BIP-Anstieg

Österreichs Wirtschaft wächst leicht

12. März 2010, 09:37

BIP im vierten Quartal um 0,4 Prozent über Vorquartal - Exporte und privater Konsum als Wachstumstreiber

Wien - Österreichs Wirtschaftsleistung ist im 4. Quartal 2009 gegenüber dem Vorquartal saison- und arbeitstägig bereinigt um 0,4 Prozent gewachsen. Das teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) am Freitag mit und bestätigte damit seine Schnellschätzung von Mitte Februar. Im Jahresabstand ging das BIP um 1,4 Prozent zurück, vor einem Monat war das Wifo noch von -1,5 Prozent ausgegangen.

Getragen wurde das BIP-Wachstum im 4. Quartal von den Exporten (+1,6 Prozent) und dem privaten Konsum (+0,2 Prozent, während die Bruttoanlageinvestitionen weiterhin rückläufig waren (-1,6 Prozent).

Die Wertschöpfung der Sachgütererzeugung nahm im vierten Quartal 2009 saisonbereinigt gegenüber dem Vorquartal um 1,3 Prozent zu (3. Quartal: +1,9 Prozent). Die stärker an der Inlandsnachfrage orientierten Bereiche entwickelten sich ungünstiger. In der Bauwirtschaft und in den Dienstleistungsbereichen Handel, Beherbergungswesen und Verkehr stagnierte die Wertschöpfung weiterhin.

Erholung der Weltwirtschaft hält an

Die Erholung der internationalen Konjunktur hielt in den ersten zwei Monaten 2010 an. Im 4. Quartal 2009 war die Wirtschaft in den USA und in Südostasien stark gewachsen, getragen von Fiskalimpulsen in den USA und China und einer Wiederbelebung des Welthandels, die mit einem raschen Lageraufbau einherging. Im 1. Quartal 2010 dürfte sich die Expansion in den USA nun etwas verlangsamt haben, jedoch robust bleiben, erwarten die Wifo-Experten. Einiges weise darauf hin, dass der Aufschwung in den USA nunmehr den Unternehmenssektor erreicht habe: Die Investitionen seien nicht länger rückläufig, und die Lage auf dem Arbeitsmarkt habe sich stabilisiert, wenn auch bei einer Arbeitslosenquote von 9,7 Prozent.

Im Euroraum lag die Wachstumsrate im 4. Quartal 2009 gegenüber dem Vorquartal bei nur 0,1 Prozent. Der private Konsum stagnierte, und die Anlageinvestitionen sanken weiter, nur die Exporte legten um 1,7 Prozent zu. Angesichts der Entwicklung der Exporte und anderer Indikatoren könnte das BIP-Wachstum aber im 4. Quartal etwas unterschätzt worden sein, was im 1. Quartal 2010 kompensiert werden könnte, so das Wifo. Allerdings dürfte das Wachstum in den ersten zwei Monaten 2010 mäßig ausgefallen sein. "Makroökonomische Ungleichgewichte in einigen südeuropäischen Ländern" könnten die Entwicklung im Euroraum heuer weiter belasten.

Für Österreich zeigt der Wifo-Konjunkturtest vom Februar eine weitere Verbesserung der Unternehmererwartungen in der Industrie, in der Bauwirtschaft gebe es aber kaum Hinweise auf eine Erholung, heißt es. Im 4. Quartal sanken die Bauinvestitionen um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Auch das 1. Quartal 2010 dürfte sich wegen des kalten Wetters schwach entwickeln. Die Tourismusumsätze lagen nach ersten Schätzungen in der ersten Hälfte der Wintersaison um 3 Prozent unter dem Rekordergebnis des Vorjahres, der Rückgang sei aber im internationalen vergleich gering und schwächer als erwartet. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 34
1 2
also dann ...
01
14.3.2010, 12:26
international wird längst ein überfälliger P A R A D I G M E N - W E C H S E L in der macro-ökonomie

diskutiert - nur im ösi-land...
las ich bis dato NULL darüber - wieso wohl ? ? ?
blanchard ... hat längst erkannt, dass es weder die
- invisble hand gibt
- noch die märkte für eine gute allokation der ressourcen sorgen !
http://www.imf.org/external/... pn1003.pdf

einen guten überblick der diskussion liefert die
"frankfruter rundschau" :
http://www.fr-online.de/in_und_au... chard.html

sehr interessant (immer wieder) altvater :
die w a h r h e i t... sagt er kurz un bündig in der zusammenfassung seines seminars - siehe PDF 14.b.)

