Softwareriese eröffnet Forschungszentrum in Aachen

10. April 2003, 16:12
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Wird im Mai 2003 mit einem kleinen Startteam von zehn Mitarbeitern eröffnet

Microsoft wird in Aachen ein Zentrum für Forschung und Entwicklung einrichten. Das neue Microsoft Innovation Center in Aachen wird das vierte Mitglied der Forschungsfamilie in Europa, sagte Microsoft-Europa-Chef Jean- Philippe Courtois, am Donnerstag im Microsoft-Forschungszentrum in Cambridge. Das Team in Aachen wird sich vor allem auf die Technologien konzentrieren, die in der Europäischen Union etabliert sind.

Mobilfunk und drahtlose Netzwerke, Sicherheit und Datenschutz sowie um Netzwerk-Dienste

Die Einrichtung soll sich insbesondere um die Entwicklung von Anwendungen in den Bereichen Mobilfunk und drahtlose Netzwerke, Sicherheit und Datenschutz sowie um Netzwerk-Dienste, so genannte Web Services, kümmern. Außerdem sollen sich die Forscher um neuartige Lösungen im gesellschaftlichen Umfeld, etwa Anwendungen für das Gesundheits- oder Bildungssystem, kümmern.

Das Zentrum wird im Mai 2003 mit einem kleinen Startteam von zehn Mitarbeitern eröffnet, das die ersten Projekte auswählen soll. Der weitere Ausbau werde dann vom Verlauf der Projekte abhängen. Nach den Worten von Coutois war die räumliche Nähe zu Brüssel ein Kriterium, das für Aachen gesprochen habe. Wenn Microsoft in Europa relevant sein möchte, müssen wir intensiv mit der EU zusammenarbeiten.

Interner Wettbewerb

Um den Standort hatte es Microsoft-intern einen harten Wettbewerb gegeben, bei dem sich die deutsche Microsoft GmbH gegen die Niederlassungen in Italien und Frankreich durchgesetzt hatte. Chef des Aachener Forschungszentrum wird Pierre-Yves Saintoyant, der zuvor Microsoft Frankreich geleitet und auch im Forschungszentrum in Cambridge gearbeitet hatte.

Der für Forschung zuständige EU-Kommissar Phillipe Busquin lobte die Entscheidung von Microsoft: "Das Modell, das Microsoft mit dem Innovationszentrum in Aachen geschaffen hat, wird uns helfen, die öffentlich-private Partnerschaft zu stimulieren." Ziel sei es, die Forschungsausgaben auf drei Prozent des Brutto-Sozialprodukts in der EU zu steigern.(APA)

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