Video-Interview

Schönborn für "breite Diskussion der Verjährungsfrist"

12. März 2010 16:49

Kardinal: "Wir danken den Opfern, die sich melden"

Zu den aktuellen Missbrauchsfällen hat Hans Rauscher mit zwei Vertretern der Kirche gesprochen. Einerseits mit Kardinal Christoph Schönborn und andererseits mit Hans Peter Hurka von der Plattform "Wir sind Kirche".

"Dass diese Fälle ans Tageslicht kommen ist gut und notwendig, denn was da geschehen ist, ist einfach zu schlimm, als dass es einfach zugedeckt wird", meint Kardinal Schönborn im Video-Interview zu den aktuellen Berichten über Missbrauchsfälle in der Kirche. Er dankt den Opfern, die den Mut aufbringen, sich zu melden und spricht sich für eine breite Diskussion der Verjährungsfrist unter Beteiligung von Psychologen, Experten und der Kirche aus. Auch bezüglich rechtlichen Änderungen in punkto Melde- bzw. Anzeigepflicht, "die vielleicht notwendig sind", zeigt sich Schönborn diskussionsbereit. Man müsse sich das jedoch erst genau mit Experten anschauen, bevor man zu "Schnellschüsse" mache. Der Kardinal hält im Gespräch auch fest, dass er sich nie für eine Abschaffung des Zölibats ausgesprochen habe: "Dass das möglich ist, zeigen viele gelungene Beispiele. Dass es schwierig ist, zeigen auch die nicht so gut gelungenen Beispiele."

"Nix!" ist die kurze Antwort von Hans Peter Hurka auf die Frage, was von den Forderungen der Plattform "Wir sind Kirche", die bereits vor 15 Jahren formuliert wurden, von der Kirchenleitung umgesetzt wurden. Dennoch könne man sehr froh sein, dass auch in der Kirche eine starke Bewusstseinsveränderung stattgefunden habe: "Wir rücken in die Mitte. Und die Zahl derer, die uns unterstützen, wird täglich größer." Viele Menschen würden erkennen, dass man Christentum im 3. Jahrtausend so nicht weiter leben könne. Aus Anlass der nun aufgetauchten Missbrauchsfälle "braucht es nicht nur Lazarettstationen wie Ombudsstellen, sondern man muss in die Zukunft blicken". Die Macht in der Kirche müsse selbst für den Papst eingeschränkt werden, man müsse mit den Tabuisierungen insbesondere zur Sexualität aufhören und den Pflichtzölibat endlich aufheben. Die entscheidende Frage sei aktuell, wie könne man offen und verantwortlich damit umgehen, wenn jemand pädophile Neigungen habe. "Wer heute diese Worte innerhalb der Kirche in den Mund nimmt, wird ausgegrenzt." Hurka fordert zudem mehr Mitsprache von Frauen in der Kirche, denn dann würde es diese Skandale überhaupt nicht geben, denn das sei "ein Phänomen von Männerclubs". (rasch, derStandard.at, 12.3.2010)

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amorphus
04.04.2010 00:09

homosexualität und pädophilie zu verwechseln > alter schleich dich. der kocht ja genau mit dem selber wasser wie die anderen vollpfosten in dem verein.

blödes a........


und ja klar, wenn mehr frauen dann wird alles gut.. eh klar...

aaaaaahhhhhhhhhhh

7birken
 
06.04.2010 19:51

@amorphus: ich finde, die Homos und Bi (und was es sonst noch gibt im Einverständnis unter Erwachsenen, ist mir alles Recht), sind jetzt auch recht feige in der Diskussion, weil sie sich ängstlich verstecken. Warum nicht offen sagen, was ich (zufällig mono oder wie das heisst), auch denke: Wir schützen ab sofort unsere Kinder, egal, wie wir sexuell drauf sind!
Wir halten die Augen offen! Wir hauen sie nicht, wir missbrauchen sie nicht, wir lehren sie Toleranz und Menschenliebe. Aja, für die Rechtschreib-Fanatiker: Wir lernen sie.
Und warum, in Dreifaltigkeitsnamen, warum sollte nicht auch die kath. Kirche dabei sein? Sie ist auch nicht einheitlich, sie hat auch innovative Kräfte!

