Die Truppe um Inspector Malcolm Fox ist bei den Kollegen nicht gerade beliebt
Die spezielle Einheit sammelt Beweise gegen korrupte Polizisten, da liegt es nahe, dass an den "Nestbeschmutzern" Rache geübt wird. Fox, die neue Hauptfigur von Ian Rankin, gehört zu den Guten, nur, kann Fox sich auf alle in seiner Gruppe verlassen? Zunächst hat er private Probleme. Seine Schwester wird von ihrem Lebensgefährten schwer misshandelt. Nun ist der Gewalttäter ermordet worden, und jemand von ganz oben scheint die Ermittlungen so hinzudrehen, dass Fox zu den Verdächtigten gehört.
Gleichzeitig macht Fox Bekanntschaft mit einem jungen Polizisten, der überwacht wird, weil er angeblich pädophil ist. Die Frage des Vertrauens in andere Menschen, in Freundschaft, Liebe, Anständigkeit ist das Grundthema, das sich durch den Roman zieht. Von alledem ist nicht viel zu finden, und als Fox seine Grenzen überschreitet, wird er suspendiert. Er tut sich trotz Kontaktverbotes mit dem jungen Kollegen zusammen und verfängt sich bald in einem Netz aus Bauskandalen und Immobilienspekulationen. Ganz zum Schluss, als die Bösewichte festzustehen scheinen, findet Rankin noch mal einen Dreh, der für finale Überraschung sorgt. (Ingeborg Sperl, ALBUM - DER STANDARD/Printausgabe, 13./14.03.2010)
Ian Rankin, "Ein reines Gewissen" . Deutsch:Juliane Gräbener-Müller. € 20,60/512 Seiten. Manhattan Verlag, München 2010.
Hinweis:
Rankin liest am 17.3. um 20 Uhr im Wiener Rabenhoftheater aus dem besprochenen Band.
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