Leipzig: Die Vielfalt des Lesens

12. März 2010, 16:43
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Über die von 18. bis 21. März stattfindende Buchmesse, Übersetzungen und die falsche Vorstellung, Bestseller seien austauschbarer Mist

Zum Auftakt der heurigen Leipziger Buchmesse erhält György Dalos den diesjährigen Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Der Preis, einer der Höhepunkte der Messe, und der Preisträger bilden ein Zwillingssymbol, das für fast alles steht, was Leipzig ausmacht: Ein Gravitationszentrum, das eine Zeitlang alljährlich für überflüssig und tot erklärt wurde, und das doch seit vielen Jahren ein unverzichtbares Wegkreuz und Symbol dafür ist, wie Ideen, Autoren und Bücher zwischen Sprachen reisen, ihre Kreise ziehen, das lesende Publikum umspielen, doch dabei nie auftrumpfend ins Zentrum drängeln.

Nein, Leipzig ist das Bücherfest, das stets vom Rand her in die Kulturlandschaften strahlt. Und György Dalos ist gewiss der Schriftsteller, der diese freundliche Messe personifiziert wie kein anderer. Dalos, 1943 in Budapest geboren, ist ein ungarischer Jude, der in Moskau studierte, jedoch aus der Hauptstadt des Sowjetreichs ausgerechnet als Maoist an die Donau zurückkehrte, was ihm große Unannehmlichkeiten eintrug. Das Publikationsverbot war nur eine, die er mit dem Verfassen von Trivialliteratur so ironisch wie pragmatisch umschiffte.

Als Dalos in den 1980er-Jahren, lange vor der Wende, immer regelmäßiger nach Wien kam, wurde er als exotischer Grenzgänger betrachtet und ignoriert, so dass er seine erstaunlichen Berichte über eine Budapester Literaturszene, die sich zunehmend den Parteizwängen und der Zensur entzog, lieber nach Berlin trug, wo sie größere Aufmerksamkeit fanden.

Dennoch organisierte Dalos fortan sein Reiseleben im Dreieck zwischen Budapest, Wien und Berlin, schrieb und veröffentlichte bald sowohl auf Ungarisch wie auf Deutsch, übersetzte zudem und, was üblicherweise den sicheren Tod einer Schriftstellerkarriere zur Folge hat, rückte nicht nur die eigenen Werke in den Mittelpunkt. Dalos wurde zum Begleiter und Mittler für nahezu alle Autoren, die in den späten 1990er-Jahren Ungarn zum europäischen Literaturwunder machten, von Peter Esterházy und Péter Nadás bis zum Nobelpreisträger von 2002, Imre Kertész.

Dass Dalos unlängst, als in Berlin lebender Ungar, auch noch für den kroatischen Gastauftritt auf der Leipziger Buchmesse mitverantwortlich zeichnete, war nur noch eine weitere, surreale Pointe, wie sie nur sehr selten gelingen kann.

Die Leipziger Buchmesse ist für solche Eskapaden der logische Dreh- und Angelpunkt. Die größere Schwester in Frankfurt am Main - auf der Dalos 1999 den ungarischen Gastauftritt verantwortete - dreht gewiss das größere Rad. Aber dadurch ist es auch viel schwieriger, in Frankfurt Neugierde auf bislang noch weitgehend unerforschte Ideen, Autoren und Bücherlandschaften zu wecken, was in Leipzig ganz selbstverständlich geschieht. Rumänien, Kroatien oder dieses Jahr Serbien hätten in Frankfurt kaum eine Chance auf angemessene, also umsichtige Wahrnehmung. In Leipzig, das als "langsam" gilt, ist das indessen kein Problem.

Höhepunkte der Nebensaison

Die beiden Preise, die in Leipzig verliehen werden, jener zur Europäischen Verständigung, sowie der etwas mehr auf Medienrummel schielende Preis der Leipziger Buchmesse, sind beide typische Höhepunkte der Nebensaison. Der Friedenspreis des deutschen Buchhandels trumpft demgegenüber gerne als "deutscher Nobelpreis" auf, und der Deutsche Buchpreis (beide zur Frankfurter Buchmesse im Herbst), hat sich innerhalb weniger Jahre zum mit Abstand größten Hebel bei der Durchsetzung neuer Bücher auf dem Markt profiliert. Dafür wäre die Leipziger Peripherie völlig ungeeignet. Stattdessen rückt der Preis der Leipziger Buchmesse ein Thema in den Mittelpunkt, das sonst immer nur eine Marginalie darstellt: die Übersetzungen.