Tschuri Cazzino
 
03.04.2010 00:54
Keine Sorge Herr Kardinal, Ihre Delikte sind nicht verjährt.

Sie haben zwar schon vor 15 Jahren (Fall Groer) anderes geheuchelt, aber die Kirche ist auch heute noch eine kriminelle Organisation, die Sexual- und Gewaltverbrechen duldet, deckt und Täter vor der Justiz versteckt. Die Verjährungsfrist für Ihre Mitgliedschaft als Capo dieser Vereinigung begann frühestens mit dem Bußgottesdienst vor ein paar Tagen, aber auch nur dann, wenn die Abkehr von ihren Machenschaften nicht wieder geheuchelt war, wofür es jedoch keinerlei Evidenz gibt.

hanslblasta
25.03.2010 07:17
es braucht hier keine gesellschaftspolitischen Diskussionen,

keine Spitze gegen "den Zeitgeist", gegen den "Wertewandel" oder gegen "die 68er" - es braucht - oder hätte gebraucht - eine Diskussion zum innerkirchlichen Umgang mit Macht und Gewalt - diese Diskussion wurde in der Röm.-kath. Kirche nie geführt, sondern durch Lieblichkeit zugedeckt;
es ist eher fies, statt die internen Strukturen zu thematisieren eine Diskussion auf gesellschaftspolitischer Ebene anzuzetteln und damit von den inneren, problematischen Strukturen abzulenken


so go
23.03.2010 08:18
das grinsen des schönborn nervt!

wenn unsere geistlichen nicht nur geist sondern auch noch verstand uva. anstand hätten... dann könnte uns die welt zu füßen liegen.

A Voice
21.03.2010 22:23
Frauen - dann gäbe es die Skandale nicht

Warum? Auch Frauen haben mehr als fragwürdige Erziehungsmethoden angewandt (in Klöstern und auch Erziehungsheimen).

7birken
 
06.04.2010 18:51
Unsere Kinder sind das!

@A Voice: Es ist wahr! Frauen waren zu oft Mitwisser/innen. U.a. in der katholischen Kirche! Frauen, wacht endlich auf! (Die Alice Schwarzer ist nicht das Nonplusultra, die hat auch mehr verschleiert als gesagt!)
Männer und Frauen dürfen verschieden sein, aber sie sollten gemeinsam haben, dass sie ihre Kinder schützen! Ist doch egal, wie verschieden wir sonst sind, biologisch sind wir doch alle kinderfreundlich (auch wenn wir persönlich grad kein eigenes Kind aufziehen). Ist das so? Theologisch doch auch, oder?

Kalksack
19.03.2010 20:41

Dieses purpurverkleidete oligophren-verklärte Wesen sollte sich von weltlichen Dingen wie Strafrecht und Strafprozessordnung fernhalten und sein vergeistigtes Antlitz seinen sonderbaren Brüdern zuwenden.

klein adlerauge
 
17.03.2010 13:19

ich vertreteja mehr seinen älteren standpunkt von:"beenden wir die diskussion..." nur mit dem kleinen zusatz:"lassen wir die strafverfahren beginnen, natürlich auch die wegen begünstigung und beihilfe."

der tueftler
16.03.2010 21:16
diskussion der verjährung ist wie

beratung über die form der bestattung von seuchenopfern.
es wäre besser über eine therapie nachzudenken...

www10002
15.03.2010 14:31
"Wir sind den Opfern dankbar...."


Schönborns erkennbare Strategie ist es, den Stömungen gegen die Kirche Wind aus den Segeln zu nehmen, um die Amtskirche zu schützen.
Das hat er offensichtlich aus dem Fall Groer gelernt, bei dem er noch versucht hatte, zu mauern.

Wenn man von manchen Kirchenleuten etwas lernen kann, dann ist es Falschheit und Perfidie, welche sich aufgrund ständig überhöhter moralischer Ansprüche allzu leicht breitmachen.

