Tschechischer Präsident: "EU ist keine Eintrittskarte ins Paradies"

10. April 2003, 16:25
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Klaus bekräftigte bei Besuch in Berlin den Prager Wunsch nach dem EU-Beitritt des Landes

Berlin - Tschechien wolle der EU beitreten, auch wenn man sich bewusst sei, "dass es sich um keine Eintrittskarte in das Paradies oder zu einer karitativen Organisation handelt". Das sagte der tschechische Präsident Vaclav Klaus am Donnerstag bei seinem Antrittsbesuch in Berlin. Die Tschechen wüssten, dass die Bilanz von Kosten und Nutzen noch mehrere Jahre nach dem Beitritt für sie ungünstig sein werde. Gleichzeitig warnte er vor zentralistischen Tendenzen und der Gefahr, dass die großen EU-Länder über die kleineren Partner hinweg walzen.

Der konservative Politiker und frühere Regierungschef Klaus war am Donnerstag zum Auftakt seines eintägigen Besuchs in Berlin mit Außenminister Joschka Fischer zusammengetroffen. Anschließend war er von Rau mit militärischen Ehren begrüßt worden. Auf dem Programm von Klaus stand noch eine Unterredung mit Bundeskanzler Gerhard Schröder.(APA/AP)

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