"Meine Familie kann sich hier nicht sicher fühlen"

Anne Rentzsch, 12. März 2010, 18:31

Wachsender Antisemitismus im schwedischen Malmö – 30 jüdische Familien zogen weg – Dialog-Angebot der Stadt

Das südschwedische Malmö gilt als Schmelztiegel Schwedens - rund 29 Prozent der Einwohner kommen aus dem Ausland. Die drittgrößte schwedische Stadt, die in den vergangenen Jahren immer wieder mit gewaltsamen Unruhen in Einwanderervierteln in die Schlagzeilen geraten war, macht nun erneut von sich reden: Wachsender Antisemitismus veranlasst Juden zur Flucht.

An die 30 jüdischen Familien sind in jüngster Zeit aus Malmö fortgezogen. "Im fantastischen Schweden kann sich meine Familie nicht mehr sicher fühlen. Das ist furchtbar" , zitiert die Tageszeitung Skånska Dagbladet Marcus Eilenberg, der sich mit Frau und zwei Kindern zur Emigration nach Israel entschlossen hat.

Im Jahr 2009 hatte sich nach Polizeiangaben die Zahl angezeigter Übergriffe gegen Juden in der südschwedischen Provinz Skåne verdoppelt. Insgesamt 79 Verbrechen, zumeist in Malmö verübt, wurden zur Anzeige gebracht - die Polizei geht aber von einer weitaus höheren Dunkelziffer aus.

Mehrfach gab es Anschläge auf die Synagoge und den jüdischen Friedhof; Angehörige der rund 700 Mitglieder umfassenden jüdischen Gemeinde berichten von verbalen und körperlichen Attacken in der Öffentlichkeit und von der Angst, sich als Juden zu erkennen zu geben. Laut der Polizei in Skåne handelt es sich bei den Tätern nach Angaben der Opfer häufig um "Personen aus Nahost" .

Nicht zuletzt die gescheiterte Integration vieler der rund 30.000 Muslime in Malmö und eine daraus erwachsende Radikalisierung spiele eine wichtige Rolle, vermuten Betroffene. "In den vergangenen Jahren haben wir immer wieder vor einer Radikalisierung des Antisemitismus von muslimischer wie auch von linksextremer Seite gewarnt" , sagt Lena Posner-Körösi, Präsidentin des Zentralrates der Juden in Schweden. Mit der Verurteilung antisemitischer Übergriffe, die nicht aus der traditionell "rechtsradikalen Ecke" kommen, tut sich der sozialdemokratische Bürgermeister Ilmar Reepalu jedoch schwer.

Protesten ist Reepalu nun mit einem Dialog-Angebot an die Juden und der Versicherung begegnet, die Stadt werde antisemitische Übergriffe künftig konsequent ahnden. Ein neues "Dialog-Forum" soll die Einwohner für das Problem Antisemitismus sensibilisieren. Auch die Polizei will mehr tun: Im Laufe des Frühjahrs werden spezielle Ermittler für den Einsatz in ganz Skåne ausgebildet. (Anne Rentzsch aus Stockholm, DER STANDARD, Printausgabe 13./14.3.2010)

Kommentar posten
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Marie Sandoz
00
Islamischer Antisemitismus

auch in Wien. Siehe letzte Demonastration.

Alina Zak
03
das kann ein Umdenken bewirken

denn das einzige was noch politisch unkorrekter als Xenophobie ist, ist: Antisemitismus

und Schweden sind sicher "korrekter" als Österreicher :-)

jo eh
49
18.3.2010, 12:31

"Mit der Verurteilung antisemitischer Übergriffe, die nicht aus der traditionell "rechtsradikalen Ecke" kommen, tut sich der sozialdemokratische Bürgermeister Ilmar Reepalu jedoch schwer."

das kommt einem sehr bekannt vor -wird das doch in anderen europäischen ländern auch so gehandhabt.

wie sich die situation zuspitzt, sah man bei gaza demos 2009.

in frankreich
Uk
spanien
holland
aber auch in deutschland und österreich

es wurde vor einiger zeit in einer EU-studie die zunahme des AS beklagt, woher diese zunahme kommt, aber verschämt unter den tisch gekehrt.

es wird zeit, dass sich die diversen msl. communities in europa mit dem AS in den eigenen reihen beschäftigen und diesen öffentlich kritisieren. das wäre mal ein anfang.

Georg Schütt
49
18.3.2010, 11:11
Viele muslimische Zuwanderer nach Schweden, Deutschland, die Niederlande, Frankreich.

Nach Änderung der Sozialgesetzgebung nur noch sehr wenige nach Dänemark.

Schon immer kaum welche in die USA.

Der Zusammenhang zwischen der massiven Zuwanderung bestimmter religiöser und sozialer Gruppen und der Qualität des Sozialstaates ist sicher nur ein Zufall ...! Je ausgeprägter ein Sozialstaat ist, desto größer ist die Gruppe derer, die von ihm partizipieren wollen, ohne selbst etwas zu dessen Erhalt zu tun.

neeed
00
21.10.2010, 21:19
dein posting...