Knapp neun Prozent aller Neuerscheinungen in deutschen Verlagen sind Übersetzungen. Davon entfallen etwa zwei Drittel auf die Belletristik. Zwei von drei Übersetzungen stammen von englischen Originalen ab, weitere rund zwölf Prozent aus dem Französischen. Das bedeutet, dass Übersetzungen aus allen anderen Sprachen insgesamt gerade einmal ein Fünftel aller Übersetzungen ausmachen.

Außerdem nimmt die Zahl der Übersetzungen ins Deutsche im langjährigen Durchschnitt kontinuierlich ab. Weitgehend unbemerkt hat Deutschland auch seinen Ruf als wichtigstes Übersetzungsland in jüngster Zeit an Frankreich abgeben müssen. Diese und ähnliche Daten deuten auf ein vertracktes Problem hin.

Stellt man sich die kulturelle Kommunikation zwischen unterschiedlichen Ländern und Sprachräumen als überaus komplexes Nervensystem vor, dann gehören die Übersetzungen von Büchern klarerweise zu den Hauptsträngen der Kommunikation. Komplexe Ideen und komplizierte Geschichten reisen meist nur über Sprachgrenzen hinweg, wenn sie auch als Übersetzungen angeboten werden.

Natürlich haben Bücher in jüngster Zeit mächtig Konkurrenz von Filmen, TV-Dokumentationen und aus dem Internet bekommen. Aber auch da stecken häufig genug erst einmal Bücher als erste Quelle dahinter. Die Verteilung von Übersetzungen zwischen den unterschiedlichen Sprachen und Sprachräumen ist kein ausgeglichenes Spielfeld, sondern gleicht einer Kaskade. Wenige Sprachen dominieren. Je weiter entfernt von den Hauptströmen eine Sprache angesiedelt wird, desto weniger Bücher werden aus diesen Sprachen in andere Idiome übersetzt, und folglich wird es für Ideen und Geschichten aus solchen Sprachen immer schwieriger, "hinaus in die Welt" zu gelangen und wahrgenommen zu werden. Die Buchmesse in Leipzig mit ihrer doppelten Schwerpunktsetzung als Messe der Leser und als Tor nach Zentral- und Südosteuropa hat sich als eine der wichtigsten Bühnen etablieren können, auf denen - entgegen dem Hauptgefälle der großen Kulturkaskade - Autoren und Bücher aus sogenannten "kleineren" Sprachen ganz selbstverständlich ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt werden.

Weil sich alle einschlägig Interessierten nun seit Jahren über dieses Leipzig zusammengefunden haben, sind daraus persönliche Netzwerke entstanden, die, wenn auch oft genug über Umwege und mehrjährige Schleifen, den Einzug zahlreicher Autoren und ihrer Werke "nach Europa" begleitet haben - und "nach Europa" meint natürlich, etwas zynisch, die Gewinnung der Aufmerksamkeit in den wenigen, dominanten Zentren, also in Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Allerdings funktionieren eben auch nur diese drei, also Englisch, Deutsch und Französisch, tatsächlich als "Transfersprachen", über die dann der Austausch weiterführt, was Übersetzungen in viele weitere Sprachen zur Folge hat.

Marktanteile

Angesichts solch ungleicher Verhältnisse möchte man meinen, dass sich in den kommerziellen Höhen von Bestsellerlisten bald nur noch eine Art Einheitsliteratur durchsetzen kann, während die Vielfalt bestenfalls ein Orchideendasein führt - prachtvoll, jedoch ephemer und bedroht.

