Die Nachrichtenagentur ermuntert seine Journalisten zwar sich in soziale Netzwerke zu begeben, stellt dafür aber strenge Regeln auf
Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte diese Woche Robert Gibbs, den Sprecher des Weißen Hauses, den Blogger Yoani Sanchez in einer Geschichte über einen kubanischen Dissidenten oder den früheren Late-Night-Host Conan O'Brien mit deren Twitter-Kurzmeldungen. Von Berührungsängsten kann also keine Rede sein. Trotzdem hat Reuters nun strenge Regeln für den Umgang mit sozialen Netzwerken aufgestellt.
Wichtigste Regel: Zuerst wird die Nachricht an die Kunden geschickt, dann erst getwittert. Nach dem Grundsatz: "Don't scoop the wire!" Und selbst für 140 Zeichen auf Twitter gibt es Vorgaben: Erst lesen, wenn möglich gegenlesen lassen, dann posten. Und wer twittern will, muss sich das von Vorgesetzten absegnen lassen.
Reuters erinnert auch an den digitalen Fußabdruck. Berufliches und Privates sei im Netz kaum zu trennen. Wem gefolgt wird, wessen Freund man ist, könnte Zweifel an der journalistischen Objektivität aufkommen lassen. Und nicht zuletzt: Quellen, Kollegen oder Konkurrenten lesen mit.
Auch wenn es strenge, teilweise zu strenge, Regeln und Einschränkungen sind, ist es doch bemerkenswert, dass Social Media im "Handbook of Journalism" angekommen ist.
PS: Dieser Beitrag beruht auf dem Sechs-Augen-Prinzip ;-)