In den USA: Zurückhaltende Reaktionen zum Tod der Journalisten

10. April 2003, 14:59
1 Posting

Fernsehen und Zeitungen berichten kaum darüber

Im Gegensatz zu den heftigen internationalen Protesten gegen den Tod der Journalisten im Irak durch die US-Streitkräfte war die Reaktion in den USA eher zurückhaltend. Das "Komitee zum Schutz von Journalisten" drückte in einem Brief an Verteidigungsminister Donald Rumsfeld seine Sorge darüber aus, dass Pressevertreter möglicherweise absichtlich aufs Ziel genommen wurden, und verlangte eine sorgfältige Untersuchung. Mehrere Medienfirmen erwogen, Korrespondenten abzuziehen.

Doch Fernsehen und Zeitungen in den USA berichteten wenig ausführlich über den Tod der Kollegen in Bagdad. Und kurz darauf schwemmten die Berichte über den Fall Bagdads und den Sturz des Saddam-Regimes die Hiobsbotschaft endgültig davon.

General Stanley McChrystal und Pentagonsprecherin Victoria Clark charakterisierten die Vorfälle als bedauerliche Begleiterscheinungen eines blutigen Konfliktes. "Eine Kriegszone ist ein gefährlicher Platz", fügte Clarke hinzu. Man habe die Medien immer wieder besonders davor gewarnt, auf eigene Faust Korrespondenten nach Bagdad zu entsenden. Der Frage, ob die schießenden Militärs nicht gewusst hätten, dass im Hotel "Palestine" vorwiegend Journalisten wohnten, wich sie aus. (APA/dpa)

Share if you care.