So gehört zu den festen Ritualen in Leipzig auch die rituelle Anprangerung der "Homogenisierung" und "Kommerzialisierung" von Büchern und Lesern. Beliebt ist auch die Vorstellung einer alle Buntheit plattwalzenden Übermacht angelsächsischer Blockbuster-Autoren und der hinter ihnen aufgebauten Marketingmaschinerien - also die Trias des Bösen, bestehend aus J. K. Rowlings Harry Potter, Stephenie Meyers Twilight und Dan Browns Vatikanverschwörungstheorien.

Allein, die Verhältnisse und das Lesevolk sind nicht so simpel. Gewiss, der Marktanteil der Mega-seller ist gewaltig und in den letzten Jahren gestiegen. Aber dennoch bilden sie nur die Spitze eines Eisberges, der insgesamt mit vielen Überraschungen aufzuwarten vermag. Und viele der in Talkshows gerne gepredigten Gewissheiten halten nicht stand, wenn man sie kritisch überprüft.

Betrachtet man etwa die Bestsellerlisten für die wichtigsten westeuropäischen Märkte für 2009, staunt man, dass gerade einmal acht Autoren in drei oder mehr Ländern in den oberen Bestsellerrängen zu finden waren. Natürlich gehören die bekannten angelsächsischen Schwergewichte dazu, also Stephenie Meyer, Dan Brown, John Grisham oder James Patterson. Aber sie stehen einer entschlossenen Gruppe europäischer Autoren gegenüber, unter denen die Stars des Schweden-Krimi die Führungsspitze bilden.

Stieg Larsson ist mit seiner erst postum erschienenen Millenniums-Trilogie sogar in die Fußstapfen von Harry Potter getreten. Genaue Analysen zeigen, wie die facettenreiche Geschichte um einen linken Aufdeckerjournalisten und eine recht exzentrische Hackerin auf dem Bestsellermarkt unerwartet in eine Spielklasse der absoluten Ausnahmephänomene vorgestoßen ist. Bemerkenswert ist zudem, dass die schon in Schweden zum Kassenschlager gewordenen Thriller nicht in Deutschland als dem besteingeführten internationalen Startplatz für "Nordic Crime" durchgestartet sind, sondern in Frankreich.

Mit ein wenig Ironie lassen sich sogar Muster der Verbreitung erkennen, wie sie sonst eher mit infektiösen Krankheiten einhergehen: Da bildete der Krimi-Virus zuerst eine solide Basis an Infizierten in einem begrenzten Territorium - Schweden - aus, fand bereits vor einem Jahrzehnt mit Henning Mankell den perfekten Träger für ein weiteres, diesmal externes Verbreitungsgebiet - Deutschland. Doch die nächste, noch einmal vielfach stärkere Welle läuft dann wiederum über ein frisches Terrain, eben wie Stieg Larsson in Frankreich, wo übrigens nicht der marktbeherrschende Konzern Hachette, sondern ein mittelgroßer unabhängiger Verlag, Actes Sud, die globale Epidemie erst so richtig ins Rollen gebracht hat. Aktuell folgen nun gerade Mutationen des Virus, sprich etliche weitere Talente in Sachen skandinavischer Spannungsliteratur, mit Autoren wie Camilla Läckberg oder Lars Kepler (ein Pseudonym für ein Autorenpaar). Selbst krasse Außenseiter wie der Isländer Arnaldur Indriðason finden ‚Infektionsherde‘ beziehungsweise ein breites Lesepublikum.

In Leipzig - Frankfurt zog erst zwei Jahre später nach - konnte man gut eine ähnliche Verbreitungsgeschichte verfolgen, als junge Manga-Fans plötzlich begannen, sich wie ihre Comics-Helden zu verkleiden und die Messe zu stürmen, die dann bald kapierte, was ihr da Gutes widerfuhr und Verkleideten freien Eintritt gewährte. Das ist aber nur ein spektakuläres, weil weithin sofort sichtbares Beispiel dafür, wie sehr der Austausch zwischen Lesern - vulgo Flüsterpropaganda - eine der stärksten Triebkräfte bei Büchern ist.

