Lukas Mandl ist neuer ÖAAB-Generalsekretär

12. März 2010 10:45
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    Foto: apa/georg hochmuth

    Landtagsabgeordnete Korosec meint, es sei gut, dass ein "junger Löwe" an die Reihe kommt.

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    Trinken tut Mandl nach eigenen Angaben "lieber Kakao als Kaffee, lieber Wasser als Saft, lieber Bier als Wein".

Mandl will "Arbeitsplatz der Zukunft" schaffen - Skepsis gegenüber Neuer Mittelschule

Wien - Einstimmig hat der ÖAAB-Bundesvorstand am Freitag den niederösterreichischen Landtagsabgeordneten Lukas Mandl zum neuen Generalsekretär der ÖVP-Arbeitnehmerorganisation gewählt. Er löst damit die zur Wissenschaftsministerin aufgestiegene Beatrix Karl ab.

ÖAAB-Obmann Michael Spindelegger würdigte den von ihm vorgeschlagenen Mandl in einer Pressekonferenz als "starke Persönlichkeit" mit "Ecken und Kanten". Trotz seiner Jugend habe der 30-jährige schon einige Erfahrungen gesammelt und sich auch in der Bildungspolitik seine Sporen verdient. Dies sei für den ÖAAB wichtig, weil man derzeit dabei sei, ein Bildungskonzept zu finalisieren. Mandl sei ein Garant dafür, dass dies gelingen werde.

"junger Löwe"

Der neue Generalsekretär selbst will "zuerst zuhören, dann nachdenken und dann umsetzen", beschrieb er seine Arbeitsweise. Als Schwerpunkt seiner Arbeit nannte er die Schaffung des "Arbeitsplatzes der Zukunft". Das Hauptaugenmerk dafür müsse im Bildungsbereich liegen, damit die Arbeitnehmer wettbewerbsfähig bleiben und Österreich seinen Wohlstand und sein Sozialsystem erhalten könne.

Die Wiener Landtagsabgeordnete Ingrid Korosec bezeichnete Mandl als "gute Lösung". Volksanwältin Gertrude Brinek meinte unter Hinweis darauf, dass Mandl und Spindelegger aus dem gleichen Wahlkreis stammen, das wichtigste sei, dass der Obmann und sein Generalsekretär gut miteinander können. Beide sehen auch einen Vorteil darin, dass mit dem 30-jährigen Mandl ein junger Kandidat zum Zug kommt. Korosec meinte, es sei gut, dass "junge Löwen" an die Reihe kämen. Brinek ergänzte, man müsse dem Nachwuchs eine Chance geben.

"Es muss nicht immer eine Frau sein"

ÖAAB-Obmann Michael Spindelegger hat seine Entscheidung verteidigt, dass mit Lukas Mandl ein Mann zum Nachfolger von Beatrix Karl als Generalsekretär bestellt wurde. Es gebe "keine Automatik, dass es immer ein Frau sein muss". Er habe mehrere Möglichkeiten erwogen, seine Wahl sei aber auf Mandl gefallen und er sei überzeugt, dass dieser seine neue Aufgabe gut erledigen werden, sagte Spindelegger. Seine Durchsetzungsfähigkeit habe er schon bewiesen, als er 2008 über Vorzugsstimmen den Einzug in der niederösterreichischen Landtag geschafft habe.

Obmann und Vorstand aus Niederösterreich

Der Außenminister betonte auch, dass es im ÖAAB-Vorstand kein Problem damit gegeben habe, dass nun sowohl der Obmann als auch der Generalsekretär aus Niederösterreich kommen. Zudem äußerte Spindelegger die Hoffnung, dass Mandl nicht auch wieder nach einem halben Jahr in eine Regierungsfunktion aufsteigt, wie ihm das mit Karl passiert ist.

