Rosenkranz rutscht in Umfrage auf 16 Prozent ab

13. März 2010, 10:51
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84 Prozent würden laut "Gallup" Fischer wählen - FPÖ auch in Sonntagsfrage geschwächt - Karmasin-Umfrage sieht SPÖ knapp vor ÖVP

Wien - Ihre Erklärung zum NS-Verbotsgesetz hat FP-Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz nicht aus der Defensive gebracht. Laut einer von der Tageszeitung "Österreich" (Samstag-Ausgabe) veröffentlichten Gallup-Umfrage würden derzeit nur 16 Prozent der Österreicher für die Niederösterreicherin stimmen. Vor zwei Wochen waren es noch 21 Prozent. Amtsinhaber Heinz Fischer liegt dagegen bei 84 Prozent. Auch die FPÖ muss in der Sonntagsfrage Einbußen hinnehmen und erreicht in einer vom "profil" veröffentlichten Karmasin-Umfrage nur 20 Prozent. Die SPÖ liegt darin erstmals seit Monaten wieder knapp vor der Volkspartei.

Laut der in "Österreich" veröffentlichten Gallup-Umfrage bezeichnen nur 20 Prozent der Österreicher Rosenkranz als theoretisch wählbar, 72 Prozent verneinen die entsprechende Frage. Auf die Frage "Glauben Sie, dass Barbara Rosenkranz dem nationalsozialistischen Gedankengut nahe steht" antworten 63 Prozent mit "ja" und nur 20 Prozent mit "nein". Gemäß einer von Karmasin Motivforschung für "profil" durchgeführten Umfrage glauben 37 Prozent der Befragten, dass die Kandidatur der Niederösterreicherin der FPÖ bei der Wien-Wahl im Herbst schaden werde, 14 Prozent gehen von einem positiven Effekt aus.

FPÖ kommt nicht vom Fleck

Zumindest derzeit kommt die FPÖ in der Sonntagsfrage allerdings nicht vom Fleck. Die Karmasin-Umfrage sieht die Freiheitlichen derzeit nur bei 20 Prozent (im Februar waren es 22 Prozent). Die SPÖ kommt in der Umfrage erstmals seit Monaten wieder vor der ÖVP zu liegen - allerdings nur mit einem hauchdünnen Vorsprung: Wären am Sonntag Nationalratswahlen, dann hätte die SPÖ demnach 33 Prozent und die ÖVP 32 Prozent Wähleranteil. Die Grünen kommen in der Umfrage auf elf, das BZÖ auf zwei Prozent. Auch Gallup sieht die FPÖ derzeit bei 20 Prozent. SPÖ und ÖVP liegen demnach Kopf an Kopf bei je 32, die Grünen bei zwölf und das BZÖ bei zwei Prozent.

Die FPÖ kritisiert die Umfragen als "Meinungsmache" im Vorfeld der Gemeinderatswahlen in Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg am Sonntag. "Ich sehe dahinter auch den skandalösen Versuch, unmittelbar vor den Gemeinderatswahlen Einfluss auf die Wähler auszuüben", kritisierte Generalsekretär Herbert Kickl in einer Aussendung am Samstag. (APA)

  • Die Unterschrift unter der Erklärung zum NS-Verbotsgesetz hat Rosenkranz in Umfragen nicht geholfen. Auch die FPÖ hat in den letzten Tagen gelitten.
    foto: standard/cremer

    Die Unterschrift unter der Erklärung zum NS-Verbotsgesetz hat Rosenkranz in Umfragen nicht geholfen. Auch die FPÖ hat in den letzten Tagen gelitten.

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