Fachtagung

Wie gefährdet sind Kinder psychisch kranker Eltern?

14. März 2010 09:39

Kinder psychisch kranker Eltern stellen eine Hochrisikogruppe für Vernachlässigung dar - In Deutschland sind mehr als drei Millionen Kinder betroffen

Vor drei Jahren wurde am Universitätsklinikum Greifswald das Modellprojekt "Rückenwind - Hilfe für psychisch und suchtgefährdete Kinder und Jugendliche" ins Leben gerufen. Auf einer Fachtagung sollen am Mittwoch, dem 17. März 2010, in Greifswald erstmals öffentlich die Ergebnisse der dreijährigen Arbeit öffentlich vorgestellt werden. Zu der Veranstaltung für Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe, Schulen, Kindergärten, Einrichtungen der medizinischen Versorgung, Beratungsstellen und Interessierte werden 200 Teilnehmer erwartet.

Im März 2007 wurde mit Unterstützung der Landesregierung und des Unternehmens HanseYachts AG die Beratungsstelle "Rückenwind" etabliert, in der betroffenen Kindern und Jugendlichen sowie ihren Angehörigen Unterstützung angeboten wird. Im Rahmen des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen und gefördert durch das Bundesfamilienministerium konnte zudem in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt und der AWO ein zweiter Standort in Schwerin eröffnet werden. Inzwischen haben rund 100 Familien das Hilfsangebot angenommen. An der Universität Greifswald wird das Projekt wissenschaftlich begleitet und die Familien umfassend zu ihrer Situation befragt, um Rückschlüsse über das konkrete Risikopotenzial und seine Ursachen sowie entsprechende Eingreifmöglichkeiten zu erhalten. Fakt ist, dass Kinder von Eltern mit Suchtproblemen oder psychischen Erkrankungen um ein vielfaches stärker gefährdet sind als ihre Altersgenossen aus gesunden Familien.

Hilfe für Eltern und Kinder

"Psychische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter haben in den letzten Jahren zugenommen. Das Modellprojekt zeigt auf, wie die Gefährdungslage im Nordosten zu bewerten ist und wie wir den Kinder und Jugendlichen helfen können, trotz der Probleme ihrer Eltern ihr Leben zu meistern", so der Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Harald Freyberger

Mütter und Väter, die unter psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Suchterkrankungen leiden, haben nicht immer ausreichend Zeit und Kraft, sich den Bedürfnissen ihrer Kinder zu widmen. Sehr oft gehen zudem weitere Probleme mit der Erkrankung einher wie Krankenhausaufenthalte, Familien- und Partnerschaftskonflikte, Arbeitslosigkeit und finanzielle Engpässe sind nur einige dieser zum Teil erheblichen Belastungsfaktoren. Dieses Bündel von Problemen kann die psychische Entwicklung des Kindes schon früh massiv beeinträchtigen. Umso wichtiger ist es, für diese Eltern und ihre Kinder besondere Präventions- und Hilfsangebote zu stellen. Doch welche Hilfsangebote sind wirklich nützlich? Welche Hilfen können Eltern annehmen? Und was bringt wirklich etwas? Möglichkeiten für Hilfe und Präventionen sollen im Rahmen des Fachsymposiums vorgestellt werden. Zudem besteht die Gelegenheit, neue Forschungsergebnisse und praktische Erfahrungen auszutauschen. (red)

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19 Postings
standardabweichung
15.03.2010 09:44

sind damit wulfila, dietlinde, odoaker, hugin, mumin, fricka, beowulf, kriegfried, blödel und ildiko gemeint?

Bienenkönigin
16.03.2010 08:09
Wenn man vom Thema nix versteht,

soll man lesen statt posten! Das Problem ist ein internationales, auch in Österreich!

Erwin Wolfram
15.03.2010 00:36

wie immer kann man das geld bei einer tagung ausgeben, dass den opfern gehoert.

Susanne_B
15.03.2010 10:52

"das" nicht "dass"

phaidros
16.03.2010 18:45

'"das", nicht "dass"', nicht '"das" nicht "dass"'.