Gerhard Schwarz
 
15.03.2010 01:50

Beim Fall Groer war Herr Dr.Schönborn noch der Obervertuscher - dadurch gehört er definitiv zu den mitschuldigen Begünstigern, Da er über die Vorgänge in seinem Verein ziemlich genau Bescheid weiss, kommt er durchaus als Zeuge in einzuleitenden Strafverfahren gegen Mißbrauchstätern in Frage. Vereidigt, unter Wahrheitspflicht und Strafandrohung, dieses geheuchelte Betroffenheitsgetue bei Interviews ist unglaubwürdig und schäbig. Wenn Konsequenzen zu ziehen sind, soll er gefälligst mit der Justiz zusammenarbeiten.

Wernzberger
14.03.2010 19:44
breite Diskussion

beim Groer hat er genau das Gegenteil gesagt. Beenden wir die Diskussion.

Gerhard Schwarz
 
14.03.2010 23:09

Die Täter und ihre Helfershelfer wollen einfach ungeschoren davonkommen. Die Herren Ratzinger, Schönborn und Konsorten begünstigen autoritäre Machtausübung und damit ihren Mißbrauch. Eine Institution die Strukturen beibehält, die staatliche Gesetze durch "Eigengerichtsbarkeit" umgeht, ist eine Gefahr für die Demokratie. Das betrifft beileibe nicht nur die Kirche, auch wenn die so tun, als handle sich um eine innere Angelegenheit. Das ist es nicht.

unbequem
15.03.2010 11:21

das gilt aber auch für die Kammergerichtsbarkeit: Rechtsanwaltskammer Ärztekammer ect!
Diese Geheimgerichte unter Ausschluß der Öffentlichkeit sind schlichtweg demokratieschädlich.

Werter1
14.03.2010 19:38
Gerhard Schwarz
 
14.03.2010 18:35

"Wir sind den Opfern dankbar....".
Kann diese Perfidie noch gesteigert werden???

harry wracholder
14.03.2010 19:20

Dankbar??? Der Kardinal ist in Wirklichkeit stinksauer auf die Opfer. Jetzt macht er gute Miene zum bösen Spiel.

Toxo Logic
 
14.03.2010 18:51

Ich warte schon auf die Meldung, dass Opfer die geplaudert haben, das Schweigegelübde gebrochen haben und exkommuniziert werden.

Mario Gonzales
14.03.2010 18:11
Herr Kardinal, bitte verkaufen sie niemanden im Namen des Herrn für blöd!

Sie sollen keine "breite Diskussion der Verjährungsfrist" anstossen, sondern eine "breite Diskussion über den Zölibat und den Missbrauch in der Kirche".

Gerhard Schwarz
 
14.03.2010 19:33

Die "kirchenrechtliche Verjährungsfrist" (was soll das eigentlich sein?) ist nicht Thema. Und über die strafrechtliche haben nicht Sie zu befinden, Herr Dr.Schönborn, sondern die gewählten Vertreter demokratischer Einrichtungen. Aus Ihrer Wortmeldungen trieft die Arroganz eines Funktionärs einer abgehobenen Parallelgesellschaft. Verblüffend in diesem Zusammenhang die Parallele mit statements von Vertretern der Islamis.

Werter1
14.03.2010 19:41

das konkordat gibt der kirche rechte die im widerspruch zur verfassung stehen.

Gerhard Schwarz
 
14.03.2010 19:47

Wurde ja auch im Juni 1933 von den Antidemokraten Dollfus (Bundeskanzler) und Schuschnigg (Justizminister) unter der Patronanz Mussolinis mit dem Vatikan abgeschlossen.

Christine-Michèle
14.03.2010 17:22
Good cop, bad cop...

Schönborn heuchelt Verständnis und Mitgefühl, Laun
teilt verbal die Watschen aus.

martin calandra
14.03.2010 17:51
Laun watscht wie besessen die Kondome ab

das ist sein Haß-Objekt Nr. 1. Sein zweites ist die 68-er Sex Revolution. Ein Fundi, der durch den Papst Woityla
nach oben gespült wurde.

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