Unter der höchsten Spitze des Eisberges an Erfolgsautoren wartet die nächste Überraschung, nämlich europäische - nicht auf Englisch geschriebene - Bestseller von oft erheblicher literarischer Qualität, in unterschiedlichsten Stilrichtungen, mit einer nicht wirklich eingrenzbaren Vielfalt an Themen und Tonlagen. Nichts könnte falscher sein als die Vorstellung von Bestsellern als im Grunde austauschbarem Mist. Tatsächlich fand man auf den höchsten Verkaufsrängen in den letzten Jahren auch den Gelehrtenroman Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann neben den bedeutend gefälliger angelegten Mysterien rund um die Kathedrale des Meeres im mittelalterlichen Barcelona von Ildefonso Falcones.

Die erotische Selbstbespiegelung der durchaus schrägen TV-Moderatorin Charlotte Roche, Feuchtgebiete, gehört dazu wie die hochversponnenen Monologe einer Pariser Concierge, die sich mit krassem Humor quer durch die Philosophiegeschichte zitiert (Muriel Barbery: Die Eleganz des Igels). Die Liste ist allein über die letzten paar Jahre rasch erweiterbar, und je genauer man hinsieht, desto deutlicher werden zwei Dinge: Das klassische Erfolgsstrickmuster gibt es nicht, und viele dieser in zahlreiche Sprachen übersetzten Erfolgsbücher erschienen anfangs in sehr bescheidenen Auflagen und wurden erst über Leser zum Überraschungserfolg.

Leipziger Gravitationszentrum

Leipzig ist natürlich eine attraktive Bühne auch für diese Titel. Die Aufmerksamkeit vieler Besucher wie auch der Medien richtet sich aber ebenso auf das gezielt eingerichtete Schaufenster für die Literaturen Zentral- und Südosteuropas. Allerdings, ein wenig funktioniert das nach einem liebgewonnenen Zaubertrick, den alle längst kennen und auch durchschauen, aber doch nicht missen möchten. Denn zwei Jahrzehnte - beinahe eine Generation - nach der Wende sind der "Osten" und seine Literaturen längst vertrautes Terrain. Es geht kaum noch um die großen Entdeckungen des Unbekannten - oder, noch weniger, des vermeintlich so ganz Anderen.

In zwanzig Jahren haben unermüdliche Zwischenträger wie etwa György Dalos dafür gesorgt, dass dutzende Autoren aus Polen oder Ungarn, der Ukraine oder Bosnien, Rumänien oder Slowenien ihren Weg zu den Lesern quer durch Europa gefunden haben, und Leipzig war dafür - auch wenn dies paradox klingen mag - das geeignete, weil an der Peripherie gelegene Gravitationszentrum. Andrzej Stasiuk, Terézia Mora, Jurij Andruchowytsch, Mircea Cãrtãrescu oder Drago Janèar wurden seither nicht nur ins Deutsche übertragen, sondern in viele europäische Sprachen übersetzt, haben angesehene Preise gewonnen und sind geachtete Gäste auf großen Literaturfestivals.

Ein ganz wesentlicher Unterschied aber grenzt sie dennoch gegenüber ihren "westeuropäischen" Kollegen deutlich ab - wobei "west" -europäisch als die "alte" EU vor 1989 zu verstehen ist, also von Skandinavien bis Südeuropa, von der Iberischen Halbinsel bis Wien reichend. Während es im Westen immer weniger Grenzen zwischen literarischer Anerkennung und Erfolg auf dem Markt gibt, bleiben die hohe und die populäre Literatur im sogenannten "Osten" scharf voneinander abgegrenzte Bezirke. Mehr noch, kaum einem Autor aus Polen oder Ungarn gelingt ein breiter Durchbruch etwa in Tschechien oder Rumänien, oder umgekehrt, und schon gar nicht in der "alten" EU, so als hätte sich die Entgrenzung der jüngsten Vergangenheit dort zwischen unsichtbaren, doch immer noch wirksamen Trennlinien verheddert.

Auf gewisse Weise ist dies durchaus ein Ausdruck von Vielfalt. Dabei erweisen sich die althergebrachten Muster von Ost und West als wenig aussagekräftig. Denn die literarische Landkarte zeigt deutlich, wie sehr Geschichten überwiegend aus einem sehr konkreten, lokalen Umfeld heraus wachsen, dann aber oft ein weit darüber hinausreichendes Publikum finden können.

