöhnungsplan werde Ende März während des Gipfels der Arabischen Liga in Libyen unterzeichnet. Die Hamas-Bewegung hatte im Juni 2007 nach blutigen Gefechten mit der Fatah die Kontrolle über den Gazastreifen errungen. Die EU erkennt jedoch lediglich die von der Fatah dominierte Palästinenserverwaltung von Abbas als offiziellen Gesprächspartner für die gesamten Palästinensergebiete an. Sowohl westliche Vermittler als auch die arabischen Staaten hatten die rivalisierenden Parteien mehrfach ermahnt, ihren internen Konflikt zu beenden, der auch als Hindernis für neue Friedensgespräche mit Israel gesehen wird.

Versöhnungsgespräche zwischen der Hamas und der Fatah waren bisher immer wieder ohne endgültiges Ergebnis abgebrochen worden. Strittig ist unter anderem ein Termin für die nächsten Wahlen. Nach dem ägyptischen Plan sollen sie bereits im Juni stattfinden. Abbas kündigte in Tunesien an, die Palästinenser von der iranischen Vormundschaft befreien zu wollen. (APA)

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16 Postings
Plasmaball
14.03.2010 16:59
Achtung!

Israelkritische Texte bitte erst nach 20:00 einreichen...

Dani B.
15.03.2010 11:29

dieses weinerliche opfergehabe gewisser israel"kritischer" poster hier (man darf ja nicht mal mehr seine meinung sagen, buhuhu) ist dämlich und kindisch.

Plasmaball
15.03.2010 12:25
Genau!

Und überhaupt muss man denen mal den Mund verbieten! Die bringen uns alle noch an den Rand des Abgrunds und gefährden unsere Waffengeschäfte...

77 88
14.03.2010 13:51
Abbas ...

... ist ein zahnloser Führer einer korrupten Fatha. Die Hamas gibt sich als "Saubermann" und führt die Palästinenser in noch größeres Elend. Wenn beide wieder zusammen gehen, dann ist hier ein super Sprengstoff zu erwarten. WENN, denn in Wirklichkeit kommt es zu keiner Versöhnung, sondern im besten Fall zu einem Zweckbündnis, bis eine Seite (wahrscheinlich die Hamas) ihre Chance sieht, und den Gazaputsch wiederholt. Europa ist leider zu naiv, um die Realität zu sehen.
Leider aber gibt es derzeit zu Abbas keine andere, sprich bessere Lösung. Denn es funktioniert die Zivilgesellschaft unter den Palästinensern nicht, weder vor der Staatsgründung Israels noch nach der Staatsgründung.

Von den USA lernen heißt Gefängnisse bauen
 
13.03.2010 22:01
Mit oder ohne Aussöhnung

Wie Israel mit ihm umspringt, jetzt noch als Abbas pur, ohne die böse Hamas, bietet das beste Anschauungsmaterial, wie dann Abbas plus (böse Hamas) behandelt werden wird. Wenn er Glück hat, läßt ihn Israel in irgendwelchen Ruinen im Pyjama im Bett sterben. Wenn er Pech hat, ist er ein "Gezielter".

Plasmaball
13.03.2010 20:16
Ach der...

Wegen dem seinem übertriebenen Geltungsbedürfnis ist ja auch die erste freie und international anerkannte Wahl in WJL in die Hose gegangen. Die Hamas hatte auch dort gewonnen, worauf die Ausübung der Regierungsgeschäfte durch die Hamas von den Anhängern der Fatha blockiert wurden. Natürlich mit medialer Unterstützung des Westens und der Nichtanerkennung der rechtmäßig gewählten Hamasregierung durch Europa, VSA und Israel.

Und jetzt soll die Hamas schon wieder herhalten dafür, dass der Westen die scheiß asoziale Siedlungspolitik Israels nicht unterbindet.

DESWEGEN geht der Friedensprozess nicht weiter! Und nicht wegen den Hamas die inzwischen ja so gut wie gar nix mehr haben! Reine Ablenkung.

Georg Schütt
14.03.2010 19:31
Natürlich anerkennt jeder die Hamas-Regierung als rechtmäßige Regierung. Niemand bezweifelt ihre Legitimität.

Aber das heißt ja nicht, dass man sie auch unterstützen muss.

77 88
14.03.2010 13:56
Interessant ...

