Luftfahrt in größter Krise seit Bestehen

10. April 2003, 14:26
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Lufthansa-Vize: "Unheilige Allianz" aus Konjunkturschwäche, Irak-Krieg und SARS

Berlin - Die Luftfahrtindustrie steckt nach Meinung von Lufthansa-Vize Wolfgang Mayrhuber in der größten Krise ihrer Geschichte. Auf einem Luftverkehrskongress in Berlin sprach der designierte Vorstandschef der Fluglinie am Donnerstag von einer "unheiligen Allianz" aus Konjunkturschwäche, Irak-Krieg und Lungenkrankheit SARS. Trotzdem dürften Investitionen jetzt nicht vernachlässigt werden. Die weitere Entwicklung des Luftverkehrs sei für Deutschland von "absolut strategischer Bedeutung".

In diesem Zusammenhang mahnte Mayrhuber vor allem den Bau von weiteren Startbahnen und die Stärkung der Flugsicherheit an. Die Lufthansa selbst werde versuchen, die Kosten weiter zu senken. Zugleich betonte der stellvertretende Vorstandschef: "Es gibt eine Krise der Luftfahrt, nicht der Lufthansa. Die Lufthansa geht einigermaßen gerüstet da rein." Allerdings seien die Gewinnmargen der Fluglinien so gering, dass selbst beim kleinsten Gegenwind Probleme auftauchten.

Der Luftverkehrskongress wird gemeinsam von der Lufthansa mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und dem Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) veranstaltet. Am Nachmittag wurde dazu auch der deutsche Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) erwartet.(APA/dpa)

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