Mindestens 13 Tote bei erneutem Anschlag

13. März 2010, 08:57

Nach Krankenhausangaben mehr als 50 Verletzte - Zahl der Todesopfer in Lahore auf mindestens 57 gestiegen - Mit Video

Peshawar - Die Anschlagsserie in Pakistan dauert an: Bei einem Selbstmordangriff in Mingora, der größten Stadt des Swat-Tals, wurden am Samstag nach Militärangaben mindestens 13 Menschen getötet und mehr als 50 weitere verletzt. In anderen Berichten war unter Berufung auf die Polizei von mindestens zehn Toten und mehr als 35 Verletzten die Rede. Es war der zweite schwere Anschlag innerhalb von 24 Stunden. Erst am Freitag waren in Lahore bei Selbstmordanschlägen mindestens 55 Menschen getötet worden.

Der Selbstmordattentäter brachte seinen Sprengsatz am Samstag zur Explosion, nachdem Sicherheitskräfte ihn stoppen wollten, wie die Polizei mitteilte. Der Attentäter, der zu Fuß unterwegs war, hatte offenbar vor, in ein Regierungsgebäude einzudringen. Regierungstruppen hatten das Swat-Tal im vergangenen Jahr in einer mehrere Monate dauernden Großoffensive von Aufständischen zurückerobert, dennoch kommt es dort immer wieder zu Gewalttaten.

Sicherheitskräfte riegelten den Anschlagsort weiträumig ab, Geschäfte und Marktstände wurden geschlossen. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu der Tat. Ein Sprecher kündigte weitere Anschläge an. Der Militärbefehlshaber in der Region, Generalmajor Ashfaq Nadeem, sagte, unter den 13 Toten seien zwei Soldaten und zwei Polizisten. "Solche Taten können uns nicht demoralisieren", sagte er. "Ich will der Bevölkerung versichern, dass wir den Kampf fortsetzen, bis der letzte Taliban eliminiert ist."

Lahore: Zahl der Opfer auf 57 gestiegen

Erst am Freitag hatten sich zwei Selbstmordattentäter in Lahore im Osten Pakistans in die Luft gesprengt. In der Nacht zum Samstag starben zwölf Schwerverletzte in Krankenhäusern, wie ein Polizeivertreter sagte. Die Zahl der Todesopfer stieg damit auf 57. Nach dem Anschlag hatten Vertreter der Sicherheitskräfte zunächst von 45 Toten gesprochen. Mehr als 130 weitere wurden verletzt, als die Attentäter ihre Sprengsätze in der Nähe eines belebten Marktes zündeten. Ziel des Anschlags war ein Konvoi von Armeefahrzeugen.

In Pakistan wurden seit Mitte 2007 über 3.000 Menschen bei Anschlägen getötet. Die meisten waren von pakistanischen Taliban-Kämpfern verübte Selbstmordattentate. Ziel waren meist Soldaten, Polizisten oder öffentliche Gebäude. Zunehmend sind aber auch Zivilisten von den Anschlägen betroffen. (APA)

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11 Postings
MondXicht
01
12.3.2010, 17:16

Dass Zivilisten dabei umkommen dürfte den Terroristen aus dem Grund wurscht sein, weil sie damit meistens andere Ethnien als ihre Eigene treffen.
Das erklärt auch den Rückhalt in der Bevölkerung - in Teilen der Bevölkerung (Tajiken, Pashtunen und andere)

Peter_23
114
12.3.2010, 13:46
"30 Zivilisten und 18 Soldaten"

Entspricht diese Opferverteilung nicht auch ungefähr jener Verteilung wenn "Die Guten" (USA, GB, NATO) Angriffe tätigen, Menschen in ihrem Zorn töten und Blutbäder unter den Opfern anrichten?

Natürlich bedient sich die NATO nicht Selbstmörder. Das Ergebnis ist unter den Opfern aber bei "Luftangriffen" das Gleiche:

http://www.spiegel.de/politik/a... 74,00.html

liebenfels
71
12.3.2010, 18:13
Das Verhältnis entspricht nicht dem Durchschnitt der

Nato/US-Attentate
vgl. Nagasaki, Hiroshima, Dresden, usw

Simskoarl
 
14
12.3.2010, 17:31
Wenn man schon aufrechnet

Soweit ich weiss, werden Angehörige von zivilen Opfern von NATO-Operationen entschädigt (so man sich einig ist, dass es sich um zivile Opfer handelt).

Von den Taliban habe ich bisher nicht einmal eine Entschuldigung für die vielen zivilen Opfer gehört.

Und dass die Opferzahlen durch Anschläge diejenige der NATO-Operationen deutlich übersteigen, wurde auch schon öfters publiziert.

slobodan nikolic1
 
42
12.3.2010, 13:51
peter

der unterschied ist der das usa-nato überal die demokratie insatlieren und auf dem weg auch zivilisten "beseitigen" dürfen!

Peter_23
71
12.3.2010, 15:46
Aha, ja klar

Wie gut die US-installierte Demokratie tatsächlich ist, ist dann in vielen Mittel/Südamerikanischen Ländern a la Kolumbien, in den vielen afrikanischen Stellvertreterkriegen oder auch im Irak, Afghanistan und Co zu bemerken. Vom Nahen-Osten und den seit Jahrzehnten ungelösten Konflikten mit massiver US-Einmischungen ganz zu schweigen.

Abseits Ironie: Kann irgendwer ein konkretes Beispiel nennen, wo der US-amerikanische Weg über Gewalt und Militär so etwas wie Demokratie zu installieren tatsächlich funktioniert hat? Eventuell Deutschland nach dem WK-II ?

Markus M.
25
12.3.2010, 17:58
Ja, ganz furchtbar,

wie sich die US-installierte Demokratie in Oesterreich entwickelt hat.

robistico
14
12.3.2010, 16:25
Japan z.B.

Irak z.B.

Jon Grassinsky
11
12.3.2010, 15:21
So, so

Demokratie und das Wohlergehen der einheimischen Bevölkerung sind also die bestimmenden Beweggründe der "usa-nato".
Und die Erde ist eine Scheibe...

slobodan nikolic1
 
11
12.3.2010, 16:11
leider sie haben die ironie nicht verstanden,

aber fehler lag eindeutig bei mir, ich hätte anführungszeichen verwenden müssen"! was politik der usa-nato in lezten 20 jahren anbelangt muss uns allen nachdenklich machen! aber solange die usa politische unterstützung der eu hat wird sich leider nichts endern!

Chris Quast
12
12.3.2010, 17:09

keine angst, du wirst es vielleicht noch erleben, wie das ganze dann die chinesen übernehmen. hoffe das bereitet dann unseren ideologen weniger kopfzerbrechen.

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