Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Wien - Dem Wiener Publikum ist er bereits mehrfach aus dem Theater an der Wien geläufig: 2006 stand Stéphane Degout in Mozarts Così auf der Bühne, zuletzt in Debussys Pelleas et Melisande. Ein großes Publikum kennt indessen nur seine Stimme. Denn er hat in Robert Dornhelms Bohème-Film den Schaunard gesungen, während Adrian Eröd vor der Kamera stand - aus Termingründen. Im Gespräch sagt der 1975 geborene Bariton allerdings, dass es ihm gar nicht so leid getan habe, nicht bei den Dreharbeiten dabei gewesen zu sein: "Ehrlich - es war es mir auch nicht so wichtig. Ich habe nie Film gemacht, und wenn ich es täte, wäre es mir lieber, in einem Film ohne Musik mitzuspielen."
Sonst überlegt sich der Sänger sehr genau, welche Engagements er annimmt: "Ich frage immer zuerst, wer Regie führt. Man weiß zwar nie, wie die Inszenierung aussehen wird, aber man hat eine Ahnung, in welche Richtung es geht. Bei Torsten Fischer, der Iphigénie en Tauride inszeniert, wusste ich, dass er viel Sprechtheater macht. Er behandelt uns eher wie Schauspieler, aber achtet darauf, dass man dabei singen kann."
Ein natürlicher Zugang ist für Degout zentral: "Ich denke, je weniger man darstellerisch macht, umso besser. Wenn ich selber im Publikum sitze und sehe, dass jemand spielt, stört mich das schon." Natürlichkeit war auch Gluck wichtig, der den Gesang einfacher und glaubwürdiger machen wollte. Degout: "Gluck ist es darum gegangen, dem Text eine größere Rolle zu geben als der Virtuosität. Das war ja die Auseinandersetzung zwischen ihm und den italienischen Komponisten. Viele Menschen, die diese Musik gehört haben, haben mir gesagt, dass es fast schockierend ist, wie präsent der Text ist, und dass es leichter ist, die Geschichte zu verfolgen als etwa bei Rossini, wo es so viele Vokalisen gibt. Bei Gluck sind die Linien oft so geschrieben, als ob man den Text einfach sprechen würde. Manchmal möchte ich fast schreien."
Der Bariton scheint überhaupt ausgiebig über die Art der Darstellung auf der Bühne nachzudenken: "Ich habe zwar keine Liste der Dinge, die ich nicht machen würde, aber wenn eine Idee unklar oder falsch ist, merkt man das sofort." Und er legt Wert darauf, dass es im Musiktheater eine Bandbreite von Zugängen geben darf: "Natürlich ist es immer wichtig, die Geschichte zu erzählen. Wenn sie reich genug ist, kann man andere Interpretationen finden. Aber ich habe mit sehr unterschiedlichen Regisseuren gearbeitet. Für mich ist es schon wichtig zu zeigen, dass auch eine 3000 Jahre alte Geschichte noch aktuell ist. Aber:
Vor einem Jahr haben wir Hippolyte et Aricie von Rameau in Toulouse gemacht; und der Regisseur wollte das Stück so zeigen wie am Beginn des 18. Jahrhunderts mit den entsprechenden Kostümen, Kulissen und barocken Bewegungen. Das war auch sehr eindrucksvoll." (Daniel Ender, DER STANDARD/Printausgabe, 13./14.03.2010)
Theater an der Wien, 14. 10. 19.00
Den 200. Geburtstag Richard Wagners würdigen der Dramatiker Joshua Sobol und der Theatermacher Paulus Manker mit einem spektakulären Simultantheater - Ihre "Wagnerdämmerung" wird am 18. Juli in Wien uraufgeführt - Ein Gespräch vor Ort
Wiener Festwochen: Simon Stones "The Wild Duck"
Premiere von Vincenzo Bellinis "Norma" bei den Pfingstfestspielen: Vokale Qualität und eine respektable Regie überzeugten im Haus für Mozart
Kaufmännischer Geschäftsführer des Linzer Landestheaters wechselt im September nach Wien - Holding-Chef Springer: "Wir haben niemanden abgeworben"
Peter Turrini gibt den Menschen, die um ihre Existenz kämpfen, eine Plattform. In "Aus Liebe" dürfen sie ihre Wut und ihre Ängste artikulieren.
Bizets "Carmen" an der Wiener Staatsoper mit Mezzostar Elina Garanca
Richard Wagners "Walküre" an der Wiener Staatsoper mit Simon O'Neill, Camilla Nylund und Nina Stemme
Zweiter Tag von Wagners "Ring" an der Staatsoper
Pfiffig: "Der Revisor" von Nikolai Gogol ist in einer Neuübersetzung an den Kammerspielen in Linz zu sehen
Hüller für Leistung in Jelinek-Stück mit 10.000 Euro geehrt - Häusermann als beste Nachwuchsdarstellerin
Wagners "Rheingold" an der Wiener Staatsoper. Franz Welser-Möst ließ ebenso prägnant wie packend musizieren
Nicht nur von Pappe: Der Burgtheater-Spielplan 2013/14
Wojtek Klemms Interpretation von Sartres "Die schmutzigen Hände" enttäuscht in Graz als unentschlossener Abend mit Längen
Johan Simons verzichtet auf Vertragsverlängerung
Der Gewinner des Retzhofer Dramapreises Ferdinand Schmalz im Gespräch mit seinem Vorgänger, Ewald Palmetshofer
Performancefestival zeigt überwiegend Österreich-Premieren
Das Stück von Autorin und Regisseurin Isabella Feimer bleibt unausgegoren
Uraufführung von Julya Rabinowichs Asylwerberdrama "Tagfinsternis" durch Filmregisseur Markus Schleinzer
TBA21 im Wiener Augarten: An Kaler zeigt Teil zwei von "On Orientations"
Das Volkstheater in den Bezirken bringt "Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)" an einem Abend
Vitalspritze für Kleists "Michael Kohlhaas" im Rahmen der Jungen Burg im Vestibül
Georg Friedrich Händels Dramma per musica "Orlando" - Der ganze bunte Abend kommt nicht über ein paar sympathische Momente hinaus
Als Plädoyer für die Kraft der Umwälzung hat Dimiter Gotscheff Heiner Müllers Stück inszeniert
Der neue Scala-Chef könnte möglicherweise bereits am 23. Mai bekanntgegeben werden
Diktatur des Fitnesswahns: Juli Zehs "Corpus Delicti" im Theater Drachengasse
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.