Streik steht im Raum

Siemens-Softwaresparte wird ausgegliedert

17. März 2010 10:10

Wien - Die intern umstrittene Ausgliederung der Siemens-Softwaresparte SIS ist heute im Aufsichtsrat von Siemens Österreich behandelt worden. Die Entscheidung für das "Carve out" sei bereits von Konzernchef Peter Löscher getroffen worden, die Mitarbeiter sollen in der nächsten Zeit über das weitere Vorgehen informiert werden, sagte Unternehmenssprecher Harald Stockbauer am Freitag. Die Arbeitnehmervertretung hat sich bisher entschieden gegen die Ausgliederungs-Pläne gestellt. Nun könnte ein Arbeitskonflikt drohen.

Bis 1. Juli soll die Software-Sparte von Siemens ausgegliedert werden. Weltweit sind 35.000 Arbeitnehmer betroffen, in Österreich sind es rund 2.500. Die Software-Schmiede leidet unter dem Verkauf des Telekommunikationsgeschäfts, das intern der größte Arbeitgeber war.

Protestmaßnahmen

 

Die Arbeitnehmervertreter fürchten, dass durch eine Ausgliederung ein Verkauf vorbereitet werden soll bzw. die Gehälter sinken könnten. Diesbezüglich wurde bereits bei einer Betriebsversammlung beschlossen, im Falle des Falles Protestmaßnahmen bis zur Arbeitsniederlegung zu setzen. Für SIS & CT-Betriebsratsobmann Ataollah Samadani ist die Ausgliederung auch strategisch nicht nachvollziehbar. Die Existenz der Softwareindustrie in Österreich sei gefährdet.

Siemens plane die Ausgliederung der Softwaresparte SIS (IT-Solutions and Services) ohne weiteren Jobabbau, sagte ein Unternehmenssprecher Anfang März. Der Betriebsrat ist davon nicht überzeugt und hat bereits eine Streikfreigabe beantragt, weil er eine "Zerlegung" einzelner Bereiche von SIS vor der Ausgliederung befürchtet - was aus Sicht des Betriebsrates zu "massiven Kündigungen" führen könnte.

Unabhängig davon hat Siemens Österreich bereits im Juni 2009 die Streichung von 632 Stellen bei SIS beschlossen. Nach heftigen Protesten der Arbeitnehmervertreter wurden dem Vernehmen nach großzügige Sozialpläne vereinbart. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 45
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A Voice
15.03.2010 09:22
Ich versteh immer noch nicht

was ein Streik bringen soll. Wem soll das wehtun und warum?
Protestaktionen, um die Presse zu erreichen, ja und völlig sinnvoll. Aber Streik? Wo ist der Mehrwert?

mike sierra
17.03.2010 16:41
wirtschaftliche Argumente

Wenn einige Projekte mit Pönalzahlungen nicht rechtzeitig fertig werden, kommt es Siemens teurer als ein Jobabbau.

A Voice
19.03.2010 11:07
Prinzipiell, ja.

Aber 2,3 Monate vor Abstoss?

MiFi
13.03.2010 21:56
Um ganz ehrlich zu sein

mir war nie klar, womit SIS/PSE oder wie immer sie heissen, Leistungen erbracht haben mit welchen Geld verdienbar wäre ...

1,8 promille
19.03.2010 21:39

man muß ja doch nicht, wenn man keine ahnung hat, ...

A Voice
15.03.2010 09:15
ziemlich einfach

mit einem Haufen IT-Personal. Nicht besser oder schlechter als das der IBM oder anderer Software-häuser.

Prolet
13.03.2010 15:31
Geschäfte mit Regierungen sind Korruptionsabhängig. Ich will meinen König zurück;-)

Da habe ich einen den ich aufhängen kann. Die Parteilinge in Scheindemokratien treten zurück wie Esel.

xx Hour1
13.03.2010 12:06

Der Abgesang eines Welt-Konzern
Einstmal gab es Siemens-Nixdorf, Siemens-Fujistu, Infenion, Handy Sparte,....

Heute ist davon gar nichts übrig.
Siemens ist kein IT-Konzern mehr.

Siemens-IT/Telco war nicht ohne Korruption Konkurrenzfähig.

Wenn man die leistung von Siemens IT/Telco Sparte auf Ganze Konzern extrapoliert, dann gute Nacht Siemens.

A Voice
15.03.2010 09:17
naja

war ja auch eine Kleinfeld-entscheidung, strategisch, sich aus der Nachrichtentechnik zurückzuziehen. Das ist nun mal so.
Warum man die entsprechenden Teile dann gegen die Wand fahren muss und nicht geordnet ausgliedern kann ist wohl eine Charaktersache.

1,8 promille
19.03.2010 21:41

ist auch eine frage des könnens. kaputtmachen ist halt einfacher

-Ciac-
14.03.2010 21:23

Gerade der ständige Wandel wie Verkäufe oder Ausgliederungen garantieren den Fortbestand von einen großen Technologiekonzern.

Siemens verfolgt das konsequent, und erfolgreich.
Das Problem ist natürlich das dies nicht gerade populär ist, gerade mit Blick auf das PR-Desaster BenQ.

xx Hour1
14.03.2010 22:48


Diese Kommentar stammt von einem der ntweder nie bei Simens war oder Grenzenlos optimistisch ist

aber Ganz Ihre Meinung, Ein Erfolgreiche Ausgliederung ist
die Geschichte mit BenQ- Siemens.
andere Erfolg Geschichte ist Nokia-Siemens und andere ist VA Tech.

Dem SIS wird sicher das selbe Erfolg Schicksal ereilen.
. Nochmal Siemens ist nicht konkurrenzfähig außer durch Korruption.

