Microsoft räumt deutschen Behörden Sonderkonditionen ein

10. April 2003, 16:06
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"Durch die Vereinbarungen sparen Bund, Länder und Gemeinden viel Geld"

Das deutsche Bundesinnenministerium hat für die Nutzung von Microsoft-Produkten mit dem Softwarekonzern neue Konditionen ausgehandelt. Die Lizenzrahmenverträge ermöglichten der Behörde neben dem Kauf künftig auch das Mieten von Software, teilte das Ministerium am Freitag in Berlin mit. "Durch die Vereinbarungen sparen Bund, Länder und Gemeinden viel Geld", sagte Innenminister Otto Schily zum Vertragsabschluss. Die neue Lizenzpolitik von Microsoft war unter anderem wegen befürchteter Mehrkosten heftig in die Kritik geraten.

"Koexistenz mit anderen Softwareprodukten"

"Die Verträge geben allen Behörden die Chance, Microsoft-Produkte kostengünstig einzusetzen, ohne verpflichtet zu sein, ausschließlich Microsoft-Produkte zu verwenden", sagte Schily. Die Vereinbarungen sicherten den Behörden eine hohe Flexibilität bei der Ausstattung mit Software zu und unterstützten auch die "Koexistenz mit anderen Softwareprodukten".

Vermeidung von "Monokulturen"

Entsprechende Rahmenverträge hatte das Ministerium im vergangenen Jahr auch mit dem Computerkonzern IBM für die Nutzung offener Software wie Linux abgeschlossen. Kritiker, unter anderem die "Bundestux"-Initiative einer Reihe von Abgeordneten aller Fraktionen, setzten sich für die alternative Nutzung von freier Software wie das Betriebssystem Linux ein. Nach dem 11. September erklärte Schily die Vermeidung von "Monokulturen" im Softwarebereich zu einer wichtigen Sicherheitsmaßnahme.(APA/dpa)

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