http://www.polwiss.fu-berlin.de/people/al... esung.html

Walter Bimini
00
14.3.2010, 12:17
die neuesten durchhaltemeldungen aus dem reichspropaganda ministerium in wien

Jens Kampe
00
14.3.2010, 12:12
So wie damals der Schilling

an der D-Mark gekoppelt war, so ist die österreichische Wirtschaft im generellen von der Deutschen abhängig.
Wen überrascht diese Nachricht denn da?

Entropix
01
13.3.2010, 23:43
auch wenn's langsam

fad wird: Das BIP ist als Leistungs-Kennzahl ungeeignet!

Sophist1
00
14.3.2010, 10:43
Ungeeignet? Wie ist Ihr Vorschlag?

Walter Bimini
00
14.3.2010, 12:09
einnahmen und ausgaben

sie verwenden für sich hoffentlich auch keine ominöse bip kennzahl. wenn sie längere zeit mehr ausgeben als einnehmen, dann sind sie früher oder später ein fall für die schuldnerberatung bzw den iwf wie island, griechenland, ungarn, rumänien, bulgarien, lettland, etsland, litauen, ....

Sophist1
00
17.3.2010, 10:22
Einen ominösen BIP-Wert. Keine Zahl ist so objektiv und einfach zu berechnen.

Ich stelle fest, dass eine Antwort auf meine Frage nicht erfolgt ist. Was Sie mit "Ausgaben und Einnahmen" meinen, heißt Zahlungsbilanz. Um Ihre sinnlose Aufzählung von Staaten, die dafür spricht, dass bei Ihnen Ökonomie aus Kaffeesatz-Lesen besteht, müssen Sie die Liste vor allem mit GB ergänzen. Die haben nämlich ein Zahlungsbilanzdefizit von 13 % - und eine impotente Regierung. Was Ihre Ergänzung mit IWF - als Schimpfwort - bedeuten soll, bleibt Ihr Geheimnis. Ergänzen können Sie übrigens die Liste auch mit unserem felix austria.

Stinkefinger für Pröll
00
13.3.2010, 22:01
dann wirds zeit wiedermal arbeitnehmer zu entlassen...

slartibartfaß der Umwandler
10
13.3.2010, 13:31

gute meldung. ups. aber dafür werden bald hinten und vorne die steuern erhöht. ich frage mich ja, sollte nicht bei wachsender wirtschaft auch der wohlstand und reichtum der steuerzahler steigen ? da stimmt ja was nicht.

Walter Bimini
00
14.3.2010, 12:15
bei einem staat wie österreich, der knapp vor dem bankrott steht, steigen nur mehr die schulden.

das üblicherweise angegebene defizit ist ja nichts anderes als die neuverschuldung. insgesamt stecken wir mit 70% des bip schon bis zu den ohren in schulden. als nächstes kommen jetzt neue sparpakete für den finanzindustriellen komplex sprich unsere ost- und balkanbankster, den politindustriellen komplex d.h. unsere politmafia, .... und dann noch für die bailouts von griechenland, italien, spanien, portugal, ....

Stinkefinger für Pröll
52
12.3.2010, 19:23
mit wirtschaft ist wohl nur der bauchumfang vom pröll gemeint... !

Stinkefinger für Pröll
70
12.3.2010, 19:15
wirtschaft wächst

tja, weil viele preise angestiegen sind.

aceFruchtsaft
07
12.3.2010, 22:19

Die Werte sind selbstverständlich inflationsbereinigt. Keinen interessiert das Wachstum nomineller Größen.

Ravenhorst
11
12.3.2010, 16:53
Die Wirtschaft wächst wieder!

Hurra, dann ist ja alles wieder in Ordnung! ABER: sitzen wird als Staatsbürger nicht auf einem riesigen Schuldenberg?

strangerinastrangeland
 
00
13.3.2010, 23:11
Auch wenn der Vergleich nicht nicht zu 100% valid ist,

aber um die Relationen zu verdeutlichen folgende Überlegung:
Sind Sie der Ansicht, dass jemand auf einem riesigen Schuldenberg sitzt, wenn er mit einem Monatseinkommen von €2000,00 ein Auto um €18.000,00 auf Kredit kauft?
Dies stellt ungefähr den Grad der relativen Verschuldung der Republik Österreich dar und der durchschnittliche österreichische Autokäufer sitzt in Relation auf einem größeren Schuldenberg.