Was indessen fehlt beziehungsweise nur sehr ungenügend funktioniert, ist eine Vielfalt der Übermittlungskanäle für diese Geschichten und ihre Autoren. Dabei geht es nicht nur um Geld und Förderungen, um finanzielle wie wohlmeinende Unterstützung für Übersetzungen, sondern mehr noch um die Überwindung von Scheuklappen: Wir wissen viel zu wenig von der Vielzahl der spannenden Geschichten, die hier und dort geschrieben und auch gelesen werden, wenn auch bislang oft nur im Ursprungsland der Autoren. Aber die häufig genug ebenso erstaunlichen wie ungeplanten Erfolge dieser Geschichten machen deutlich, dass bei den Lesern die Neugierde viel größer ist, als es der "Markt" und die Medien wahrhaben wollen.

Literarisches Hochamt

Meine Lage in der Lage war der Titel des ersten Buchs, das von György Dalos bereits 1979 in Berlin in deutscher Übersetzung erschien. Als ich ihn, ich glaube, es war 1982, erstmals daraus in Wien vorlesen hörte, löste dies bei mir ein Erstaunen aus, wie es von heute aus betrachtet naiv erscheinen mag: Da berichtete jemand aus Ungarn, einem ebenso nahen wie damals aus meiner Wahrnehmung ausgeblendeten Land, abseits aller Exotik, mit Witz und Ernsthaftigkeit, als wäre das die selbstverständlichste Geschichte der Welt, und eine spannende noch dazu. Das machte mich nicht nur neugierig, sondern veränderte nachhaltig meinen Blick.

Ganz Ähnliches, vermute ich, gelingt auch österreichischen Autoren immer wieder an Orten wie Leipzig, wo sie nicht nur Jahr für Jahr ein aufmerksames Publikum finden. Die Geschichten, die Arno Geiger, Paulus Hochgatterer oder Andrea Winkler hier erzählen, führen rasch über die verrauchte Kaffeehausatmosphäre hinaus, über die allein sich das Land so gerne repräsentiert. Denn das kann Literatur bei Grenzüberschreitungen am besten: die Lesenden verblüffen.

Das beste aktuelle Beispiel für dieses Paradoxon ist übrigens einmal mehr Schweden mit seinen Krimiautoren. Seit mehr als einem Jahrzehnt überrollt das europäische Lesevolk eine Welle von Morden, Enthüllungen über rechtsradikale Geheimbünde, Serienkillern zwischen rostbraun bemalten Holzhäuschen an idyllischen Seen und oberflächlich adretten, jedoch tief gebrochenen Mittelklassewelten. Wer hätte gedacht, dass solch eine Kulisse faszinieren, die Buchkassen zum Klingeln bringen und doch am Ende Skandinavien als den womöglich besten Fleck auf Erden vorführen kann.

Die Buchmesse in Leipzig ist für solche Verblüffungen gewissermaßen das jährlich gefeierte Hochamt. (Rüdiger Wischenbart, ALBUM - DER STANDARD/Printausgabe, 13./14.03.2010)

Zur Person:
Rüdiger Wischenbart ist Berater und Journalist mit dem Schwerpunkt Lesekultur, Buchmärkte, Medien und Kommunikation. Alle Daten und Analysen zu Übersetzungen sind dem Diversity Report 2009 entnommen, der kostenfrei hier abgerufen werden kann: www.wischenbart.com/translation

  • Hinweis:Kommende Woche wird in Leipzig wieder fast überall
gelesen. 1500 Autoren reisen an, um aus ihren Büchern zu lesen, und
2100 Aussteller aus 39 Ländern (123 aus Österreich) präsentieren ihre
Programme.
    foto: eckehard schulz

    Hinweis:
    Kommende Woche wird in Leipzig wieder fast überall gelesen. 1500 Autoren reisen an, um aus ihren Büchern zu lesen, und 2100 Aussteller aus 39 Ländern (123 aus Österreich) präsentieren ihre Programme.

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