Skeptik gegenüber Neuen Mittelschule

Mandl selbst machte gleich in seiner ersten Pressekonferenz deutlich, dass er in Schulfragen nicht zu den visionären Reformen zählt und eher auf der alten Linie der ÖVP liegt. So äußerte er sich zu der von der SPÖ forcierten Neuen Mittelschule betont skeptisch und meinte, diese sei nicht ausgereift und noch ein Fleckerlteppich. Man solle die Kinder nach ihren Talenten fördern und dem entsprechend gute Angebote machen. Gegen die Hauptschule solle man auf lange Sicht "keine negative Stimmung" machen. Mandl plädierte grundsätzlich dafür, in der Bildungspolitik Talente zu fördern und Defizite zu beseitigen. Bezüglich der Sprachdefizite trat er für "verpflichtende Deutschkurse" für Kinder, die nicht ausreichend Deutsch können, ein.

Den ÖAAB will der neue Generalsekretär als Denkwertstatt weiter ausbauen. So will er zur Entwicklung neuer Ideen auch Experten sowie informelle Gruppen beiziehen und über den Tellerrand hinaus blicken.

Gesundheits- und Jugendsprecher steigt auf

Spindelegger holt sich mit Mandl ein zwar ein in der Öffentlichkeit weitgehend unbeschriebenes Blatt als Generalsekretär an seine Seite in den Arbeitnehmerbund der ÖVP. Der Außenminister selbst kennt und fördert den Bezirksparteiobmann von Wien-Umgebung aber schon seit längerem - beide kommen aus dem gleichen Wahlkreis.

In der Niederösterreichischen ÖVP fungiert Mandl als Gesundheitssprecher sowie als Kinder- und Jugendsprecher. In seinem Brotberuf ist Mandl als Kommunikationsberater und Texter tätig. Studiert hat er Kommunikationswissenschaften und Wirtschaftspsychologie an der Universität Wien. Derzeit absolviert er einen postgradualen Lehrgang an der juridischen Fakultät in Wien.

"Lieber Bier als Wein"

Trinken tut Mandl nach eigenen Angaben "lieber Kakao als Kaffee, lieber Wasser als Saft, lieber Bier als Wein". Beim Essen liebt er es bodenständig, Schnitzel mit Erdäpfelsalat oder Spaghetti nennt er als Lieblingsgerichte. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 93
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Ui Jessasna
07.04.2010 21:05
Seit wann

wählt ein ÖVP-Bund eine wirklich "starke Persönlichkeit" mit "Ecken und Kanten"? Vielmehr sind doch Nachwuchstalente gefragt, die trotz ihrer Jugend bereits eine unverdächtig gekrümmte Wirbelsäule haben und sich dem Konzert der Parteigranden einzufügen wissen. Der "junge Löwe" spielt ja seinen Äußerungen zufolge bereits vorzüglich die Parteiphrasen. Und Spindelegger hat ab sofort einen dankbaren Mitstreiter mehr für seine Lobby.
Darüber hinaus: gibt's was Neues vom ÖAAB?

Der Ursprung
25.03.2010 16:10
L.M. hat also die Kristallkugel gefunden

und er, nur er kann damit in die Zukunft sehen. Gratuliere!

Vito
 
16.03.2010 16:43
Arbeitsplatz der Zukunft

geschafft!

Grusoleum - nur echt auf derstandard
15.03.2010 18:37
wenn das ein junger löwe ist bin ich der papst---

???
papst ???
nein, dichand oder irgendwas sonst

junger löwe, ha

Der Ursprung
25.03.2010 16:11

simba war auch knuddelzahm *

angelo6
15.03.2010 09:59
der ÖVP-Arbeitsplatz der Zukunft

Fix angestellter Beamter, Mitgliedschaft bei der Beamtengewerkschaft, aktive Miarbeit in einer Gemeinde als ÖVP-Gemeinderat. so schaut er aus, der Traum jedes ÖAAB-Mitglieds

schlitzohrlinski
14.03.2010 20:07
Vorwärts zurück in die Vergangenheit: So sieht die VP "Junggarde" aus!

Und noch ein NÖer mehr in einer VP Spitzenposition: Die Pröllisierung der VP von Raikas Gnaden schreitet weiter voran!

Einmal ganz abgesehen von den altbackenen und überkommen Stehsätzen zur Bildungspolitik, die zeigen, dass der Hr. Jung-, oder doch Altfunktionär, die Realitäten der Bildungswelt noch immer nicht verstanden hat oder verstehen will.