:-)

Bienenkönigin
14.03.2010 20:57
Hilfe in Österreich

findet man überall als Spurenelement, in manchen Bundesländern etwas mehr, ansonsten kaum. Die meisten Angebote gehen nicht über das Projektstadium hinaus und müssen durch Sponsoren unterstützt werden. Nicht selten werden die minderjährigen Kinder angehalten, sich um ihre/n kranke Mutter/Vater zu kümmern, weil es keine andere Hilfestellung gibt. Eine reine Überforderung! Kein Wunder, dass dabei die Kinder selber depressiv werden.
Wo ist das Geld im REICHEN Österreich? Hier wird es dringend benötigt!

Harald Schoenknecht
15.03.2010 15:38

-> in den Taschen der REICHEN, wo sonst 8-)

PeAcE

aburrido
14.03.2010 19:22
wir täten gut

daran, bald mal eine lobby für psychisch kranke zu etablieren. Das problem ist, dass depris, schüchtis, usw. als schwach und selbst schuld angesehen werden, die ihren mitmenschen potentiell auf die nerven gehen.
Naja, wenn das aber so weiter geht mit der postmodernen sinnentleerten gesellschaft, haben wir hundertausende burn-out-kranke ohne gehalt und soziales netz.

Bienenkönigin
14.03.2010 21:04
Gute Idee!

Bitte melden!

selfhelp
14.03.2010 19:19
Hilfe auch in Österreich

Seit einiger Zeit widmet man sich auch in Österreich diesem Thema. Kleinere Projekte gibt es in fast allen Bundesländern. siehe u.a. www.hpe.at, www.aha-salzburg.at

Bienenkönigin
14.03.2010 21:01
Selbsthilfe ist gut,

aber die psychisch Kranken und ihre Kinder brauchen ein funktionierendes Gesundheitswesen! Österreich befindet sich diesbezüglich noch im Versuchs- und Planungsstadium.

selfhelp
14.03.2010 19:41
ohne beistrich

www.hpe.at

Alfred Zopf
14.03.2010 14:41
Opfer des öffentlichen Sparkurses ?

Eine mögliche Hilfe wäre ambulante Betreuungsangebote für die betroffenen Familien. Zu befürchten ist, dass durch das falsche Sparen an wichtigen Hilfen (siehe Jugendwohlfahrt, etc.) wirksame Hilsmaßnahmen nicht umgesetzt werden, im Notfall gibts stationäre Fremdunterbringung und das Lebensschicksal der Eltern wiederholt sich am Schicksal der Kinder. Leider eine traurige Realität, die vermutlich entstehen wird.

Laran Wish
14.03.2010 14:27
Wurde auch Zeit

Ich habe selbst vor kurzem zu diesem Thema recherchiert und musste mit Erschrecken feststellen, dass es für die Kinder von Eltern mit psychischen Problemen kaum Unterstützung gibt.

Die behandelnden Ärzte bzw. Therapeuten sollten eigentlich zuerst fragen, inwieweit die Kinder der Patienten versorgt sind, und sofort entsprechende Hilfe einleiten.

Erwachsene mit psychischen oder Suchtproblemen können sich selber Hilfe holen, das können Kinder nicht - sie sind ihren Eltern ausgeliefert, und wenn diese ausfallen, muss einfach jemand anders eingreifen, und das muss automatisch erfolgen!

beos
14.03.2010 16:33

Viel Spass beim Hilfe holen bei psychischen Problemen. Hausärzte sind idR überfordert und Psychiater/Psychotherapeuten mit Kassenzulassung gibts viel zu wenige. Was hilft ein Termin in 2enhalb Monaten, wenn aktuell der Alltag kaum zu bewältigen ist.

Schrumpfschlauch
14.03.2010 13:07
A.B. Artig

A.B. Artig
 
19.03.2010 13:53
Verwixxxllt

Geh wixllyborschrumpfschlumpf... Kriegst doch eh nur rot... Noch immer nix draus gelernt? Und warum wundert mich das so gar nicht?

Johannes St.
 
21.03.2010 09:55
wenn ich's nicht besser wüsste, würde ich sagen er ist masochist

was aber ganz sicher stimmt: massive Selbstüberschätzung.

Nur bei seinem schlechtesten Stück zeigt er Realitätssinn!

Johannes St.
 
18.03.2010 21:53
auf alle Fälle sind die Kinder der psychisch kranken VäterUNrechtler massiv gefährdet

wenn man sich solche Lügen für die Öffentlichkeit ausdenkt - was lassen die erst auch die Kinder los......

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