1. Die Siedlungspolitik war für Israel kein Grund, sich nicht aus dem Sinai oder dem Gazastreifen zurück zu ziehen. Das ist nur ein vorgeschobener Grund der Palästinenser. Wenn Israel überzeugt wäre, durch Aufgabe der Gebiete wirklichen Frieden zu erhalten, dann würden die sich gegen den Widerstand der Siedler zurück ziehen, so wie aus Gaza und dem Siani.

2. Die Hamas hat nichts mehr? Die hat die Macht in Gaza und viele! Raketen die Israel tief in den Städten verwunden würden. Doch die wissen auch, dass wenn sie die einsetzen, die Vergeltung Israels schrecklich wäre. Da warten sie lieber auf die A-Bombe der Iraner, dann erhoffen sie sich einen Schutz. Doch der ist trügerisch und wird zu einem schlimmen Debakel der Palästinenser führen.

Georg Schütt
13.03.2010 16:49
Seltsam: Jede einzelne Wohnung im WJL ist dem Standard einen eigenen Artikel wert.

Aber solche Meldungen wie diese verschwinden im Nachrichtendschungel ...

Dass es - neben der Siedlungsfrage - auch noch ganz andere Interessen geben muss, aufgrund derer es nicht zu Lösungen im nahen osten kommt.

Nachdem Frau Harrer ja unlängst schon bestätigte, dass der Iran einer der Finanziers der Hamas ist, wäre es doch auch einmal an der Zeit, ein paar Strukturen darzustellen: Welche konkreten politischen Forderungen sind mit denn dieser Finanzierung verknüpft? Welche Personen sind verantwortlich? Gibt es darüber hinaus Anzeichen einer Unterstützung?

Stephan Schaefer
 
14.03.2010 09:48

Nun. Die Struktur ist in diesem Fall einfach zu beschreiben:

Abbas Minister --> Fröhliche Bauvorhaben der Israelis und endgültiges Einnehmen Palästinas.

Hamas: Widerstand gegen diese Politik


Wenn Sie Palästinenser wären würden Sie den wählen, der es zulässt dass Sie aus ihrem Haus vertrieben werden oder den, der versucht es zu verhindern?

Mfg

Georg Schütt
14.03.2010 14:06
Wenn ich Palästinenser wäre, wäre ich durch jahrelange Propaganda vermutlich davon überzeugt, dass Juden Kinder fressen, und ich wäre überzeugt, dass es besser ist, mit einer umgeschnallten Bombe zu sterben als zu leben und für meine Kinder zu sorgen

Ich wünsche den Palästinensern, dass sie nicht mehr Desparados wählen, die nur Krieg und Bomben gebracht haben. Ich wünsche ihnen auch einen Blick ins Westjordanland, wo unter der Herrschaft der Fatah Frieden herrscht und die Wirtschaft einen Aufschwung zeigt.

Plasmaball
14.03.2010 16:07
Was für eine miese Propaganda...

...

Fritz Wunderlich
14.03.2010 17:12

stimmt, die palästinenser sind opfer einer miesen propaganda ihrer vorbilder und unterstützer, seit achtzig jahren

77 88
14.03.2010 13:59
Hallo ...

... es war Politik a la Hamas, die die Palästinenser in diese Situation gebracht hat. Damals hießen sie Nasser, Hussein (jordanischer König), Saddam Hussein etc.
Wären die wirklich an einer Ko-Existenz interessiert, könnten die schon seit 1948 einen eigenen Staat haben. Doch daran sind weder die Palästinenser noch die anderen arabischen Regierungen interessiert.

Faribors Marktanner
14.03.2010 09:41
Welche konkreten politischen Forderungen sind.....

Welche konkreten politischen Forderungen sind mit denn dieser Finanzierung verknüpft?
Eine berechtigte Frage. Für sich betrachtet. ich denke besser beweise man erst, dass politische Forderungen verknüpft sind, um dann die frage nach welche formulieren zu dürfen. aber nun was verwandtes: Wer Finanziert uns Deutschen im Gegenzug die Forderungen, welche regelmässig an uns herangetragen werden? Wir springen ja selbst vor und bieten uns an, bevor die Forderungen antreffen. Und warum? auf Grund dem Volke, also uns nicht bekannten Unterwerfungsverträgen? Also geheime Veträge? Z. B. wieso geht unser AM nach Brasilien und wiederholt dort den gleichen unsittlichen Antrag, weswegen die US AMin tage zuvor des landes verwiesen worden war?

Fritz Wunderlich
13.03.2010 22:09

na, die wollen keinen sturm der paschdaran auf die redaktion

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