Aber das Abspielen von alten Platten ohne konstruktiver Lösungsansätze kann man auch bei Karl erkennen.

Na dann schauen wir mal wie sich der ÖAAB bei Nulllohnrunden für die Beamten verhalten wird: Defacto ist ja der ÖAAB zum Beamtenbund degeneriert!

michelkholhaas
17.03.2010 06:49
dem ist nichts hinzuzufügen!

maschinen stopp! volle kraft zurück und nur ja keine zukunftsorientierten gedanken!

per verser
14.03.2010 13:15

ein paar bobo-phrasen und die beruhigenden implikationen an die partei, daß er eh weiß, wofür die övp steht und daß er weiß, welchem herrn er dient und was linie und sache ist und daß er eh nichts verändern will.

pater hirni
13.03.2010 13:07
schsaut mitanfang 20 schon aus wie der proll, der kleine mundl.

Anton D.
13.03.2010 12:00
Die ÖVP wird auch mit einem Yuppie nicht besser!

pater hirni
13.03.2010 13:01
dashatsie doch schon mit khgay versucht.

er konnte noch so erfolglos dieschüssel, dashaider und denfioner kholen.

curieux
13.03.2010 09:42
Und was

macht ihn geeignet als ARBEITNEHMERVERTRETER? Welche Erfahrungen mit der realen Arbeitswelt in Unternehmen von heute hat er? Ich fühle mich von einem Parteisoldaten, der kurz in eine "Beratungs"kanzlei hineingeschnuppert hat, der neben dem sogenannten Universitätslektorat noch studiert leider gar nicht vertreten.

michelkholhaas
17.03.2010 06:55
vertreten nicht, aber vera....scht

der öaab ist in der övp ja sowieso nur der stimmenbringer, in den erwin und der landesjägermeister ihre mitarbeiter (bhs, straßenmeistereien, raiba, agrana ..) hineinzwingen. das sagen haben der raiffeisengeneral, die stahlhelmfraktion und der bauernbund! die wirtschaft ist ohnmächtig und vertritt außerhalb nö's ohnehin eine deutlich andere position, weshalb ja auch der hr. leitl nie wirklich etwas zu plauschen haben wird! die zwazl wird in vorwahlzzeiten vom provinzkaiser als beiwagerl benutzt und dann wieder 5 jahre in der wknö geparkt.

Fraho
13.03.2010 07:22
"Arbeitsplatzes der Zukunft".

wenn er sich darum kümmert soll er sagen was er darunter versteht - Beamte im Bundes- und Landesdienst oder die ausgelagerten Arbeitsplätze in Billiglohnländer.
Beim ÖAAB kann es sich wohl nur um ersteres handeln.

perau1
 
13.03.2010 07:07

na bumm, bei der bildungsreform flexibel wie die övp: ein schrítt vorwärts - fünf schritte zurück.

wer glaubt noch daran, ausgenommen flexible övpler, dass mit der övp eine bildungsreform möglich ist?

Hubert Ungeist
14.03.2010 15:25
Wer glaubt noch das mit der SP eine echte Bildungsreform

jenseits des ideologischen Einsatzes eineer Einheitsbreischule möglich ist?

Man bedenke die HS funktioniert überall nur nicht in den Städten der SP.

FakkFeijs
12.03.2010 22:46

Ein junger Löwe. ROOAAAAAAR !!

HotDoc
13.03.2010 11:18

Junger Löwe = Miiauuu

Cedric Bergamasco
 
12.03.2010 19:41

ist das ein praktikumsjob?

pater hirni
12.03.2010 19:49
er blumt nina.

sestrelevante
12.03.2010 18:41
Wieder einer der nichts tut ,und jedes Monat einen haufen kassiert armes Österreich,,

Leo Laokoon
12.03.2010 18:26
Wieso gibt man einem so bedeutungslosen Ereignisserl

soviel Raum hier?

Herr Lulli Pulli, seltsamer Attraktor
 
12.03.2010 18:26
Ein Klon wie der andere, jämmerlich ...

grassl
12.03.2010 17:37
sicher a braver bua!

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