BankRott
00
14.3.2010, 13:54

Wenn von den 2000.- an Einkommen, bereits 2500.- an fixen Ausgaben zu verbuchen sind, ja, dann würde ich sagen, ein neues Auto ist ein riesen Schuldenberg.

Doris Altmann
30
12.3.2010, 14:55
Die Abgabenquote in Österreich mit dzt. ca. 43 % des BIP ist unverändert astronomisch hoch.

Das BIP ist zuletzt deutlich gesunken, steigt nun deutlich zu langsam, aber der Staat schmeißt aber ungebremst Geld beim Fenster raus und kassiert unverändert Steuern. Und auch die Sozialquote mit über 30% des BIP ist auf Weltrekordkurs.

also dann ...
00
14.3.2010, 14:17
eigenartig ... a l l e NEO - LIBERALEN LÄNDER (USA, GB z.b.) haben eine höhere verschuldung

als jene länder mit h o h e n abg.quoten,
wie die skandinavischen z.b.
- staatsschulden. lt. ÖNB :
(in % d. BIP) : 2003. . . .2007. . . .2011
USA...............60,9%.....62,9%.....87,3%
GB.................38,7%.....40,5%.....88,2%
- - -
Schweden.......52,3%.....40,5%.....44,1%
DK.................45,8%.....26,8%.....35,2%

http://www.oenb.at/de/stat_m... :14-149060

im übrigen ...
ist das problem in GR die s i n k e n d e agb.quote
= geringere steuereinnahmen . . .
und NICHT eine un-kontrollierte ausgabenwut.

- - -

hatte nicht genau jene EU - KOMMISSION, die gegen
GR wettert ... sinkende STEUERN g e f o r d e r t ?

Nachweislich aufgeklärtester Bürger der EU
 
13
13.3.2010, 00:46
Musst du gucken J.M. Keynes!

Wenn BIP fällt, muss Staat kurzfristig Nachfrage durch öffentliche Investitionen stützen. Wenn BIP gut, muss Staat sparen. Klar?

Mahab
21
13.3.2010, 15:00
Musst du gucken Ludwig von Mises

„Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll“

aceFruchtsaft
50
14.3.2010, 08:47

Die Staatsschuldenquoten sind derzeit aber noch weit davon entfernt, in eine "finale Katastrophe des Währungssystems" münden zu müssen.

Klingt ja fast nach marxistischer Panikmache, die seit 150 Jahren das unmittelbar bevorstehende Ende des Kapitalismus predigt. ;)

also dann ...
01
14.3.2010, 12:17
sehe ich nicht so, denn

die USA, GB ...
haben schon probleme ihr massive verschuldung zu "verkaufen" !
n o c h... können sie auf china + japan
als grösste gläubiger vertrauen, gleichwohl china den gesamtbestand an $ forderungen reduzierte.

und wenn es einmal dazu kommt (siehe usa)
dass die bonds... zum grossen teil von der eigenen zentralbank "gekauft"
(das papier-SCHULD-geld ist nur ein ringelspielchen !)werden müssen, dauert es nicht mehr lange
bis zum CRASH !

Johann Klawatsch
 
00
12.3.2010, 14:07
Wirtschaft und Finanzen

Meine wirtschafts- und fiskalpolitischen Vorstellungen sind ab sofort auf meiner Webseite zum Download verfügbar: www.mitwirken.eu /Leben leben ...

JOHANN KLAWATSCH als Bundespräsident
LEBEN-MENSCHSEIN-DEMOKRATIE

rubinek
00
13.3.2010, 15:47

Das ein BP hauptsächlich repräsentative Zwecke hat ist ihnen aber schon bekannt oder ?

Fiskal- und Wirtschaftspolitisch hat er ganau nix zu melden und das ist auch gut so !

Johann Klawatsch
 
00
13.3.2010, 17:58
rubinek

Sehe ich sehr viel anders und das ist gut so!

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 34
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.