Max Auer
15.03.2010 11:48

Man muss sicher nicht bei Siemens gearbeitet haben, oder grenzenloser Optimist sein!

Der Verkauf der Handysparte war 100% richtig!
Somit war es für den Konzern Siemens gut, für die Mitarbeiter sicherlich schlecht.

Und Ihre Aussage das Siemens außer durch Korruption nicht konkurrenzfähig wär/ist, deutet eher auf persönliche Abneigung Ihrerseits hin.

xx Hour1
15.03.2010 20:59

so by the way in Sachen korruption:
e Siemens is die einzige Deutsche Großfirma wo der alte Vorstand fast komplettt im Gefängnis sitzt.


Herr Von Pierrer hat Glück gehabt daß man Ihn nicht einsperrt hat.

xx Hour1
15.03.2010 20:56

die 100 % Richtige Entscheidung
wurde 100% Falsch umgesetzt.

100 Millionen und zsahlreiche Patenmte an BENQ geschenkt, die BENQ hat für ein jahr die Gehälter der Mitarbeiter gezahlt und dann Gelder/Patenten Kassiert.
Siemens wurde wie ein schulkind betrogen und von Chinesen ausgenommen.
Hätte man das Geld an Mitarbeiter als Abfindung gezahlt, wären viele Glücklicher gewesen.

so by the way, die Firmen wie Ericsson-Sony oder Motrola zeigen vor, wie man kooperiert oder wie man alleine Saniert.

mistvieh666
13.03.2010 21:22

ein konzern, der von grossauftraegen lebt ist ganz allgemein ohne korruption nicht ueberlebensfaehig, was glauben sie, wie man zb in russland zu auftraegen kommt.
konkurenzfaehig. die mitbewerber alcatel, lucent, nortel haben riesenverluste gemacht. einzig ericcson hat (40% anteil bei mobil-vermittlungsanlagen) mehr erfolg.
durch die liberalisierung in europa ist die ganze telekommunikations-equipment branche in eine krise geschlittert, weil es nicht mehr moeglich war monopol-gewinne einzufahren und die preise die am freien markt erzielt worden sind waren durch gegenseitiges unterbieten zu wenig. gleiches phaenomen wie bei airlines.

chakamankabudibaba
13.03.2010 18:05
siemens, ein unternehmen als volksschädling

die typische vorgangsweise von siemens: abteilungen ausgliedern, verkaufen, zusperren. dann kommt man drauf, dass man diese leistungen weiter braucht, zukaufen muß, dass das zu teuer wird, man nicht mehr wettbewerbsfähig ist. also wird ein passendes florierendes, kleineres unternehmen gekauft- übernommen. hunderte neue manager machen sich wichtig. nach ca. 5 jahren ist dann auch dieses ehemalige gutgehende unternehmen ruiniert. und dann? richtig: wird's zugedreht. bestes bsp.: die ehemalige vatech. die VAI haben sie in kürzester zeit zerstört, ebenso andere bereiche, wie die elektrotechnik.

Bertel Mann
 
13.03.2010 17:04
Richtig - nur dass es Fujitsu Siemens hieß

Und es das erste mal war, dass der Name Siemens an zweiter Stelle stand.
Das Management war und ist nicht mehr in der Lage, notleidende Sparten zu sanieren (was Verständnis für Produkte, Markt und Prozesse erforderte), es verkauft einfach.
Und Wachstum wird durch Zukauf erreicht, was ebenfalls keine tiefere Kenntnis erfordert.

A Voice
15.03.2010 09:18
nicht in der Lage

oder will es einfach nicht? Ich tippe letzteres - "Wegwerfgesellschaft"

xx Hour1
13.03.2010 11:55

Ich galube nicht dass SIS überlebensfähig wäre.
somit ist auch Ausgliederung ohne Jobabau nur ein Märchen.

teuerzahler
13.03.2010 06:52
es war ein fehler, die pse nicht ins nsn-joint-venture einzubeziehen

aber sagö-vorstand, betriebsrat und die erdrückenden mehrheit der pse-ler waren ja dagegen. waren ja was besseres. waren von ihrer - originalton - 'pse-kultur' ganz besoffen.

jetzt kommt halt der kater.

pse ist tot. weder sag noch sis wollen sie haben. tja, wie sagte schon onkel gorbatschow, wer zu spät kommt, oder in diesem fall besser: hochmut kommt vor dem fall.

sispsebr.wordpress.com
20.03.2010 08:41

sie haben wenig ahnung. ihre ordinäre ausdrucksweise kann darüber nicht hinwegtäuschen. die kompetenzen der PSE sind wesentlich vielseitiger, als sie vermuten.

A Voice
15.03.2010 09:20
Die ganze PSE

hätte nie und nimmer einbezogen werden können. Es haben ja große Teile nie für die TelKo gearbeitet. Dann wäre genau der Rest, der jetzt auch betroffen ist, halt früher abgebaut worden.

Bertel Mann
 
13.03.2010 17:06
SIe haben aber keine Ahnung wie es um NSN in Österreich steht...

Sie haben aber recht, was Betriebsrat und erdrückende Mehrheit der PSE-ler und deren "PSE-Kultur" betrifft.

teuerzahler
13.03.2010 19:02
ich weiss sehr wohl, wie es um nsn in A bestellt ist

ich weiss aber auch, dass vor 5 jahren die pse und die sagö einer fatalen fehleinschätzung erlagen.

probleme gibt es überall. nur bei siemens ist die ex-pse auf dem abstellgleis. nga heisst das so schön. als insider weisst du sicher, was das heisst. und damit ist spätestens 2013 schluss mit ex-pse.

innerhalb des nsn-verbunds wäre wenigstens die chance zu überleben alive.

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