...stimmt - bis auf "ohne selbst etwas zu dessen Erhalt zu tun" - das ist einfach soooowas von falsch wenn du sagst "alle ausländer sind sozialschmarotzer oder kriminelle"!
überleg amal: die meisten ausländer die hierher kommen sind finanziell arme leute? oder? eh klar, sonst würden sie nicht kommen...
nun ist es aber ÜBERALL so dass es bei den ärmsten vergleichsweise viele gibt die kriminell sind
das hat also nix mit ausländer oder inländer zutun sondern einfach die soziale schicht

genau wegen solchen leuten wie dir ist es schwierig eine offene diskussion zu dem thema zu führen, weil z.b. du einfach komplett pauschalisierst und sonst nix - da darf man sich ned wundern wenn keiner mit einem diskutieren möchte

Zorgor d.S.
123
19.3.2010, 19:44

angschütt?

Potator
514
17.3.2010, 17:36
Islamischer Antisemitismus

Heute sind es die wenigen Juden in Skandinavien
(die sich ja kaum gegen Angriffe wehren können), morgen - wenn die massive Zuwanderung aus moslemischen Staaten weiter anhält - die Christen. Es ist nur eine Frage der Zeit. Leider sind die meisten europäischen Politiker blind auf einem Auge.

nemo sander
92
25.3.2010, 13:46
momentan gibt es eine gravierende islamfeindlichkeit

die sich nicht nur in gewalttaten wie morden an muslimen oder anschläge auf moscheen und schändungen von muslim. friedhöfen zeigen, sondern auch darin, dass anti-islamparteien mit forderungen nach rauswurf von menschen mit islamischen religionsbekenntnis, immer stärker werden .

Makronaut
88
16.3.2010, 15:49

ein weiterer beweis für die absolute notwendigkeit der existenz isr's.

Sternchen100
08
16.3.2010, 11:59

Und die Zensur galoppiert hier wieder.

Zuericher
70
23.3.2010, 23:13
Apropos Zensur

Besonders interessant, welch islamophober Mist durchgelassen wird und dafür etwas differenziertere Postings zensiert werden. Eben rechte Meinungsmache und Aufwiegelung a la PI-News. Man fragt sich wirklich, wer die Zensoren kontrolliert.

Sternchen100
418
16.3.2010, 10:15

Das kommt davon, wenn man als "Gutmensch" Gesindel aller Art ins eigene Land lässt, statt eine intelligente Auswahl zu treffen. Das Gesindel schließt sich zusammen und bildet einen eigenen Staat im Staat. Gratulation, Schweden.

A.B. Artig
 
175
16.3.2010, 14:39

Ja und was ist mit dem eingeborenen "Gesindel"? p.s. was für ein Ausdruck... Na Sie haben bestimmt ein entspanntes Leben.

fibiundchillie
311
17.3.2010, 12:43

die geschilderten übergriffe gehen eben-nicht von ethnischen schweden aus. sie gehen nicht mal von allen einwanderern aus, sondern ausschließlich von einer bestimmten ethnisch-rel. gruppe.
steht doch alles im artikel!

Hubert Ungeist
 
613
14.3.2010, 15:35
Ich habe immer geglaubt Österreich sei der HOrt der Nazis

und jetzt gibts da im Vorbild Schweden schlimmeres?

Die welt steht niamm lang

A.B. Artig
 
35
14.3.2010, 23:31

Nix verstanden, laut gebrüllt?
Es handelt sich um Moslems aus Nahost. Lesen soll was Wunderschönes sein.

Fritz Wunderlich
47
14.3.2010, 17:17

ähm, wieso nazis, wenn es um moslems geht?

giftwitwe
69
14.3.2010, 19:09

na die waren damals ziemlich dicke freunde, die nazis und die moslems ...

Peter Hammer 06
54
16.3.2010, 20:07
Siehe des GROSSMUFTI's Reise zum Führer!

DieBo
2419
14.3.2010, 13:07
In Israel muß sich was ändern. Moslems aus aller Welt sehen doch jeden Tag im Fernsehen wie Israel mit den Palästinser umspringt und die Uno Menschenrechte mißachtet.

Potator
64
17.3.2010, 17:42
In Israel muss sich was ändern.

Was für ein Unsinn. Anders als in allen arabischen Staaten gibt es in Israel keine religiöse Diskriminierung von Andersgläubigen. Der Hass der Moslems gegen Juden hat wenig mit dem Israel-Palästina Konflikt zu tun. Er ist uralt und richtet sich auch gegen Christen und andere Glaubensgemeinschaften, die alle als Menschen 2. Klasse in islamischen Staaten leben müssen. Abgesehen davon, dass schwedische Juden wohl kaum Schuld tragen an (angeblichen) Diskriminierungen von Moslems in Israel.

Sternchen100
211
16.3.2010, 10:16

Hier geht es um moslemische Einwanderer, die zwar den schwedischen Pass wollen sich aber weiterhin aufführen wie in den Diktaturen zuhause: Sie bilden einen Staat im Staat.

rinius ante portas
714
15.3.2010, 09:33
Vielen Dank, DieBo

für deine Bestätigung, dass du ein übler Antisemit bist, weil du wie immer die Politik Israels mit den jüdischen Glauben von Menschen (auch noch außerhalb Israels) gleichsetzt.

Hast heut´ Nacht wieder Horsti Mahler gelesen und feuchte Träume gekriegt?

A.B. Artig
 
38
14.3.2010, 23:33

Was können die <Juden weltweit für Israels momentane Politik? Steinigen Sie auch Moslems stellvertretend für den Ahmadinejad in Wien und fgühlen sich im recht?!

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